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Thanatophobie

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12.04.2019 13:33
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 09:15:

(...)
Wer auf ein gutes, im Sinne von erfülltes Leben zurück blicken kann, wird sich vermutlich nicht ganz so schwer tun, loszulassen...


Ein schöner und an sich logischer Gedanke - aber, leider ist dem nicht immer so.

Selbst tue ich mich mit dem Thema wirklich schwer. Erst Recht, als zwei mir liebe Menschen gestorben sind. Sie sind weg, so sehr sie auch in meinem Herzen sind, aber sie werden nie wieder zur Tür reinkommen.

Was das Sterben bedeuten kann - wie lang, doof, schrecklich, grausam er auch sein kann, das wissen nur Wenige. Das Sterben und der Tod werden in unserer Gesellschaft ausgeklammert. Regelrecht in Krankenhäuser, Pflegeheimen, Beerdigungsinstitute etc. ausgelagert.
Wieviele haben schon mal einen toten, nahe stehenden Menschen gesehen? Sogar berührt? Oder jemanden beim Sterben begleitet?
Ich wünschte, es hätte irgendwas Tröstendes gehabt, vorallem für meine Lieben, aber dem war nicht so - es war das Gegenteil.

Die Kenntnis der eigenen Endlichkeit und die naher Menschen ist nicht ohne - momentan fällt es mir leichter, dies zu verdrängen, aber manchmal erwische ich mich schon bei dem Gedanken "warum sollte ausgerechnet ich den Tag überleben?"

Ich weiß nicht, ab wann man eine "Phobie" vor dem Sterben hat. Was wären denn die Symptome?

Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Glauben an ein Leben nach dem Tode (in welcher Form auch immer) wirklich vor jeglicher Angst befreien kann, wenn es soweit ist. Ein Grundvertrauen in das Leben, die Menschen, in sich selbst mag zumindest vor der Phobie schützen - denn ich stelle mir vor, dass "Phobie" bedeutet, dass man vor lauter Angst vor dem Sterben nicht wirklich leben kann.



editiert am 12.04.2019 13:36 Beitrag melden Zitatantwort
12.04.2019 13:55
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...

editiert am 18.04.2019 20:08 Beitrag melden Zitatantwort
12.04.2019 14:00
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...

editiert am 18.04.2019 20:08 Beitrag melden Zitatantwort
12.04.2019 14:38
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 12:28:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 09:15:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 08:11:

(quote max. 3 Ebenen)
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um

werden, würde sich die Frage aufdrängen, warum empfinden manche Menschen das Einschlafen als so unangenehm? . (/quote max. 3 Ebenen)

Um mal den Ernst hier rein zu bringen.

Babies/Kinder, die gerade so in das Leben gefallen sind, wehren sich mit Hand und Fuss genau daher gegen das Einschlafen.
Vollkommen verrückt eigentlich.
(leider verstehen das Eltern nur selten)


Aber doch nur, insofern sie vom Tag, Toben und Entdecken nicht völlig kauptt sind und quasi von selbst umfallen. Was meinen Einganggedanken bestätigt: solange man nicht ausgelastet ist, das Gefühl einen beschleicht noch was zu verpassen, solange ist das Einschlafen schwierig und auf das große Ganze übertragen die Angst vor dem Tod wahrscheinlich verstärkt. Wer auf ein gutes, im Sinne von erfülltes Leben zurück blicken kann, wird sich vermutlich nicht ganz so schwer tun, loszulassen...

Meine Kinder hatten alle eine Zeit lang Angst vor dem Einschlafen, als Babies, sehr jung noch. Noch vor dem Krabbelalter. Ich denke nicht, dass das etwas mit mangelnder Auslastung zu tun hat. Ich denke mir, dass es bedrohlich sein muss, das Bewusstsein zu verlieren. Sie wissen ja nicht, dass sie wieder aufwachen. Sie taten mir jedenfalls teilweise echt leid.
Ich schlafe übrigens sehr gerne ein und ich schlafe gerne, schon als Kind. Viel lieber, als aufzuwachen, ich gehöre echt nicht zu den Leuten, die den Tag mit einem Jubelschrei bei den Hörnern packen.



Die haben nicht "Angst" in dem Sinne ... die sind unruhig, die wollen nicht einschlafen, sie wehren sich, sie wehren sich regelrecht gegen den Schlaf, das merkt man ... das ist genau das: es ist ihnen unheimlich, unangenehm, es beunruhigt ... "Angst" ist zu kognitiv beschrieben.

Erst, wenn man sie sich auf den Bauch legt oder an die Brust, schlafen sie ganz wunderbar ruhig wie in einer Tiefentrance ein.
Und weshalb, weil sowohl Körpernähe/-wärme als auch die Pulsation des Herzens unendlich beruhigt.

Was tat/ tut die Generation ihren Babies/Kindern/zukünftigen Erwachsenen an, die sie so weit von sich weg trägt ....

12.04.2019 15:02
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Wollte sagen, abstrakter formuliert, es ist der ÜBERGANG, sie tun sich schwer, sprich sind langsam in den Übergang, der Übergang vom Schlafen zum Wachen, vom Wochen zum Schlafen, vom Da und vom Weg ... der macht sie unruhig ... Begleitpersonen, die das gut machen wollen, müssen immer die Übergabe beachten ... und begleiten (in einer übergangslosen Gesellschaft: Schnitt, Schnitt da, Schnitt hier, Schnitt Kindheit, Schnitt Pubertät, Schnitt Erwachsene ...Übergänge? Rituale?).


12.04.2019 15:04
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Schnitt Leben.
Schnitt Tod.
Schnitter.

Rituale?
Wir hier?

12.04.2019 17:55
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:50:

Es ist das "ad hoc", dieses manchmal unvorhergesehene Element, die Tatsache den Gedanken daran jetzt gerade oder in absehbarer Zeit zu sterben, nicht einmal zu Ende denken zu können, wovor es mich gruselt. Vermutlich die beste Variante ever, mir persönlich bereitet eben diese mächtig Bauchweh. Könnte ich "bestellen", ich würde mich für den bewussten Abgang entscheiden. Die Frage was es damit auf sich hat mit dem Buch und der Nahtoderfahrung möchte ich weitgehend unkommentiert lassen bzw. auf eben jenes verweisen. Den Titel zu lesen genügt eben nicht, um der inhaltlichen Grundidee gerecht zu werden. Am Ende (!) ist es sooo gut, dass wir sterben müssen/werden.


Schade! Und weitgehend ist in diesem Fall komplett. Sorry, da bin ich Korinthe!

Aber hier dann noch eine kleine Anregung für Interessierte:
https://www.welt.de/wisse [...] rns.html

13.04.2019 09:49
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Es gibt auch einen wunderbaren Film von dem mexikanischen Regisseur Alejandro González Iñárritu namens Biutiful. Mich hat er schwer beeindruckt und Bardem in dieser Rolle war grandios.

https://www.youtube.com/w [...] fGhDq4RI

Von ihm gibt es noch einige andere beeindruckende Filme wie, 21 Gramm, Babel, ..., die Themen wie Tod, Schicksal, Seele, Sterben, betrachten.

13.04.2019 09:58
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 08:11:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um

werden, würde sich die Frage aufdrängen, warum empfinden manche Menschen das Einschlafen als so unangenehm? .


Um mal den Ernst hier rein zu bringen.

Babies/Kinder, die gerade so in das Leben gefallen sind, wehren sich mit Hand und Fuss genau daher gegen das Einschlafen.
Vollkommen verrückt eigentlich.
(leider verstehen das Eltern nur selten)


Babies wollen am Leben teilnehmen und nicht wieder ins Unbewusste abdriften.
Der Erholungsfaktor beim Schlafen dürfte für Babies noch nicht so wichtig sein.



14.04.2019 01:47
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 13:33:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 09:15:

(...)
Wer auf ein gutes, im Sinne von erfülltes Leben zurück blicken kann, wird sich vermutlich nicht ganz so schwer tun, loszulassen...


Ein schöner und an sich logischer Gedanke - aber, leider ist dem nicht immer so.

Selbst tue ich mich mit dem Thema wirklich schwer. Erst Recht, als zwei mir liebe Menschen gestorben sind. Sie sind weg, so sehr sie auch in meinem Herzen sind, aber sie werden nie wieder zur Tür reinkommen.

Was das Sterben bedeuten kann - wie lang, doof, schrecklich, grausam er auch sein kann, das wissen nur Wenige. Das Sterben und der Tod werden in unserer Gesellschaft ausgeklammert. Regelrecht in Krankenhäuser, Pflegeheimen, Beerdigungsinstitute etc. ausgelagert.
Wieviele haben schon mal einen toten, nahe stehenden Menschen gesehen? Sogar berührt? Oder jemanden beim Sterben begleitet?
Ich wünschte, es hätte irgendwas Tröstendes gehabt, vorallem für meine Lieben, aber dem war nicht so - es war das Gegenteil.

Die Kenntnis der eigenen Endlichkeit und die naher Menschen ist nicht ohne - momentan fällt es mir leichter, dies zu verdrängen, aber manchmal erwische ich mich schon bei dem Gedanken "warum sollte ausgerechnet ich den Tag überleben?"

Ich weiß nicht, ab wann man eine "Phobie" vor dem Sterben hat. Was wären denn die Symptome?

Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Glauben an ein Leben nach dem Tode (in welcher Form auch immer) wirklich vor jeglicher Angst befreien kann, wenn es soweit ist. Ein Grundvertrauen in das Leben, die Menschen, in sich selbst mag zumindest vor der Phobie schützen - denn ich stelle mir vor, dass "Phobie" bedeutet, dass man vor lauter Angst vor dem Sterben nicht wirklich leben kann.



Boahh... gute Frau, lass stecken. Sonst: gleich noch viel mehr Angst.
Dabei sprichst du mir aus der Seele.
So Göttinnen, erbarmt euch meiner und lasst mir noch die letzte Bastion der Halbwegsverdrängung.

14.04.2019 06:44
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:30:

Ich glaube an ein Leben nach dem irdischen materiellen Tod, und wer weiß vielleicht gibt es auch im Jenseits lesarion?


kommt darauf an....wenn man in der Hölle landet vielleicht ....

14.04.2019 06:58
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 22:22:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:38

....Ich glaube auch, dass der Tod kein Ende ist, sondern ein Übergang....



Das sehe ich ähnlich. Was ist der Tod? Der Körper stirbt. Aber die Seele, der Geist, die der Körper umhüllte, sind nichts "Greifbares", nichts "Sichtbares", das ist Energie. Und Energie stirbt nicht


richtig meine worte.. und wir werden uns alle wieder sehn .. und wir kommen alle wieder auf die Erde .. nur mit einem anderen Körper

14.04.2019 07:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 14.04.2019 um 06:58:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 22:22:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:38

....Ich glaube auch, dass der Tod kein Ende ist, sondern ein Übergang....



Das sehe ich ähnlich. Was ist der Tod? Der Körper stirbt. Aber die Seele, der Geist, die der Körper umhüllte, sind nichts "Greifbares", nichts "Sichtbares", das ist Energie. Und Energie stirbt nicht


richtig meine worte.. und wir werden uns alle wieder sehn .. und wir kommen alle wieder auf die Erde .. nur mit einem anderen Körper


Da dies nicht zu beweisen ist, kann höchstens gesagt werden "ich glaube, dass das richtig ist" "ich glaube wir werden uns alle wiedersehen" "ich glaube wir kommen alle wieder auf die Erde"......andere glauben andere Dinge...Die Sache ist die...es ist genau so möglich, dass es ein Leben nach diesem gibt, wie es unmöglich ist...Wir werden es auf jeden Fall irgendwann erfahren aber diese Erfahrung dann wieder nicht mit denen teilen können, die noch hier sind, unabhängig davon, ob die Aussage "es gibt ein Leben nach dem Tod" wahr oder falsch ist....Es ist einerseits die Angst vor dem Tod, die uns etwas glauben lässt und andererseits die Hoffnung....Wir sind MeisterInnen der Verdrängung und so verdrängen wir die Tatsache der Endlichkeit Tag für Tag....so dass den meisten sogar das Mitgefühl fehlt für diejenigen, die tatsächlich akut bedroht sind....

14.04.2019 07:40
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Ich teile eine Geschichte mit euch....

Als ich meine Liebste auf ihrem letzten Weg begleitete, sie "zur Tür" brachte...wie wir es nannten....hatte ich auch ein Bett im Krankenhaus neben dem ihren. Einmal setzte sie sich plötzlich auf und sagte "Ich bin gekommen, um zu verkünden worum es geht"....Da das nicht eine Wortwahl war, die ich von ihr kannte, fragte ich sie wer das gesagt hat. Sie antwortete "Alexander" und ich fragte wer Alexander ist und sie sagte "na der, der da gerade her geht"...und sie zeigte in den Raum, in dem ich niemanden sah......

Ein anderes Mal wachte sie auf und sagte "ich war maßgeblich am westfälischen Frieden beteiligt"....

Und bevor sie dann durch die Tür ging, war sie eine ganze Nacht und einen Tag lang nicht mehr ansprechbar....aber kurz bevor sie ging, öffnete sie ihre Augen und streckte mir noch einmal ihren Arm entgegen...ich nahm ihn und bedankte mich bei ihr für ihre Liebe.....dann atmete sie aus und ging....

Ich weiß nicht wie andere Menschen sterben....aber für sie war es nicht leicht zu gehen....obwohl ich glaube, dass sie niemanden zurück ließ, der Grund hatte auf sie böse zu sein...im Gegenteil...Es ist ein schwerer Weg, ich denke, weil es ein unbekannter Weg ist und wir alle Angst haben, die einen mehr, die anderen weniger, einen unbekannten Weg zu gehen, von dem es dann eben in der Form kein zurück mehr gibt.....

Wie wir dieses Leben leben, können wir entscheiden....wie wir gehen, liegt nicht in unserer Hand....

Was ich aber zu wissen glaube, ist, dass es sehr wichtig ist Mitgefühl mit anderen Menschen zu haben, die in irgendeiner Form leiden.



editiert am 14.04.2019 07:42 Beitrag melden Zitatantwort
14.04.2019 07:48
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:34:

Empfehlenswert dazu https://m.youtube.com/watch?v=jccnmftPsQE
🎥 Dem Tod ins Gesicht sehen - YouTube

Ein toller berührender Film


Kübler Ross ist super hab von ir bücher

14.04.2019 07:54
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.04.2019 um 09:49:

Es gibt auch einen wunderbaren Film von dem mexikanischen Regisseur Alejandro González Iñárritu namens Biutiful. Mich hat er schwer beeindruckt und Bardem in dieser Rolle war grandios.

https://www.youtube.com/w [...] fGhDq4RI

Von ihm gibt es noch einige andere beeindruckende Filme wie, 21 Gramm, Babel, ..., die Themen wie Tod, Schicksal, Seele, Sterben, betrachten.


Biutiful ist genial..

Das Leben danach, ist auch gut

https://youtu.be/GoFOQHRvg8Q

14.04.2019 20:16
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:34:

Empfehlenswert dazu https://m.youtube.com/watch?v=jccnmftPsQE
🎥 Dem Tod ins Gesicht sehen - YouTube

Ein toller berührender Film


Dieses Buch ist super von ir, Sterben und Leben lernen

Antworten über den Tod und das Leben

14.04.2019 23:43
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...

editiert am 18.04.2019 20:08 Beitrag melden Zitatantwort
15.04.2019 00:49
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Irgendwo hier las ich, der Tod sei die größte narzisstische Kränkung. Veto!
Der Tod ist wie die Geburt - wir alle haben nicht darum gebeten und sind dem so oder so unterordnet/unterworfen. Punkt.

Meines Erachtens, besteht die größte narzisstische Kränkung darin, das eigene Leben auf Grund der herrschenden Mechanismen/Gegebenheiten nicht so gestalten zu können/düfen, wie man es sich erträumt bzw. anstrebt. Und da braucht sich jetzt, sag' ich einfach mal so leichfüssig, keine/r in diesem Kreise mordsmäßig angesprochen zu fühlen. Theoretisch und an den 90% der Menschheit "dort draußen" orientiert...

Es hilft einem selbst aber (leider!) nicht wirklich dabei, sich gedanklich/emotional nicht dennoch subjektiv in Abwärtsspiralen wiederzufinden, Trauer über Verluste zu beklagen, der eigenen wie auch der Endlichkeit von geliebten/wichtigen Menschen in die Fresse zu blicken... sowas alles...

Was bleibt ist die Frage: wie gestaltest DU dein Leben so, dass es dir jeden Abend eine Form von Gewissheit gewährleistet, es "ist gut", wenn es dann mal tatsächlich eines Tages "gut" sein wird? Und ganz klar, haben all diejenigen, die ufer- und planlos surfen, einen weitaus härteren Knochen als jene, die den Glauben an "was auch immer" für sich entdeckt und implementiert haben (da sie es irgendwie konnten)...

Bin gespannt wie lange dieser Thread noch weitergehen wird. Das Thema unendlich, zumindest so lange es die Spezies gibt, die diesen am Laufen erhält

15.04.2019 07:58
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.04.2019 um 10:09:

Hab' ich, kenn' ich. Bricht vorzugsweise aus wenn mich ein Mangel an Sinnhaftigkeit beutelt und korreliert daher m.E. mit dem Gefühl eines "ungelebten Lebens". Also immer dann, wenn ich den Eindruck habe, temporär ginge das Leben an mir vorbei und ich wäre quasi "raus". Wenn mich die "Große Langeweile" packt, die Ödnis, wenn mir gesellschaftliche Gegebenheiten in Form von Ausgrenzungsmechanismen einen Riegel vor die Nase schieben, wenn ich etwas unbedingt noch erleben möchte und es sich partou nicht einstellt und auch nicht herbeiführen lässt.

Du wirst hier sehr wahrscheinlich nur ganz wenige finden, die ihre eigene Erfahrungen dsbz. zu schildern bereit sind. Für die meisten Menschen ist es ein Tabuthema, es ist ihnen entweder peinlich oder sie verdrängen es nach Kräften, weil ihnen der Mut fehlt, sich damit auseinanderzusetzen, erst recht zu verbalisieren.

Ich nutze jetzt aber auch die Gelegenheit und empfehle Interessieren an der Stelle das Buch: "Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung". Vlt. hilft es der einen oder anderen wenigstens ein klein wenig.



Sehr gut beschrieben.

Kenn ich, mich überfiel das Gefühl sehr häufig während meiner letzten Arbeit.
Entweder Nachts oder im Büro. Die Arbeit war so stumpfsinnig, so absolut öde
und sinnlos, und nichts wurde besser durch sie in dieser Welt, eher im Gegenteil.

Einen privaten Ausgleich gabs nicht, meine damalige Freundin plus Kinder
sah ich maximal alle 3 Wochen. Ich konnte richtig fühlen, wie mir die Lebens-
zeit zw. den Fingern zerrann.

Zum Glück wusste ich aus der Theorie, dass Angst vor dem Tod im Grunde
Angst vor dem ungelebten Leben ist, und habe mich nach einiger Zeit
aus dem Job befreien können.



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