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Studie zum TV-Duell


07.09.2005 16:15
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Eine aktuelle Umfrage unter Schwulen und Lesben zeigt, dass Schröder beim TV-Duell am Sonntag deutlich die Nase vorn hatte. Einzig beim Thema Arbeitsmarktpolitik konnte die Kanzlerkandidatin Merkel punkten.

Das Onlinepanel Gay-mafo.de befragte 466 Schwule und Lesben nach deren Meinung zum TV-Duell am Sonntagabend und kam dabei zu eindeutigen Ergebnissen. Gerhard Schröder liegt in 7 von 8 Kategorien ganz klar vorne.

Bei der Symphatie-Frage erhielt Schröder 61 % der Stimmen. Herausforderin Merkel hingegen kommt auf 23 %. 16 % halten die beiden Kontrahenten für gleich symphatisch.

Für glaubwürdig halten Merkel 26 % der befragten Zuschauer. Der amtierende Bundeskanzler erhält mit 54% mehr als doppelt so viele Stimmen.

Ähnliche Werte erreichte Schröder auch bei der Frage, wer die besseren Argumente vorbrachte. Auch hier stimmten mit fast 58% mehr als doppelt so viele für den Kanzler.

In Sachen Außenpolitik ist der Unterschied zwischen Bundeskanzler und Herausforderin am größten. Eine klare Mehrheit von 69% stimmte für Schröder. Merkel kommt auf 11 %.

Das Steuer- und Rentenkonzept der Kanzlerkandidatin kommt bei einem Drittel der Befragten gut an. Schröder liegt aber auch hier (mit 46%) zum wiederholten male vorn.

Beim Themenbereich Familie kann Schröder knapp 47% der Stimmen für sich verbuchen. Merkels Konzept halten 28% für das Bessere.

Bei dem Thema, das die Deutschen wohl am meisten beschäftigt, ist Merkel klar in Front. Beim Thema Arbeitsmarktpolitik erhielt sie 42% der Stimmen. Schröder halten 30% der Befragten in dieser Angelegenheit für den Kompetenteren von beiden. Dass diese Aufgabe beide gleich gut meistern, davon sind 20% der Befragten überzeugt.

Bei dieser Vielzahl an Einzelsiegen ist es am Ende nicht verwunderlich, das 61% der Teilnehmer Schröder den Gesamtsieg des Duells zusprechen. 18% entschieden für sich, dass Merkel überlegen ist. 21% werteten das Duell als unentschieden.

Im Vergleich zu der ARD-/Infratest-Dimap-Studie, wird deutlich, dass ein Unterschied zwischen homosexuellen und heterosexuellen Wählern besteht. 38% der heterosexuellen Wähler entschieden sich für Merkel. 54% für Schröder. Im Gegensatz dazu erreicht Merkel bei den Homosexuellen Wählern nur 18% der Stimmen. Schröder kann sich bei dieser Wählergruppe über 60% der Stimmen freuen.

Als wahlbeeinflussend hat sich das Duell auf die wenigsten ausgewirkt. 62% gaben an, ihre Meinung habe sich aufgrund des TV-Duells überhaupt nicht geändert. 34% ließen sich etwas beeinflussen. Die restlichen 4% votierten für "sehr starke Beeinflussung".

(gay-mafo.de)


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