Monolog vor dem Spiegel
Monolog vor dem Spiegel I
Hast du geweint?
Ja.
Warum hast du geweint?
Weil ich traurig bin.
Warum bist du traurig?
Weil ich nicht immer
Nur fröhlich sein kann.
Warum kannst du das nicht?
Weil es nicht richtig wäre.
Warum wäre es nicht richtig?
Weil jedes Ding zwei Seiten hat.
Warum hat jedes Ding zwei Seiten?
Weil man alles subjektiv und
objektiv betrachten muss.
Warum muss man das?
Damit du dich nicht
in deiner Perspektive einschränkst.
Warum willst du dich nicht
In deiner Perspektive einschränken lassen?
Weil es falsch wäre.
Warum?
30.11. – 1.12.2001
Monolog vor dem Spiegel II
Wenn ich dich ansehe,
sehe ich dein Leid nicht.
Im Gegenteil
-du siehst aus
wie jeder Andere.
Genau wie ich
grinst du fröhlich,
lachen deine Augen,
glänzen deine Haare
-scheinst du glücklich.
Dann erreicht mein Blick
deine zerschnittenen Arme.
"Warum tust du dir das an?"
frage ich dich
mit vorwurfsvollen Augen.
Aber du brauchst mir
keine Antwort zu geben.
Ich weiß es ja.
Schließlich bist du nur
mein Spiegelbild.
14.08.2002
Monolog vor dem Spiegel III
Wenn ich jetzt aufgebe
Dann ist das vielleicht
Weglaufen
Vielleicht ist es aber auch
Ein Weg
Zu etwas anderem zu gelangen
Auch ich bin nur Mensch
Nicht mehr
Auch ich kann nicht immer stark sein
Kann nicht immer sagen
„Hier bin ich“
Wenn du mich brauchst
Ich kann nicht immer meine Tränen unterdrücken
Wenn ich wieder
Deine zerschnittenen Arme sehe
Und deine Brüste
Deine Beine
Überall Narben
Manchmal da kann ich das einfach nicht
Ich kann nicht immer
Für dich da sein
Manchmal liebe ich dich einfach nicht
Dann ist da nur Kälte in meinen Gedanken an dich
Keine Hoffnung mehr auf Zukunft mit dir
Dann will ich
Mich umbringen
Mich und dich
Du, die ich täglich sehe
Im Spiegel
Du lachst
Lachst immerzu
Doch in dir ist
Nur Leere
Die du krampfhaft zu füllen suchst
Mit Essen
Das du wenige Stunden später
Wieder erbrichst
Um in der Gesellschaft
Nach anderem Füllmaterial zu suchen
Eine Gesellschaft die dich nur
In deinem schlanken Körper mag
Und nur mit einem Lachen auf dem Gesicht
Gehörst du da hinein?
Vor lauter Verwirrung zappelst du herum
Und verlierst die Konzentration
Dann sind da wieder Tränen in deinem Gesicht
Und du bist ich.
18.04.2003
Hast du geweint?
Ja.
Warum hast du geweint?
Weil ich traurig bin.
Warum bist du traurig?
Weil ich nicht immer
Nur fröhlich sein kann.
Warum kannst du das nicht?
Weil es nicht richtig wäre.
Warum wäre es nicht richtig?
Weil jedes Ding zwei Seiten hat.
Warum hat jedes Ding zwei Seiten?
Weil man alles subjektiv und
objektiv betrachten muss.
Warum muss man das?
Damit du dich nicht
in deiner Perspektive einschränkst.
Warum willst du dich nicht
In deiner Perspektive einschränken lassen?
Weil es falsch wäre.
Warum?
30.11. – 1.12.2001
Monolog vor dem Spiegel II
Wenn ich dich ansehe,
sehe ich dein Leid nicht.
Im Gegenteil
-du siehst aus
wie jeder Andere.
Genau wie ich
grinst du fröhlich,
lachen deine Augen,
glänzen deine Haare
-scheinst du glücklich.
Dann erreicht mein Blick
deine zerschnittenen Arme.
"Warum tust du dir das an?"
frage ich dich
mit vorwurfsvollen Augen.
Aber du brauchst mir
keine Antwort zu geben.
Ich weiß es ja.
Schließlich bist du nur
mein Spiegelbild.
14.08.2002
Monolog vor dem Spiegel III
Wenn ich jetzt aufgebe
Dann ist das vielleicht
Weglaufen
Vielleicht ist es aber auch
Ein Weg
Zu etwas anderem zu gelangen
Auch ich bin nur Mensch
Nicht mehr
Auch ich kann nicht immer stark sein
Kann nicht immer sagen
„Hier bin ich“
Wenn du mich brauchst
Ich kann nicht immer meine Tränen unterdrücken
Wenn ich wieder
Deine zerschnittenen Arme sehe
Und deine Brüste
Deine Beine
Überall Narben
Manchmal da kann ich das einfach nicht
Ich kann nicht immer
Für dich da sein
Manchmal liebe ich dich einfach nicht
Dann ist da nur Kälte in meinen Gedanken an dich
Keine Hoffnung mehr auf Zukunft mit dir
Dann will ich
Mich umbringen
Mich und dich
Du, die ich täglich sehe
Im Spiegel
Du lachst
Lachst immerzu
Doch in dir ist
Nur Leere
Die du krampfhaft zu füllen suchst
Mit Essen
Das du wenige Stunden später
Wieder erbrichst
Um in der Gesellschaft
Nach anderem Füllmaterial zu suchen
Eine Gesellschaft die dich nur
In deinem schlanken Körper mag
Und nur mit einem Lachen auf dem Gesicht
Gehörst du da hinein?
Vor lauter Verwirrung zappelst du herum
Und verlierst die Konzentration
Dann sind da wieder Tränen in deinem Gesicht
Und du bist ich.
18.04.2003