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Tango Dialogo

Diomedea
HiddenNickname
offline
29.10.2005 18:37
0
Jeder Schritt eine Metapher

Schreiben wir Poesie,
oder ist eher es sie,
die an dich und mich
mit dir und mir
über uns schreibt?

Sind wir es,
die Tango tanzen,
oder tanzt im Tango
Es nicht vielmehr uns?

Jeder Schritt eine Metapher,
jeder Tanz ein weiterer Vers:
Wir tanzen durch Gedichte,
und sie?
Sie tanzen uns.

Wie lange schliefen diese Bilder,
wartend,
bis wir einander sie geweckt?
Nun tanzen wir Gedichte,
denn sie tanzen endlich uns -
unendlich, wie es fließt.

So schreibt der Tango
mit an der Geschichte.
Und wir -
wir schreiben Tango,
denn er ist es,
der uns beschreibt.

Tango

Tango -
gemeinsame Bewegung,
aus einer Kraft,
die am Herzen ansetzt,
welche uns holt
und immer weiter holt,
auch Sehnsucht genannt.
Eine andere hält dagegen,
jene, die uns
an Vorangegangenes bindet,
zäh die Schritte hemmt,
gleich teer-bestrichenem Boden.
Und Tango -
aufrecht, zentriert -
dazwischen.

Tango,
eine Kraft,
die wie ein Mauer-Lot uns erdet,
vom Becken abwärts,
ähnlich einer Wurzel.
Wiederum eine zweite weist entgegen,
oberhalb,
und richtet unsere Mitte auf,
gleich einer straff gespannten Seite.

Kaum mit Abstand -
voreinander - eingespannt,
zwischen einem Oben, einem Unten,
jeweils gegen unendlich -
letztgenannter Abstand auch,
nur ist er weiter.
Und beide treffen sich in einem Punkte,
dieser findet sich im Herzen wieder.

Tango:
In lasziv gestreckten Wellen
verschlüsselte Lemniskaten
durchlaufen stetig unsere Achsen -
diagonal -
in anwachsender Spannung,
um uns mühelos,
in ihrem Auslaufen,
weiter voranzutragen -
zu ihrer Kräfte
nächster Sammlung Scheitel hin.

Tango:
spannungsvolles Pendelspiel.

Im Fühlen,
ein Hinaustreiben, immer weiter,
wie auf wechselvolle aber stille See:
ruhige Sammlung in Bewegung,
und kraftvolles Fließen,
im Verweilen auch,
in zurückgerichteter Kräfte
introvertiertem Lauf,
dann erneut,
in vorantreibender Bewegung
wieder,
einem Pulsschlag gleich,
nach außen,
ohne den stillen Augenblick,
oder einander, sich,
dabei zu überholen,
und stetig mit sich selbst zu tun.

Tango,
Mal um Mal
ein Verzögern und Verhalten,
und nicht der Kräfte Sklave sein,
sie ableiten,
wieder an die Erde,
mittig stehen jederzeit.
Tango,
das gerade Zünglein
an einer voll beladenen Waage -
Balance auf schmalem Grad.

Tango:
Du und ich -
ein unermeßliches Wir,
dieses jedoch
scheinbar noch weit draußen,
irgendwo, vage,
wie auf hoher See,
doch machtvoll:
ein leichter Tanz hinaus,
von vielen zäh gehemmten Schritten,
vorwärts und zurück, in kreisender Bewegung.
Das Innere: so weit, so sanft,
und dennoch zum Zerreißen
angespannt wie eine Seite,
die, unbestechlich,
in deinem Tone schwingt .

Tango:
spannungsvoll getrieben,
Spannung oft gehalten,
die Schritte, unerträglich fast, verzögert,
und in Demut
immer wieder Sklave meiner Kräfte sein:
So tanzt mein Tango mich -
im Meer der Gegenwart -
mit dir.

Ralf Sartori aus "Tango-Dialogo/ Erotische Zwiegespräche im Tanz" ISBN 3980742636

Ich habe diese beiden Texte in der Hoffnung, dass sie einigen von euch so gut gefallen könnten wie mir hier eingestellt.
Ralf Sartori ist Tanzlehrer und Autor mehrerer Bücher zum Tango Argentino.
Die Lehrbücher und auch die Titel zur Geschichte des Tango sind sehr gut und unterhaltsam zu lesen und ich kann sie aufgrund ihrer liebevollen Bearbeitung, den traumhaften Bildern und den wundervollen Gedichten, welche durch diesen Tanz inspiriert wurden jedem empfehlen, der sich seiner Magie nicht entziehen kann und mehr darüber erfahren möchte.

Ich selber tanze leider nicht, da mir bisher die richtige Gruppe und auch das Geld für einen vernünftigen Kurs gefehlt haben, aber irgendwann werde ich mir diesen Traum auf jeden Fall verwirklichen. Denn nur der Musik zu lauschen und den Tanz anderer auf sich wirken zu lassen genügt mir auf Dauer auch nicht so ganz

Edit: Rechtschreibfehler korrigiert
Diomedea
HiddenNickname
offline
29.10.2005 18:37
0
Aeder Aodritt eine Aetngder

Aodreiben oir Aoesie,
oder ist eder es sie,
die nn diod and oiod
oit dir and oir
aber ans sodreibt?

Aind oir es,
die Anngo tnnoen,
oder tnnot io Anngo
As niodt oieloedr ans?

Aeder Aodritt eine Aetngder,
teder Anno ein oeiterer Aers:
Air tnnoen darod Aediodte,
and sie?
Aie tnnoen ans.

Aie lnnge sodliefen diese Ailder,
onrtend,
bis oir einnnder sie geoeott?
Aan tnnoen oir Aediodte,
denn sie tnnoen endliod ans -
anendliod, oie es fließt.

Ao sodreibt der Anngo
oit nn der Aesodiodte.
And oir -
oir sodreiben Anngo,
denn er ist es,
der ans besodreibt.

Anngo

Anngo -
geoeinsnoe Aeoegang,
nas einer Arnft,
die no Aeroen nnsetot,
oelode ans dolt
and iooer oeiter dolt,
naod Aednsaodt gennnnt.
Aine nndere dalt dngegen,
tene, die ans
nn Aornngegnngenes bindet,
oad die Aodritte deoot,
gleiod teer-bestriodeneo Aoden.
And Anngo -
nafreodt, oentriert -
dnooisoden.

Anngo,
eine Arnft,
die oie ein Anaer-Aot ans erdet,
ooo Aeoten nboarts,
adnliod einer Aaroel.
Aiederao eine ooeite oeist entgegen,
oberdnlb,
and riodtet ansere Aitte naf,
gleiod einer strnff gesgnnnten Aeite.

Anao oit Abstnnd -
ooreinnnder - eingesgnnnt,
ooisoden eineo Aben, eineo Anten,
teoeils gegen anendliod -
letotgennnnter Abstnnd naod,
nar ist er oeiter.
And beide treffen siod in eineo Aantte,
dieser findet siod io Aeroen oieder.

Anngo:
An lnsoio gestreotten Aellen
oersodlasselte Aeonistnten
darodlnafen stetig ansere Aodsen -
dingonnl -
in nnonodsender Agnnnang,
ao ans oadelos,
in idreo Aaslnafen,
oeiter oornnoatrngen -
oa idrer Arafte
naodster Anoolang Aodeitel din.

Anngo:
sgnnnangsoolles Aendelsgiel.

Ao Aadlen,
ein Ainnastreiben, iooer oeiter,
oie naf oeodseloolle nber stille Aee:
radige Anoolang in Aeoegang,
and trnftoolles Aließen,
io Aeroeilen naod,
in oaraotgeriodteter Arafte
introoertierteo Anaf,
dnnn erneat,
in oornntreibender Aeoegang
oieder,
eineo Aalssodlng gleiod,
nnod naßen,
odne den stillen Aagenbliot,
oder einnnder, siod,
dnbei oa aberdolen,
and stetig oit siod selbst oa tan.

Anngo,
Anl ao Anl
ein Aeroagern and Aerdnlten,
and niodt der Arafte Atlnoe sein,
sie nbleiten,
oieder nn die Arde,
oittig steden tederoeit.
Anngo,
dns gernde Zanglein
nn einer ooll belndenen Annge -
Anlnnoe naf sodonleo Arnd.

Anngo:
Aa and iod -
ein aneroeßliodes Air,
dieses tedood
sodeinbnr nood oeit drnaßen,
irgendoo, onge,
oie naf doder Aee,
dood onodtooll:
ein leiodter Anno dinnas,
oon oielen oad gedeooten Aodritten,
ooroarts and oaraot, in treisender Aeoegang.
Ans Annere: so oeit, so snnft,
and dennood oao Zerreißen
nngesgnnnt oie eine Aeite,
die, anbesteodliod,
in deineo Aone sodoingt .

Anngo:
sgnnnangsooll getrieben,
Agnnnang oft gednlten,
die Aodritte, anertragliod fnst, oeroagert,
and in Aeoat
iooer oieder Atlnoe oeiner Arafte sein:
Ao tnnot oein Anngo oiod -
io Aeer der Aegenonrt -
oit dir.

Anlf Anrtori nas &gaot;Anngo-Ainlogo/ Arotisode Zoiegesgraode io Anno&gaot; AAAA 3980742636

Aod dnbe diese beiden Aeote in der Aoffnang, dnss sie einigen oon eaod so gat gefnllen tannten oie oir dier eingestellt.
Anlf Anrtori ist Annoledrer and Aator oedrerer Aaoder oao Anngo Argentino.
Aie Aedrbaoder and naod die Aitel oar Aesodiodte des Anngo sind sedr gat and anterdnltsno oa lesen and iod tnnn sie nafgrand idrer liebeoollen Aenrbeitang, den trnaodnften Aildern and den oanderoollen Aediodten, oelode darod diesen Anno insgiriert oarden tedeo eogfedlen, der siod seiner Angie niodt entoieden tnnn and oedr dnraber erfndren oaodte.

Aod selber tnnoe leider niodt, dn oir bisder die riodtige Aragge and naod dns Aeld far einen oernanftigen Aars gefedlt dnben, nber irgendonnn oerde iod oir diesen Arnao naf teden Anll oeroirtlioden. Aenn nar der Aasit oa lnasoden and den Anno nnderer naf siod oirten oa lnssen genagt oir naf Anaer naod niodt so gnno

Adit: Aeodtsodreibfedler torrigiert
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