Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Messages werden geladen
Postfach öffnen

Seelenverwandtschaft, oder doch nicht?

Yakuma
HiddenNickname
offline
15.03.2009 05:20
0
Guten Morgen,

nachdem ich hier tagelang das Forum durchforstet habe, auf der Suche nach Antworten, habe ich mich dazu entschlossen, mein Anliegen hier nieder zu schreiben, denn manchmal ist es doch hilfreich, die Meinungen anderer zu hören, bzw. Geschichten anderer, die ähnliches erlebt haben.
Sicherlich mag es auch einige geben, die das Thema nicht mehr hören (bzw. lesen) können und genervt sind. Diese bitte ich, meine Thread einfach zu ignorieren. Ich hab diesen ja nicht aus Langeweile eröffnet, sondern weil mir das Thema einfach auf der Seele liegt.
Okay blabla, lange Einleitung... komm ich nun zum Hauptteil:
Es ist so, dass ich mir meiner sexuellen Orientierung nicht bewusst bin. Mann oder Frau? Keine Ahnung. Ich lass es einfach drauf zu kommen. Wenn ich einen Menschen interessant finde, dann wegen des Gsamtpackets und nicht wegen des Geschlechts. Allerdings hatte ich erst 2 Beziehungen mit Männern, wobei ich mir auch eingestehen muss, noch nie richtig verliebt gewesen zu sein. Weder in einen Mann, noch in eine Frau. Bis jetzt...
Im Oktober habe ich durch meine damalige Romanze auf einer Party eine Kommilitonin kennen gelernt, mit der ich mich auf Anhieb richtig gut verstanden habe. Es hat schon von der ersten Sekunde an gepasst und wir beide merkten schnell, dass wir auf der gleichen Wellenlänge sind. Wir trafen uns immer häufiger und stellten immer mehr Gemeinsamkeiten und Parallelen fest: angefangen über die gleichen Träume und Zukunftsvisionen, den gleichen Musikgeschmack, den gleichen Humor, die gleichen politischen und religiösen Ansichten, über gleiche Macken bis hin zum gleichen familiären Background und sogar gleiche Krankheiten (^^). Es kam und kommt mir so vor, als kannte ich sie seit Jahren. Ich wusste, dass wenn mir etwas nicht gefällt oder ich etwas mag, ihr es genauso ergeht. Ich musste Sie nur anschauen, und sah, wenn es ihr schlecht ging. Wir konnten stundenlang durch die Gegend laufen, dabei nicht miteinander sprechen, jedoch kommunizierten wir trotzdem: durch Blicke, Gestiken, Mimiken oder auch durch ein "Summen", welches wir immer von uns geben, wenn wir uns wohl fühlen. Sie erzählte mir, dass sie eigentlich ein Mensch sei, der mit körperlicher Nähe nicht so gut umgehen könne, aber bei mir sei das anders: wir kuscheln ziemlich viel, rennen Händchen haltend durch die Gegend, küssen uns auf den Mund, etc. pp. Wir sagen uns, dass wir uns lieben und wie wichtig wir uns sind. So innig war eine Freundschaft nie zu vor für mich gewesen und für sie auch nicht. Ich schlief immer öfters bei ihr und wir verbrachten eine Menge Zeit miteinander (ihre Mitbewohnerin wurde schon eifersüchtig auf mich). Ich musste andauernd an sie denken. Jeden Tag, jede Stunde. Oftmals fiel es mir bspw. in der Uni schwer, mich zu konzentrieren. Ich war aufgeregt, wenn wir uns trafen und wenn wir wieder trennten, hatte ich ein ziemlich beflügeltes Gefühl. Außerdem kam dazu, dass ich sie äußerlich auch als ziemlich attraktiv finde (zu ihrem Charakter): sie hat die schönsten Augen, die ich in meinem Leben je gesehen habe und ihre wilde, dunkelhaarige Mähne liebe ich auch
Ich habe also lieber mehr Zeit mit ihr verbracht, als mit meiner damaligen Romanze. Naja, die Prämisse, unter der wir zusammen kamen, war eh irgendwie komisch und von meiner Seite waren auch keine tieferen Gefühle vorhanden, weshalb ich mich entschloss, diese Romanze zu beenden, bevor er tiefere Gefühle entwickelt und ich ihn verletze...
Sie war zu der Zeit übrigens auch noch Single und wollte dies eigentlich auch bleiben, das die Verletzungen aus ihrer 6-Jährigen Beziehung noch nicht komplett verheilt waren (obwohl sie "schon" 2 Jahre solo war). Jedenfalls kam Silvester und auf einer Party sprach sie ein netter, junger Herr an. Sie fingen an sich zu daten und er machte ihr Avancen. Sie wiederrum sagte ihm, dass sie noch Zeit bräcuhte und er sowieso nur Ersatz für mich sei, wenn ich keine Zeit für sie hätte. Dennoch ist es jetzt so, dass die Beiden jetzt seit nem Monat offiziell zusammen sind.
Ich freue mich wirklich für sie, denn er ist ein wirklich lieber Mensch, aber irgendwie merke ich, dass ich die Eifersucht ab und zu überkommt. Es tut einfach weh zu wissen, dass er irgendwo mit ihr auf dem Bett liegt und ihr Dinge sagt, die ich ihr gerne sagen würde. Es tut weh, dass sie Dinge miteinander unternehmen, die sonst wir beide miteinander machen würden. Dennoch weiß ich, wie wichtig ich für sie bin und ich eigentlich in der "Hierarchie" über ihm stehe.

Mein Problem ist, dass ich nicht genau weiß, was ich für sie empfinde. Bin ich einfach nur verwirrt, weil ich in der kurzen Zeit noch nie eine so starke emotionale Bindung zu jemanden aufgebaut habe und mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen kann? Ich mache Dinge für sie, die ich noch nie für jemanden zuvor gemacht habe. Andauernd bekommt sie kleine und auch große Aufmerksamkeiten von mir, ich bekoche sie,backe für sie, massiere sie, usw. ich würde so vieles für sie tun. Sonst ist es so, dass ich ein Mensch bin, der auch Abstand von anderen Menschen benötigt und es nicht soo gerne mag ewig aufeinander zu hocken, aber bei ihr ist es was anderes. Dennoch habe ich die Befürchtung, dass ich eventuell doch mehr als diese krasse Freundschaft für sie empfinde und das macht mir Angst. Ich fühle, wie sehr ich sie liebe und wie sehr ich mit ihr zusammen bin, wie mein Herz sich erwärmt, wenn ich sie sehe. Sie ist für mich die schönste Frau der Welt. Aber könnte ich ihr je offenbaren, dass ich denke, mich eventuell in sie verliebt zu haben? Ich weiß, dass sie auf Männer steht und sich bspw. nicht vorstellen kann, intimmit einer Frau zu werden. Und ich habe die Befürchtung, dass es etwas an unserer Freundschaft ändern würde. Und diese Freundschaft ist mir einfach zu wichtig. Außerdem sagt sie, sie sei glücklich mit ihrem neuen Freund und ich möchte sie nicht unnötig belasten.
Ich hoffe nur, dass ich meine Gefühle bald einordnen kann...
Und es wäre große Klasse von euch, wenn ihr euern Senf dazu geben würdet. Gerne von Frauen, die ähnliches erlebt haben.
Ich danke euch!
alleinimzoo
HiddenNickname
offline
21.03.2009 17:14
0
melden