Rosa von Praunheim
Ich habe mich in letzter Zeit häufiger mit dem Filmemacher Rosa von Praunheim beschäftigt. Folgende seiner Filme habe ich gesehen:
- Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt
- Tote Schwule, lebende Lesben
- Männer, Helden, schwule Nazis
Drei Filme sind jetzt noch nicht so viel, gemessen an der Menge, die er gemacht hat. Aber es reicht, um sich eine erste Meinung zu bilden.
Mit gefällt Praunheims Art, zu provozieren. Und zwar konfrontiert er nicht nur die heterosexuelle Mehrheit mit der "Existenz" von Andersartigkeit, sondern er konfrontiert auch "die Homosexuellen" als Randgruppe mit sich selbst ("Nicht der Homosexuelle ist pervers..."
. Außerdem mag ich, wie er ohne Scheuklappen durch die Welt läuft. In "Männer, Helden, schwule Nazis" z.B. gibt es eine Szene über Schwule, die sich treffen um ihren Soldaten/Uniform-Fetisch auszuleben. In meiner Naivität hätte ich nicht gedacht, dass es sowas gibt.
Besonders beeindruckt hat mich "Tote Schwule...". Das Konzept des Films finde ich zwar seltsam, aber die Lebensgeschichten der drei Männer fand ich sehr bewegend und intim.
Gibt es eigentlich in der Lesbenbewegung ähnliche Tendenzen der kritischen Beleuchtung der eigenen Szene? Gibt es ein lesbisches Pendant zu Praunheim? Ich habe bis jetzt noch niemanden gefunden. Und wenn es niemanden gibt - wieso eigentlich nicht?
Ich würde mich über Meinungen etc. freuen!
Schönen Abend,
Anni
- Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt
- Tote Schwule, lebende Lesben
- Männer, Helden, schwule Nazis
Drei Filme sind jetzt noch nicht so viel, gemessen an der Menge, die er gemacht hat. Aber es reicht, um sich eine erste Meinung zu bilden.
Mit gefällt Praunheims Art, zu provozieren. Und zwar konfrontiert er nicht nur die heterosexuelle Mehrheit mit der "Existenz" von Andersartigkeit, sondern er konfrontiert auch "die Homosexuellen" als Randgruppe mit sich selbst ("Nicht der Homosexuelle ist pervers..."
. Außerdem mag ich, wie er ohne Scheuklappen durch die Welt läuft. In "Männer, Helden, schwule Nazis" z.B. gibt es eine Szene über Schwule, die sich treffen um ihren Soldaten/Uniform-Fetisch auszuleben. In meiner Naivität hätte ich nicht gedacht, dass es sowas gibt. Besonders beeindruckt hat mich "Tote Schwule...". Das Konzept des Films finde ich zwar seltsam, aber die Lebensgeschichten der drei Männer fand ich sehr bewegend und intim.
Gibt es eigentlich in der Lesbenbewegung ähnliche Tendenzen der kritischen Beleuchtung der eigenen Szene? Gibt es ein lesbisches Pendant zu Praunheim? Ich habe bis jetzt noch niemanden gefunden. Und wenn es niemanden gibt - wieso eigentlich nicht?
Ich würde mich über Meinungen etc. freuen!
Schönen Abend,
Anni