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Sinn des Seins

ArsAmandi
HiddenNickname
offline
16.12.2003 08:54
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Zu welchem Ziel?
Welcher Weg?
Wo stehe ich?
Wohin, woher komme ich?
Wer bin ich?

Warum seziere ich diese Fragen? Diese Fragen werden immer bleiben. Denn ich bin die Antwort und werde sie sonst nirgendwo finden. Die Antwort ist ein im Wattenmeer des Weltozeans vergrabener Tropfen.
Grabe ich, forsche ich, so wird neuer Schlamm mit der nächsten Flut mein Ergebnis wieder zudecken.
Bete ich, meditiere ich, so werden mir kristallene Wassergläser ohne Inhalt gereicht.

Jede Idee, jede Tätigkeit, jeder Gedanke, der von mir ausgeht, führt fort von der Antwort.

Die Antwort erkennen heißt, mich selbst erkennen.

Still und nach innen schaun
Ohne Wille, ohne Traum

Die Antwort ist maskenlos, denn meine Hülle wird bedeutungslos, unbewusst. Der Schein versickert in Nebensächlichkeiten.
Doch die Antwort ist nicht schweigsam. Plötzlich kommt ein gähnender Schlund auf mich zu. Arme, Beine, sie sind nicht mehr da.

Was kommt auf mich zu? Nichts! Unaussprechliche Angst umgibt mich, durchdringt mich. Ich bin Angst. Der Antrieb meines Da-seins, der Tropfen meines Ichs hat die Ausmaße eines schwarzen Meeres angenommen. Ein Meer der Angst. Es ist der Ausgangspunkt jeder Lebensäußerung von mir. Kein Wunder, dass diese Angst mich nach außen treibt.

In diesen Momenten ist nichts von Liebe zu erkennen. Jeden Gedanken, der das Urzittern verlassen will, erstickt im Eisgriff meiner Seele.

Ich werde noch lange, vielleicht ein Leben lang durch dieses schwarze Meer des Vergessens tauchen. Werde mich vergessen, nur schweigend meine Tränen gegen die Brandung dies Ungeheuers werfen, welches ich selbst bin.

Behütet von innerer Gewissheit bereite ich mich auf die Begegnung mit dem Funken meiner Nacht vor.