Schlechtes Gewissen...
Wir hatten heute eine Vorlesung zum Thema Menschenrechte und -würde und es ergab sich daraus natürlich das super-ausgelutschte Thema "Todesstrafe ja oder nein".
Eigentlich möchte ich mich mit meiner Meinung zurückhalten, weil ich weiß, dass ich damit einigen auf die Füße treten kann. Als dann eine sagte, sie sei für die "Todesstrafe für Kinderschänder" konnte ich nicht mehr und es brach aus mir raus.
Ich sagte, dass ich sehr hoffe, dass sie nicht den Slogans einer Partei auf den Leim gegangen ist, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und die missbrauchte Kinder für ihre wahlkampfpolitischen Zwecke missbraucht. Dass ich von einem vernünftigen Menschen erwarte, dass er diese sensible Thematik zu Ende denkt, auch unter historischen Aspekten, und erkennt, dass die Todesstrafe hierzulande aus gutem Grunde kein Machtinstrument des Staates sein darf.
Irgendwas an dem, was ich sagte, schien sie ziemlich getroffen zu haben. Am Ende der Vorlesung verließ sie ziemlich zügig und heulend den Hörsaal und musste getröstet werden.
Meine lieben Kommilitonen sagen, es wäre bei ihr wohl nur angekommen: du bist ein Nazi und du bist unvernünftig - und das wohl nicht nur bei ihr.
Das mag sein. Es ändert nichts an meiner Meinung über dieses Thema, aber ich ärgere mich, weil ich vermute, dass mein Auftreten dafür sorgte, dass ich sie in die Enge getrieben habe. Ich bin sehr bestimmt, ich habe eine kräftige Stimme und ich weiß, dass es besser ist, wenn ich Menschen in meiner Umgebung habe, die sich verbal wehren können und sich von mir nicht so schnell einschüchtern lassen. Sie müssen sagen können: STOP! Du treibst mich in die Enge. - und dann kann ich auch einen Schritt zurück gehen. Aber - das kann ich doch nicht von meinen Kommilitonen erwarten!
Ich wäre wirklich gerne sensibler, sachlicher, ruhiger - wenigstens in solchen Situationen. Solche Ansagen kommen mittlerweile seltener vor - aber es passiert doch immer mal wieder. Was kann ich tun? Wie kann ich es lernen, bei einem so emotionalen Thema diplomatisch zu bleiben? So zu sprechen, dass sich niemand persönlich angegriffen fühlt? Ich bin mir sicher, es liegt an meinem Blick, meiner Stimme, meiner Körperhaltung. Wie kann ich das üben - vor allem so, dass ich es auch in "brennenden" Situationen anwenden kann?
Ich bin dankbar für jeden Tipp..
Eigentlich möchte ich mich mit meiner Meinung zurückhalten, weil ich weiß, dass ich damit einigen auf die Füße treten kann. Als dann eine sagte, sie sei für die "Todesstrafe für Kinderschänder" konnte ich nicht mehr und es brach aus mir raus.
Ich sagte, dass ich sehr hoffe, dass sie nicht den Slogans einer Partei auf den Leim gegangen ist, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und die missbrauchte Kinder für ihre wahlkampfpolitischen Zwecke missbraucht. Dass ich von einem vernünftigen Menschen erwarte, dass er diese sensible Thematik zu Ende denkt, auch unter historischen Aspekten, und erkennt, dass die Todesstrafe hierzulande aus gutem Grunde kein Machtinstrument des Staates sein darf.
Irgendwas an dem, was ich sagte, schien sie ziemlich getroffen zu haben. Am Ende der Vorlesung verließ sie ziemlich zügig und heulend den Hörsaal und musste getröstet werden.
Meine lieben Kommilitonen sagen, es wäre bei ihr wohl nur angekommen: du bist ein Nazi und du bist unvernünftig - und das wohl nicht nur bei ihr.
Das mag sein. Es ändert nichts an meiner Meinung über dieses Thema, aber ich ärgere mich, weil ich vermute, dass mein Auftreten dafür sorgte, dass ich sie in die Enge getrieben habe. Ich bin sehr bestimmt, ich habe eine kräftige Stimme und ich weiß, dass es besser ist, wenn ich Menschen in meiner Umgebung habe, die sich verbal wehren können und sich von mir nicht so schnell einschüchtern lassen. Sie müssen sagen können: STOP! Du treibst mich in die Enge. - und dann kann ich auch einen Schritt zurück gehen. Aber - das kann ich doch nicht von meinen Kommilitonen erwarten!
Ich wäre wirklich gerne sensibler, sachlicher, ruhiger - wenigstens in solchen Situationen. Solche Ansagen kommen mittlerweile seltener vor - aber es passiert doch immer mal wieder. Was kann ich tun? Wie kann ich es lernen, bei einem so emotionalen Thema diplomatisch zu bleiben? So zu sprechen, dass sich niemand persönlich angegriffen fühlt? Ich bin mir sicher, es liegt an meinem Blick, meiner Stimme, meiner Körperhaltung. Wie kann ich das üben - vor allem so, dass ich es auch in "brennenden" Situationen anwenden kann?
Ich bin dankbar für jeden Tipp..