Thread der Fehler & Schwächen
Nur, und nur ein Mensch
Sieben Tage ist es her, da verletzte ich die, die ich am meisten liebe.
Sieben Jahre ist es her, da ich größten Zweifel an meinem Leben hatte.
Sieben Monate ist es her, daß ich umzog.
Ich bin: Ein Mensch und nur ein Mensch.
Zehn Stunden habe ich letzte Nacht bis in den heutigen Tag hinein geschlafen.
Zehn Zehen haben meine Füße, zehn Finger meine Hände.
Zehn Songs hat meine Lieblings-CD.
Dreizehn Feen,
Sieben Berge,
Sieben Geißlein,
Neun Nesselhemden
Und eine, die auszog, das Fürchten zu lernen.
Ja, ich fürchte mich! Fürchte mich vor Liebe. Fürchte mich vor Glück. Fürchte mich vor Erfolg. Fürchte mich vor Verlust. Fürchte mich vorm Scheitern. Manchmal vor der Dunkelheit und manchmal vor mir selbst.
Manchmal – kann ich mich nicht ausstehen, bin ich klein, bin ich eingemauert, bin ich engstirnig, bin ich schwach, bin ich hilflos, bin ich ängstlich, bin ich genau so, wie ich andere nicht haben will.
Ich bin: unerfüllt erfüllt.
Einmal, da wollte ich viel werden und bin nichts geworden.
Vor vielen Jahren träumte ich von Erfolg und lernte erfolglos zu sein.
Ich bin: erfolgreich erfolglos.
Perfekt, perfekt, alles perfekt - so, dachte ich, wäre es am besten.
Schreibt man „besten“ groß oder klein?
Ich bin: perfekt unperfekt.
Eine einmalige Liebhaberin wollte ich sein. Ich wollte, daß sie auf mich nicht mehr verzichten kann. Ich zerfloß in ihren Armen und weinte.
Ich bin: von ihr und mir geliebt.
Ich steche mit dem Messer in die Magerinenbüchse und streife den Rest am Rand ab; sie liebt es, mit mir zu frühstücken. Ich beherrsche die deutsche Grammatik nicht vollkommen und schreibe Briefe; sie antworten mir freundlich. Ich drücke mich oftmals nicht konkret aus; sie lieben es, mit mir zu reden. Ich kann mir Witze nicht merken und muß doch welche zum Besten geben; sie mögen es, mit mir zu scherzen. Ich kann mich manchmal schlecht entscheiden; sie lieben es, mit mir zu überlegen.
Ich bin: Nur ein Mensch und nicht mehr als ein Mensch. Schwach und voller Fehler. Genau richtig.
*misia 08.03.2005
Sieben Tage ist es her, da verletzte ich die, die ich am meisten liebe.
Sieben Jahre ist es her, da ich größten Zweifel an meinem Leben hatte.
Sieben Monate ist es her, daß ich umzog.
Ich bin: Ein Mensch und nur ein Mensch.
Zehn Stunden habe ich letzte Nacht bis in den heutigen Tag hinein geschlafen.
Zehn Zehen haben meine Füße, zehn Finger meine Hände.
Zehn Songs hat meine Lieblings-CD.
Dreizehn Feen,
Sieben Berge,
Sieben Geißlein,
Neun Nesselhemden
Und eine, die auszog, das Fürchten zu lernen.
Ja, ich fürchte mich! Fürchte mich vor Liebe. Fürchte mich vor Glück. Fürchte mich vor Erfolg. Fürchte mich vor Verlust. Fürchte mich vorm Scheitern. Manchmal vor der Dunkelheit und manchmal vor mir selbst.
Manchmal – kann ich mich nicht ausstehen, bin ich klein, bin ich eingemauert, bin ich engstirnig, bin ich schwach, bin ich hilflos, bin ich ängstlich, bin ich genau so, wie ich andere nicht haben will.
Ich bin: unerfüllt erfüllt.
Einmal, da wollte ich viel werden und bin nichts geworden.
Vor vielen Jahren träumte ich von Erfolg und lernte erfolglos zu sein.
Ich bin: erfolgreich erfolglos.
Perfekt, perfekt, alles perfekt - so, dachte ich, wäre es am besten.
Schreibt man „besten“ groß oder klein?
Ich bin: perfekt unperfekt.
Eine einmalige Liebhaberin wollte ich sein. Ich wollte, daß sie auf mich nicht mehr verzichten kann. Ich zerfloß in ihren Armen und weinte.
Ich bin: von ihr und mir geliebt.
Ich steche mit dem Messer in die Magerinenbüchse und streife den Rest am Rand ab; sie liebt es, mit mir zu frühstücken. Ich beherrsche die deutsche Grammatik nicht vollkommen und schreibe Briefe; sie antworten mir freundlich. Ich drücke mich oftmals nicht konkret aus; sie lieben es, mit mir zu reden. Ich kann mir Witze nicht merken und muß doch welche zum Besten geben; sie mögen es, mit mir zu scherzen. Ich kann mich manchmal schlecht entscheiden; sie lieben es, mit mir zu überlegen.
Ich bin: Nur ein Mensch und nicht mehr als ein Mensch. Schwach und voller Fehler. Genau richtig.
*misia 08.03.2005