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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

Momente lahmgelegt.

01.04.2009 19:53
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Wer sagt, Alkohol hilf nicht, der spricht nicht immer die Wahrheit. Denn wenn er uns nicht weiterbringt, so betäubt er uns für ein zwei Stunden oder länger. Villeicht folgt der Kater oder die Übelkeit aber dass haben wir uns selbst zuzuschreiben. Denn, wir waren es die gewählt hatten, für Momente innerlich lahm gelegt worden zu sein. Und so trank die Frau, die für ihre Abneigung des Frustsaufens bekannt war, Flasche nach Flasche.
Nach der 4ten hörte sie auf zu zählen. Kritisch stand sie dieser Droge entgegen, und gab sich nichts destotrotz ihr hemmungslos hin.

Kaum gehen konnte sie, als sie zum Telefon griff und die Nummer ihrer Liebsten ( die gleichzeitig auch die war - dir diesen Wandeln immer wieder erleben durfte) wählte. Ein "ja?" ertönte, doch die im Bann Gefangene erwiderte nur ein kleines leises "Hallo", in den Hörer - und riss sich zusammen. Doch keine Sekunde kam auch nur ein Funke Normalität aus ihr hervor.

Villeicht weiss so mancher Mensch welch Emotionen uns überschütten, wenn man seine Grenzen durch Alkohol verschwischt, oder sogar verschwinden lässt, und das auch diese Dame, jene Wörter aussprach die verletzend waren - und keinesweges Einklang mit ihrem wahren Wesen fanden. Die Vorsätze, die man an den Tag legt, nehmen ihre Beine, rennen so schnell und weit wie es möglich ist.
Und mit keinem Tun - und Willen dieser Welt - kann es verändert werden.

Es dreht sich, das Rad - in welches wir uns mitziehen lassen haben - mit dem wir Eins werden - verschlungen in unzähligen Speichen, aus dem kaum einer Auswege findet. Flaschen, sind jenes Symbol, die wir dann am häufigsten sehen - Freund - Feind?
Wie ein Messer - das sanft und zärtlich deine Haut streicht - liebenswürdig - und doch - wortwörtlich - Scharf.. Schneidend, und unvorsehbar - schmerzhaft.

Dann gelangt man, nach ewigen Dimensionen der Täuschung und Verwirrung, in die Realität, die alles anders darstellt - als es einem vorkam.
Begreift, das der Rausch ein heimtückischer Freund ist, der uns einen naiven Weg aufweist und wir im Glauben schweben, dieser wäre perfekt.
Doch schlussendlich ist er nur eines, zerstörerisch.
Wie Gluten auf weissem Papier, welches langsam aufgefressen wird, und keine Chance hat, nach dem Leben zu ringen.

Es schrieb, Schneeweiss. 1.4.2009


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