Moralisch korrekt Fremdgehen
Ist Fremdgehen moralisch richtig?
Eigentlich würde jeder politisch korrekt antwortende Mensch verständnislos/erschütternd (wenn auch nur gespielt) :“Nein!“ evtl. noch ein „Natürlich nicht“ von sich geben, manchmal auch von einem starken Kopfschütteln begleitet.
Doch was wenn wir nach den philosophischen Begriffen von Immanuel Kant ausgingen? Demnach ist alles moralisch richtig, sofern es kategorisch, also unabhängig von einer Situation ist. Es ist richtig, wenn wir nicht folgenorientiert also nach einem Ziel bzw. Zweck handeln.
Moralisch falsch (hypothetisch) hingegen wäre genau jenes geplante Handeln, das auf Handlung und Ziel ausgerichtet ist.
Nehmen wir nun ein einfaches Beispiel. Herr A geht einkaufen und bekommt weitaus mehr Geld zurück, als er sollte. Herr A bemerkt dies und steht jetzt vor einer wichtigen Entscheidung: „zurück geben oder behalten?“ wenn er es behält, handelt er Zielorientiert, da er es zu seiner eigenen Bereicherung behält und dementsprechend moralisch falsch.
Gäbe er es zurück, hätte dies für ihn scheinbar keinen Zweck und wäre scheinbar (!) uneigennützlich, und somit kategorisch, also moralisch richtig.
Doch was, wenn unsere Person A nun sehr gläubig ist und Angst vor der Strafe Gottes hat oder gar glaubt deswegen in die Hölle zu kommen. Was, wenn er sich vor Gott gut stellen will oder einfach nur der Kassiererin als sehr ehrlicher Mensch imponieren will.
Demnach ist eine Entscheidung und das dementsprechende Handeln, das zur eigenen Befriedigung und Erleichterung bzw. der NICHT Belastung des eigenen Gewissens erfolgt, hypothetisch!
Somit wäre Person A gefangen in einem Dilemma, denn egal für was Person A sich entscheidet, es ist nie moralisch richtig.
Wie sieht es dann mit einer Beziehung aus? Die Negation macht ihm auch hier einen Strich durch die Rechnung. Denn nicht nur das Fremdgehen ist moralisch falsch. Auch das „Nicht-Fremdgehen“. Warum geht man nicht fremd? Zum Beispiel:
- um die Person nicht zu verletzen
- um nicht erwischt zu werden
- um die Beziehung nicht zu gefährden
- um kein schlechtes Gewissen zu haben
sind dies nicht alles wieder Zweck bzw. Zielgebundene (unterlassene)Taten? Wenn man etwas nicht tut, um der Konsequenz dessen zu entgehen, ist dies nicht auch hypothetisch?
Schlussfolgerung des moralisch richtig handelnden Menschen:
NICHT Fremdgehen ist auch keine Lösung.
------------------------------ ---------
das kommt dabei raus, wenn der Philo-Unterricht nicht sehr anspruchsvoll und es daher ein Spaß ist den Referendar mit ähnlichen Äußerungen zu verwirren....
~*Franzi*~
Eigentlich würde jeder politisch korrekt antwortende Mensch verständnislos/erschütternd (wenn auch nur gespielt) :“Nein!“ evtl. noch ein „Natürlich nicht“ von sich geben, manchmal auch von einem starken Kopfschütteln begleitet.
Doch was wenn wir nach den philosophischen Begriffen von Immanuel Kant ausgingen? Demnach ist alles moralisch richtig, sofern es kategorisch, also unabhängig von einer Situation ist. Es ist richtig, wenn wir nicht folgenorientiert also nach einem Ziel bzw. Zweck handeln.
Moralisch falsch (hypothetisch) hingegen wäre genau jenes geplante Handeln, das auf Handlung und Ziel ausgerichtet ist.
Nehmen wir nun ein einfaches Beispiel. Herr A geht einkaufen und bekommt weitaus mehr Geld zurück, als er sollte. Herr A bemerkt dies und steht jetzt vor einer wichtigen Entscheidung: „zurück geben oder behalten?“ wenn er es behält, handelt er Zielorientiert, da er es zu seiner eigenen Bereicherung behält und dementsprechend moralisch falsch.
Gäbe er es zurück, hätte dies für ihn scheinbar keinen Zweck und wäre scheinbar (!) uneigennützlich, und somit kategorisch, also moralisch richtig.
Doch was, wenn unsere Person A nun sehr gläubig ist und Angst vor der Strafe Gottes hat oder gar glaubt deswegen in die Hölle zu kommen. Was, wenn er sich vor Gott gut stellen will oder einfach nur der Kassiererin als sehr ehrlicher Mensch imponieren will.
Demnach ist eine Entscheidung und das dementsprechende Handeln, das zur eigenen Befriedigung und Erleichterung bzw. der NICHT Belastung des eigenen Gewissens erfolgt, hypothetisch!
Somit wäre Person A gefangen in einem Dilemma, denn egal für was Person A sich entscheidet, es ist nie moralisch richtig.
Wie sieht es dann mit einer Beziehung aus? Die Negation macht ihm auch hier einen Strich durch die Rechnung. Denn nicht nur das Fremdgehen ist moralisch falsch. Auch das „Nicht-Fremdgehen“. Warum geht man nicht fremd? Zum Beispiel:
- um die Person nicht zu verletzen
- um nicht erwischt zu werden
- um die Beziehung nicht zu gefährden
- um kein schlechtes Gewissen zu haben
sind dies nicht alles wieder Zweck bzw. Zielgebundene (unterlassene)Taten? Wenn man etwas nicht tut, um der Konsequenz dessen zu entgehen, ist dies nicht auch hypothetisch?
Schlussfolgerung des moralisch richtig handelnden Menschen:
NICHT Fremdgehen ist auch keine Lösung.
------------------------------ ---------
das kommt dabei raus, wenn der Philo-Unterricht nicht sehr anspruchsvoll und es daher ein Spaß ist den Referendar mit ähnlichen Äußerungen zu verwirren....

~*Franzi*~