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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadPaleofood / Steinzeiternaehrung
20.06.2008 12:01
HiddenNickname
0 Hi, wer von euch hat sich hiermit auseinandergesetzt oder praktiziert es gar selbst? Viele Wissenschaftler vermuten, dass die extreme Ernaehrungsumstellung ( seit Anbeginn des Ackerbaus/ Viehzucht) und besonders seit Beginn der Industrialisierung hauptverantwortlich sind fuer die vielen Zivilisationskrankheiten. Im Grunde macht dies auch Sinn... Die Theorien der Steinzeitdiät basieren auf der Evolutionstheorie von Charles Darwin (Darwinismus), wonach sich im Laufe der Evolution die Spezies genetisch durchgesetzt haben, die am besten an ihre Umwelt und damit auch an die vorhandenen Nahrungsquellen angepasst waren Die Grundannahme ist, dass sich das menschliche Erbgut seit der Steinzeit nicht verändert habe. Folglich sei die steinzeitliche Ernährung die einzig „artgerechte Ernährung“ des Menschen, da sich der menschliche Organismus im Laufe von Millionen Jahren an diese perfekt angepasst habe. Die Altsteinzeit umfasste einen Zeitraum von fast 2,4 Mio. Jahren, alle weiteren Zeitalter bis heute insgesamt nur rund 15.000 Jahre, angeblich zu kurz für die nötige Anpassung des Körpers an neue Nahrungsmittel. Die Viehzucht wurde erstmals vor rund 10.000 Jahren im Neolithikum eingeführt, der Ackerbau vor etwa 12.000 Jahren. Milchprodukte und Getreideprodukte sind bezogen auf die gesamte Menschheitsgeschichte daher relativ neue Nahrungsmittel. „(…) 100,000 generations of people were hunter-gatherers, 500 generations have depended on agriculture, and only 10 generations have lived since the start of the industrial age (…) In other words, our diet today fails to provide the biochemical und molecular requirements of H. sapiens.“[5] (dt.: 100.000 Generationen waren Jäger und Sammler, 500 Generationen waren abhängig vom Ackerbau und nur zehn Generationen haben seit dem Beginn des Industriezeitalters gelebt (…) Anders ausgedrückt, unsere heutige Ernährung entspricht nicht den biochemischen und molekularen Bedürfnissen des Homo sapiens)[/5]. Einige Vertreter der Evolutionsmedizin gehen davon aus, dass die so genannten Zivilisationskrankheiten in westlichen Industriestaaten überwiegend auf die „nicht artgerechte“ Ernährung mit nach-steinzeitlichen Nahrungsmitteln zurückzuführen sind, vor allem Hyperinsulinismus und Insulinresistenz durch einen hohen Anteil von Kohlenhydraten in der üblichen „Zivilisationskost“. Weitere Erkrankungen des metabolischen Syndroms sind Hypertonie, Hyperlipidämie und Hyperglykämie.[7][8] Erkenntnisse aus der Paläopathologie sollen belegen, dass die altsteinzeitlichen Vorfahren größer und gesünder waren als die Menschen der folgenden Epochen. Knochenfunde erlauben jedoch nur bedingte Rückschlüsse auf den Zustand der nicht mehr erhaltenen inneren Organe und der Blutwerte. Die medizinischen Aussagen stützen sich daher auf Studienergebnisse zu Naturvölkern, die heute noch als Nomaden oder Jäger und Sammler leben. Diese ließen den Schluss zu, dass sie auch im Alter nicht an typischen Zivilisationskrankheiten litten.[9] Allerdings ist die Lebenserwartung dieser Ethnien deutlich niedriger als in Industriestaaten. Da jedoch bei der Lebenserwartung die hohe Säuglingssterblichkeit miteinfließt, läßt dies nur bedingt Rückschlüsse zu. Mit Hilfe der Steinzeiternährung soll nicht nur das metabolische Syndrom verhindert werden, sondern auch das Risiko für Krebserkrankungen und Allergien soll signifikant sinken, die Leistungsfähigkeit soll steigen. Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Langzeitstudien zu dieser Ernährungsform, die diese Erwartungen bestätigten könnten.[/9][/8][/7] Quelle : Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Steinzeiternährung
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HiddenNickname
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