Mit 37 auf der Suche nach mir selbst
Hallo zusammen,
ich wende mich heute an dieses Forum, weil ich auf der Suche nach Gleichgesinnten, Austausch oder einfach ein bisschen Beistand bin. Ich bin weiblich, 37 Jahre alt und hatte in meinem Leben noch nie eine Beziehung. Langsam möchte ich einfach verstehen, was in mir vorgeht.
Die Situation ist für mich ein emotionales ziemliches Durcheinander:
Männer: Ich finde viele Männer optisch attraktiv. Sobald aber ein Mann echtes Interesse an mir zeigt, blockiere ich sofort komplett ab. Ich kann dann absolut keine Nähe zulassen und ziehe mich zurück.
Frauen & beste Freundinnen: Bei Frauen sieht es anders aus. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, wie extrem wichtig mir engere Freundschaften bzw. beste Freundinnen waren. Für sie hätte ich alles getan. Ich habe mir bei ihnen auch immer körperliche Nähe gewünscht (Händchenhalten, Umarmen, Kuscheln) und habe unter Trennungen oder dem Verlust solcher Freundschaften extrem gelitten.
Vergangenheit & Gegenwart: Vor etwa 15 Jahren hatte ich mit einer damaligen Freundin mal eine Phase, in der wir Händchen gehalten, gekuschelt und uns geküsst haben – mehr lief da aber nicht. Aktuell merke ich, dass ich total gerne lesbische Kurzserien (mit ein bisschen Drama) schaue und mich diese Geschichten und die Dynamiken darin emotional sehr reizen.
Ich frage mich im Moment einfach: Was bin ich? Worauf stehe ich eigentlich? Bin ich vielleicht asexuell mit dem Wunsch nach einer tiefen romantischen Bindung zu Frauen? Bin ich lesbisch oder bisexuell, habe aber unbewusste Blockaden, was Intimität angeht?
Es fühlt sich manchmal einsam an, mit Mitte 30 noch an diesem Punkt der Suche zu stehen. Gibt es hier Frauen, denen es ähnlich geht oder ging? Wie habt ihr herausgefunden, wer ihr seid, und wie habt ihr gelernt, Nähe zuzulassen?
Ich freue mich über jeden lieben Rat und jeden Austausch.
Viele Grüße!