Satire....über weihnachten.........
Hallo die Damen...ich möchte euch gerne diese satire lesen lassen und eure meinung dazu hören....also hoffe auf zahlreiche meinungen, noch dazu...ich habe diesen text aus dem internet...wer genaueres wissen will, meldet sich per e mail...thx...also viel spaß!
ES WEIHNACHTET WIEDER
Endlich ist sie wieder da, die hohe Zeit des Liebesnachholverfahrens. Auf Marktplätzen werden Buden aufgeschlagen, tannenbezapft, engelbehaart und mit bunten Lichterketten versehen. Einkaufsstraßen farbenprächtig aufgepoppt und girlandenüberspannt erinnern uns daran, hastig unser Geld auszugeben. Halleluhja! Weihnachten ist, wenn erst die Herzen überlaufen - und dann die Mülleimer.
Ganz nach alpenländischer Tradition jodeln die gedirndelten Jakob-Sisters in biblisch getrimmter Almhütte, bis die Schmalzfluten vorgetäuschter Herzlichkeit über die Ufer treten. An allen Medienfronten erschallen silberhelle Knabenchöre. Es ist die Zeit, in der man nach einem gemütlichen Fernsehabend das Gefühl hat, dringend duschen zu müssen. Es wird so lange gemenschelt, bis dem Zuschauer die seichte Sentimentalsuppe aus den Ohren quaddelt. Während uns die Regensburger Domspatzen im Dreischichtbetrieb choral beglücken, prügeln sich Eltern an den Tresen der Telekomläden, damit sie mit der neuesten Foto-Handy-Generation auf den Gabentisch ihrer Kinder glänzen können. Manchmal könnte man glauben, Weihnachten sei der Orgasmus des Kapitalismus und der Monat November das Vorspiel!
Vor Wochen schon erstrahlten die ersten Lichter über bundesdeutsche Einkaufsmeilen. Von Jahr zu Jahr begann man mit dem Anlegen des städtischen Festtagsschmuckes eine Woche früher. Eines Tages werden wir vom Sommerurlaub aus Hawaii zurückkehren und der Flughafen wird uns mit bunt blinkenden Lichterketten und mit Lametta geschmückten Duty-Free-Läden empfangen. Die Ankunftshalle wird von Schalmeien erfüllt sein: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ oder „...leise rieselt der Schnee“ – bei 30 Grad im Schatten. Weihnachten steht vor der Tür! Du meine Güte, warum lässt man es nicht einfach mal draußen stehen, tut so, als sei nix passiert! Sonst lässt man doch auch nicht jeden in die Wohnung. Zeugen Jehovas, Kai Pflaume, Küblböck oder Dieter Bohlen - da macht man doch erst gar nicht auf, man strullt hinter der Gardine aus dem Schlafzimmerfenster oder ruft die Polizei.
Die diesjährige Beleuchtung in München soll angeblich mit rund 540.000 Euro zu Buche schlagen. Neunundsechzig Kilometer Lichterketten mit sage und schreibe 733.000 Glühlampen werden Straßen, Plätze und Einkaufstempel illuminieren und die Stadt in güldenwarmes Licht tauchen. Die Ratsherren rechnen mit 185.000 Euro Stromkosten, die von Ende Oktober bis zum Neujahrsfest anfallen werden. Vermutlich wird man im Bayerischen bald die Duftkerzensteuer einführen, damit die zünftige Weihnachtsfeier für Bedienstete des Rathaus „gegenfinanziert& ;#8220; werden kann.
In Anbetracht leerer Stadtsäckel irritiert mich das alles hochgradig, wenn innerhalb weniger Wochen mit Millionen von Euro der Himmel die Großstädte erleuchtet wird. Die Obdachlosen werden es uns danken. Ihr grauer Alltag wird für einen Augenblick von einer besinnlich-romantischen Atmosphäre unterbrochen und sie brauchen Nachts nicht mehr im Dunkeln schlafen. Keine Frage: Wir alle sind Kinder Gottes. Ausnahmen bilden lediglich viele unserer Brüder und Schwestern unter den Brücken oder in den U-Bahnschächten. Wenigstens wird es ihnen erleichtert, im Lichte christlicher Nächstenliebe eigenes Elend und Hoffnungslosigkeit deutlicher zu erkennen, auch wenn ihre Nasen in der nächtlichen Kälte denen des “Red nosed rendeer“ gleichen.
Süßer die Glocken sie klingen! Die Motivation, an ihrer Lage etwas zu verändern, dürfte den Ausgegrenzten angesichts vorweihnachtlicher Erleuchtung gewiss leichter fallen. Plötzlich erinnern wir uns, man könne auch den Ärmsten der Armen helfen, anstatt sie wie bisher nur zur Kenntnis zu nehmen oder sie zu ignorieren. Schließlich flattert engelsgleich – zwar nur für kurze Zeit - das Christkind über unsere Köpfe und für ein paar Tage riechen unsere Fürze nach Nelken und Lebkuchen. Zur Weihnachtszeit buddeln wir ethische Prinzipien aus, die wir im Januar schnell wieder vergraben Zum Glück ist diese Zeit bald wieder vorbei, wir vergessen schnell unser schlechtes Gewissen und stellen den Spaten wieder ordentlich in die Garage.
Ich mag nicht daran denken, dass in diesem Jahr Heerscharen von Arbeitslose durch festlich erleuchtete Citylagen stolpern und sich an Zeiten erinnern, als sie noch Geld verdienten. Das Fest der Liebe wird ihnen Bauchschmerzen bereiten. Da kann der Posaunenchor noch so laut vom Kirchturm blasen. Die Klänge dreistimmig intonierter Nächstenliebe werden in der Menge Glühwein trinkender Zeitgenossen bestenfalls als melodisches Beiwerk in den Ohren verhallen. Schaufenster, Warenhäuser und Edelboutiquen wecken Sehnsüchte, die weder jene Unglückseeligen, noch die meisten Rentner zu befriedigen im Stande sind. Dieses Jahr wie die Jahre zuvor, und wahrscheinlich auch zukünftig. Doch süßer die Kassen sie klingeln! Der Gedanke, das aufgewendete Geld für Glitzerschmuck und Tannengrün, Budenzauber und Weihrauchdüfte in Kindergärten, Spielplätze oder Obdachlosenasyle zu investieren, weicht kommerziellen Erwägungen.
Einst leuchtete der Weihnachtsstern im Orient nur für drei Weisen. Die Neonreklame leuchtet weltweit für alle Konsumenten. Was hat der Weihnachtsstern dem entgegen zu setzen? Unternehmen verschicken tonnenweise Weihnachtsgrüße und unsinnige Werbegeschenke, während Abertausende von Hilfebedürftige sich nicht einmal einen heißen Tee auf dem Marktplatz leisten können. Darauf einen doppelten Grog mit Zimt und Zucker und dazu fröhliches Prosit! Doch ich will ehrlich sein, das Fest der Liebe öffnet auch mir das Leckermaul und vor allem den Magen. Vermutlich werde ich mich auch dieses Jahr überfressen. Immer noch besser man kotzt Domino- als Gallensteine.
gruss dat urmeli*
ES WEIHNACHTET WIEDER
Endlich ist sie wieder da, die hohe Zeit des Liebesnachholverfahrens. Auf Marktplätzen werden Buden aufgeschlagen, tannenbezapft, engelbehaart und mit bunten Lichterketten versehen. Einkaufsstraßen farbenprächtig aufgepoppt und girlandenüberspannt erinnern uns daran, hastig unser Geld auszugeben. Halleluhja! Weihnachten ist, wenn erst die Herzen überlaufen - und dann die Mülleimer.
Ganz nach alpenländischer Tradition jodeln die gedirndelten Jakob-Sisters in biblisch getrimmter Almhütte, bis die Schmalzfluten vorgetäuschter Herzlichkeit über die Ufer treten. An allen Medienfronten erschallen silberhelle Knabenchöre. Es ist die Zeit, in der man nach einem gemütlichen Fernsehabend das Gefühl hat, dringend duschen zu müssen. Es wird so lange gemenschelt, bis dem Zuschauer die seichte Sentimentalsuppe aus den Ohren quaddelt. Während uns die Regensburger Domspatzen im Dreischichtbetrieb choral beglücken, prügeln sich Eltern an den Tresen der Telekomläden, damit sie mit der neuesten Foto-Handy-Generation auf den Gabentisch ihrer Kinder glänzen können. Manchmal könnte man glauben, Weihnachten sei der Orgasmus des Kapitalismus und der Monat November das Vorspiel!
Vor Wochen schon erstrahlten die ersten Lichter über bundesdeutsche Einkaufsmeilen. Von Jahr zu Jahr begann man mit dem Anlegen des städtischen Festtagsschmuckes eine Woche früher. Eines Tages werden wir vom Sommerurlaub aus Hawaii zurückkehren und der Flughafen wird uns mit bunt blinkenden Lichterketten und mit Lametta geschmückten Duty-Free-Läden empfangen. Die Ankunftshalle wird von Schalmeien erfüllt sein: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ oder „...leise rieselt der Schnee“ – bei 30 Grad im Schatten. Weihnachten steht vor der Tür! Du meine Güte, warum lässt man es nicht einfach mal draußen stehen, tut so, als sei nix passiert! Sonst lässt man doch auch nicht jeden in die Wohnung. Zeugen Jehovas, Kai Pflaume, Küblböck oder Dieter Bohlen - da macht man doch erst gar nicht auf, man strullt hinter der Gardine aus dem Schlafzimmerfenster oder ruft die Polizei.
Die diesjährige Beleuchtung in München soll angeblich mit rund 540.000 Euro zu Buche schlagen. Neunundsechzig Kilometer Lichterketten mit sage und schreibe 733.000 Glühlampen werden Straßen, Plätze und Einkaufstempel illuminieren und die Stadt in güldenwarmes Licht tauchen. Die Ratsherren rechnen mit 185.000 Euro Stromkosten, die von Ende Oktober bis zum Neujahrsfest anfallen werden. Vermutlich wird man im Bayerischen bald die Duftkerzensteuer einführen, damit die zünftige Weihnachtsfeier für Bedienstete des Rathaus „gegenfinanziert& ;#8220; werden kann.
In Anbetracht leerer Stadtsäckel irritiert mich das alles hochgradig, wenn innerhalb weniger Wochen mit Millionen von Euro der Himmel die Großstädte erleuchtet wird. Die Obdachlosen werden es uns danken. Ihr grauer Alltag wird für einen Augenblick von einer besinnlich-romantischen Atmosphäre unterbrochen und sie brauchen Nachts nicht mehr im Dunkeln schlafen. Keine Frage: Wir alle sind Kinder Gottes. Ausnahmen bilden lediglich viele unserer Brüder und Schwestern unter den Brücken oder in den U-Bahnschächten. Wenigstens wird es ihnen erleichtert, im Lichte christlicher Nächstenliebe eigenes Elend und Hoffnungslosigkeit deutlicher zu erkennen, auch wenn ihre Nasen in der nächtlichen Kälte denen des “Red nosed rendeer“ gleichen.
Süßer die Glocken sie klingen! Die Motivation, an ihrer Lage etwas zu verändern, dürfte den Ausgegrenzten angesichts vorweihnachtlicher Erleuchtung gewiss leichter fallen. Plötzlich erinnern wir uns, man könne auch den Ärmsten der Armen helfen, anstatt sie wie bisher nur zur Kenntnis zu nehmen oder sie zu ignorieren. Schließlich flattert engelsgleich – zwar nur für kurze Zeit - das Christkind über unsere Köpfe und für ein paar Tage riechen unsere Fürze nach Nelken und Lebkuchen. Zur Weihnachtszeit buddeln wir ethische Prinzipien aus, die wir im Januar schnell wieder vergraben Zum Glück ist diese Zeit bald wieder vorbei, wir vergessen schnell unser schlechtes Gewissen und stellen den Spaten wieder ordentlich in die Garage.
Ich mag nicht daran denken, dass in diesem Jahr Heerscharen von Arbeitslose durch festlich erleuchtete Citylagen stolpern und sich an Zeiten erinnern, als sie noch Geld verdienten. Das Fest der Liebe wird ihnen Bauchschmerzen bereiten. Da kann der Posaunenchor noch so laut vom Kirchturm blasen. Die Klänge dreistimmig intonierter Nächstenliebe werden in der Menge Glühwein trinkender Zeitgenossen bestenfalls als melodisches Beiwerk in den Ohren verhallen. Schaufenster, Warenhäuser und Edelboutiquen wecken Sehnsüchte, die weder jene Unglückseeligen, noch die meisten Rentner zu befriedigen im Stande sind. Dieses Jahr wie die Jahre zuvor, und wahrscheinlich auch zukünftig. Doch süßer die Kassen sie klingeln! Der Gedanke, das aufgewendete Geld für Glitzerschmuck und Tannengrün, Budenzauber und Weihrauchdüfte in Kindergärten, Spielplätze oder Obdachlosenasyle zu investieren, weicht kommerziellen Erwägungen.
Einst leuchtete der Weihnachtsstern im Orient nur für drei Weisen. Die Neonreklame leuchtet weltweit für alle Konsumenten. Was hat der Weihnachtsstern dem entgegen zu setzen? Unternehmen verschicken tonnenweise Weihnachtsgrüße und unsinnige Werbegeschenke, während Abertausende von Hilfebedürftige sich nicht einmal einen heißen Tee auf dem Marktplatz leisten können. Darauf einen doppelten Grog mit Zimt und Zucker und dazu fröhliches Prosit! Doch ich will ehrlich sein, das Fest der Liebe öffnet auch mir das Leckermaul und vor allem den Magen. Vermutlich werde ich mich auch dieses Jahr überfressen. Immer noch besser man kotzt Domino- als Gallensteine.
gruss dat urmeli*