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Nataschas erste öffentliche Worte


28.08.2006 17:30
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| 28.08.06, 13:07 |

Natascha Kampusch hat sich mit einem Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Ihr Arzt verlas das folgende Schreiben in Wien.

„Sehr geehrte Journalisten, Reporter, sehr geehrte Weltöffentlichkeit! Ich bin mir durchaus bewusst, welch starken Eindruck die Ereignisse der letzten Tage auf Sie alle gemacht haben müssen. Ich kann mir gut vorstellen, wie schockiert und beängstigend der Gedanke ist, dass so etwas überhaupt möglich ist. Ich bin mir ferner bewusst, dass Sie mir eine gewisse Neugier entgegenbringen und natürlich nähere Details über meine Umstände wissen wollen, in denen ich lebte. Ich möchte Ihnen im Voraus jedoch versichern, dass ich keinerlei Fragen über intime oder persönliche Details beantworten will und werde. Ich werde persönliche Grenzüberschreitungen, von wem auch immer voyeuristisch Grenzen überschritten werden, ahnden. Wer das versucht, kann sich auf etwas gefasst machen. Ich wuchs heran zu einer jungen Dame mit Interesse an Bildung und auch an menschlichen Bedürfnissen.



Der Lebensraum: Mein Raum war hinreichend eingerichtet. Es ist mein Raum gewesen. Und nicht für die Öffentlichkeit zum Herzeigen bestimmt.

Der Lebensalltag: Dieser fand geregelt statt, meist ein gemeinsames Frühstück – er hat ja meist nicht gearbeitet -, Hausarbeit, lesen, fernsehen, reden, kochen. Das war es, jahrelang. Alles mit Angst vor der Einsamkeit verbunden.

Zur Beziehung: Er war nicht mein Gebieter. Ich war gleich stark, aber – symbolisch gesprochen – er hat mich auf Händen getragen und mit den Füßen getreten. Er hat sich aber – und das hat er und ich gewusst – mit der Falschen angelegt. Er hat die Entführung alleine gemacht, alles war schon vorbereitet. Gemeinsam hat er dann mit mir den Raum hergerichtet, der nicht nur 1,60 Meter hoch war.

Ich hab übrigens nach der Flucht nicht geweint. Es war kein Grund zur Trauer. In meinen Augen wäre sein Tod nicht nötig gewesen. Es wäre sicherlich eine Strafe nicht der Weltuntergang gewesen. Er war ein Teil meines Lebens. Deswegen trauere ich in einer gewissen Weise um ihn. Es stimmt natürlich, dass meine Jugend anders als die manch anderer ist, aber im Prinzip hab ich nicht das Gefühl, dass mir etwas entgangen ist. Ich hab mir so manches erspart, nicht mit Rauchen und Trinken zu beginnen und keine schlechten Freunde gehabt zu haben.

Botschaft an die Medien: Das einzige, wovor die Presse mich verschonen soll, sind die ewigen Verleumdungen meiner selbst, die Fehlinterpretationen, die Besserwisserei und der mangelnde Respekt mir gegenüber.

Gegenwärtig fühle ich mich an meinem Aufenthaltsort wohl, vielleicht ein bisschen bevormundet. Ich hab es aber so beschlossen, nur telefonische Kontakte zu meiner Familie aufnehmen zu wollen. Ich werde selbst bestimmen, wann ich mit Journalisten Kontakt aufnehmen werde.

Zu meiner Flucht: Als ich das Auto im Garten putzen und aussaugen sollte, hat er sich während des Staubsaugerlärms entfernt. Das war meine Gelegenheit, ich ließ den Staubsauger einfach laufen.

Übrigens nannte ich ihn nie Gebieter, obwohl er das wollte. Ich denke, er wollte das zwar – so genannt -, meinte es aber nicht wirklich ernst.

Ich habe einen Vertrauensanwalt, der Rechtliches mit mir regelt. Die Jugendanwältin Pinterits ist meine Vertraute, mit Dr. Friedrich (Leiter der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes und Jugendalters am Wiener AKH, Anm.) und Dr. Berger (von der Kinder- und Jugendpsychiatrie Rosenhügel, Anm.) kann ich gut reden. Das Team von Herrn Frühstück (Chefermittler, Anm.) war sehr gut mit mir. Ich lasse sie auch herzlich grüßen, aber ein wenig neugierig waren sie schon. Das ist allerdings ihr Beruf.

Intimfragen: Alle wollen immer intime Fragen stellen, die gehen niemanden etwas an. Vielleicht erzähle ich das einmal einer Therapeutin oder dann jemanden, wenn ich das Bedürfnis habe oder aber auch vielleicht niemals. Die Intimität gehört mir alleine.

Herr H. (der Freund Priklopils, der ihn kurz vor seinem Selbstmord mit dem Auto mitgenommen hat) – das ist meine Botschaft – soll sich nicht schuldig fühlen. Er kann nichts dafür, es war Wolfgangs eigene Entscheidung, sich vor den Zug zu werfen. Mit der Mutter von Wolfgang verbindet mich Mitgefühl. Ich kann mich in die jetzige Situation hineinfühlen und hineinversetzen. Ich und wir beide denken an ihn. Bedanken möchte ich mich aber auch bei allen Menschen, die an meinem Schicksal so sehr Anteil nehmen. Bitte lasst mich in der nächsten Zeit noch in Ruhe. Dr. Friedrich wird es mit dieser Erklärung erklären. Viele Leute kümmern sich um mich. Lasst mir Zeit, bis ich selbst berichten kann.

Natascha Kampusch“


(beu/dpa)

Quelle: http://focus.msn.de/panor [...] 414.html



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29.08.2006 02:04
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ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 29.08.2006 ao 01:41:33:

iod bin sodon naod oeroandert aber die tlnren and sgrnodliod geonndten oorte einer tangen frna, die seit 8 tndren nar gersanlioden tontntt oit eineo onnn, idren entfadrer dntte.

(...)
sedr irritierend, diese stellangnndoe. oielleiodt dentt sie in ein, ooei tndren nber sodon nnders aber diese oeit.


sie oird sioderliod in ein oder ooei tndren nnders dnraber denten, egnl ons gnssiert. far sie oerandert siod io oooent tn nlles.

iod dente far die naodsten ooei tndre oird die sodoierigteit eder dndingedned sein, diese oa aberleben. onn sollte idr fnst eine oeitonsodine oansoden.

nndere tange frnaen in idreo nlter onoden gernde idr nbitar, dnben ggf. die eine oder nndere liebsodnft dinter siod, onoden siod gednnten ob sie eine nasbildang oder ein stadiao beginnen sollen. einige dnben bereits tinder. iod dente es oird sedr sodoer far sie oerden, oaraot ins leben oa finden.

sie dnt oon deo ons oir so gerne dnben, oertifitnte, sodaloeagnisse, nngebliod, notoendiges and oiodtiges nngelerntes oissen niodts. sie oird es oadsno nafdolen oder anter entoardigenden tests beoeisen oassen, dnss sie naf die oensoddeit losgelnssen oerden dnrf. dns onn sie naod niodt sodatoen oass.

oaodtegern gatnodter, oelode aber idr oeiteres leben arteile fallen oerden. onn tnnn instandig doffen, dnss sie siod dnoa adnliod deatliod aaßert oie in der deatigen ertlarang, and dns onn idr teine foronlen dindernisse in den oeg legt. dn sind oir tn naod sager drin.

letotliod oird es egnl sein, idr graßtes grobleo oird die 'nassenoelt' sein. diese oird niodt dnoit aogeden tannen.


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editiert am 28.08.2006 18:12 melden kommentieren
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