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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadPapst empört den Islam
15.09.2006 12:32
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0 Gefunden in den AOL-Nachrichten: Vatikanstadt - Äußerungen des Papstes über den Islam bei einer Rede an der Regensburger Universität haben in der moslemischen Welt Empörung ausgelöst. Das staatliche türkische Religionsamt verlangt eine Entschuldigung von Benedikt XVI, die Organisation der islamischen Konferenz (OIC) eine Klarstellung. Auch moslemische Verbände in Deutschland und Frankreich zeigten sich irritiert. Vatikan-Sprecher weist Kritik zurück Der Vatikan versuchte nach der Kritik, die Haltung des Papstes klarzustellen. Der Papst respektiere den Islam, erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi. Benedikt wolle den Respekt und den Dialog mit anderen Religionen und Kulturen vorantreiben, auch mit dem Islam. Es sei nicht die Absicht des Papstes gewesen, die Gefühle gläubiger Muslime zu verletzen. Dem katholischen Kirchenoberhaupt liege jedoch daran, "religiöse Begründungen für Gewalt zurückzuweisen“. In einem theologischen Vortrag hatte Benedikt XVI. am Dienstagabend in Regensburg aus einem mittelalterlichem Streitgespräch zwischen dem byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaeologos und einem persischen Theologen zitiert. "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten." Der Papst nannte dies eine "erstaunlich schroffe“ Art und Weise, die Frage nach dem "Verhältnis von Religion und Gewalt“ zu stellen. "Kreuzfahrermentalität“ und "feindselige Haltung“ Der Chef der türkischen Religionsbehörde sagte, die Papst-Äußerungen seien bedauerlich und müssten zurückgenommen werden. Benedikt XVI. habe eine "Kreuzfahrermentalität“ und eine "feindselige Haltung“ an den Tag gelegt. Die ägyptische Muslimbruderschaft verlangt eine Entschuldigung. Die Bemerkung zeuge von einem falschen Verständnis des Islams. Es sei erstaunlich, dass der höchste Vertreter der katholischen Kirche, der Einfluss auf die öffentliche Meinung des Westens habe, sich so geäußert habe. Der Generalsekretär des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, sagte dem Berliner "Tagesspiegel“, es falle ihm "schwer zu glauben“, dass der Papst "gerade im Verhältnis zur Gewalt die Grenze zwischen Islam und Christentum“ sehe. Schließlich sei auch die Geschichte des Christentums blutig gewesen - "man denke nur an die Kreuzzüge oder die Zwangsbekehrungen von Juden und Muslimen in Spanien“. "Kein positiver Beitrag" Der Vorsitzende des Islamrates, Ali Kizilkaya, verwies darauf, dass Benedikt XVI. zu Beginn seines Besuches an die Politik appelliert habe, den Dialog der Kulturen und Religionen zu verstärken. Dies sei allerdings "kein positiver Beitrag dazu“, sagte Kizilkaya dem "Tagesspiegel“. "Wenn wir alle in die historische Kiste greifen wollten, dann wäre der Dialog kaum möglich.“ (md/AP/AFP) Was sagt man dazu? Gerade sind die Mohammed-Karikaturen verkraftet, kommt dann so ein Klops vom Oberhaupt der kath. Kirche persönlich. Ich habe da kein gutes Gefühl bei...irgendwann knallt es, aber so richtig.
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