Trauer...
Hallo,
ich suche etwas "Erfahrung" von Leuten, denen es ähnlich geht.
Mein geliebter Vater ist am 27.12.08 gestorben, was mich sehr traurig macht.
Eigentlich war er nicht so krank, er war "lediglich" etwas schwächer geworden und liess körperlich nach.
Meine Mama schickte ihn nochmals zum Arzt, und dann wurde er zum Herzspezialisten geschickt, diese hat ihn ins Krankenhaus überwiesen - dort trug er 24 Stunden einen Herzkatheder, danach musste man mal sehen.
Ich wohne auch nicht gleich ums Eck bei meinen Eltern, hatte da aber Urlaub und habe ihn ins Krankenhaus gebracht mit meiner besten Freundin.
Dort warten wi - also zur Einweisug um sieben -uhr morgens. Gegen neun sind wir dann heim. Dienstag habe ich ihn nochmal besucht mit meiner Mama und ihn das letzte mal in seinen "normalen" Zustand gesehen.
Mittwoch war die OP, eine neue Herzklappe + drei Beipässe. Er war frohen Mutes.
Dann musste ich wieder nach Nürnberg. Am Freitag hat er Schleim nicht abhusten können und wäre daran fast erstickt. Naja im eigentlichen Sinne war er das schon. Er lief blau an und hatte einen Herzstillstand, wurde wiederbelebt und ins künstliche Koma gelegt. Ich hatte Samstag früh ne Prüfung und bin anschliessend sofort wieder heim gefahren. Das Koma wurde 24 Std verlängert und Sonntag wurde er wieder ins Leben zurückgeholt.
Da er auch einen Sauerstoffmangel erlitten hatte, waren Spätfolgen unklar.
So langsam wurde die Schläuche weniger und er kam dann auf Reha (meines Erachtens zu früh), dort war aber auch nur einen Tag, weil sein Körper komplett ausgetrocknet war.
Dann war er ich glaub 4 Wochen in der Geriatrie, und kam dann zurück auf Reha. Dort hatte er sich auch einen Virus eingefangen, er hatte fast 5 Wochen Durchfall. Körperlich war er da schon ein Wrack.
Dann gings wieder auf Reha, 3 Wochen, er wollte immer heim. Das ging dann auch nicht, weil Wasser in der Lunge. 17 cm.
Wieder Krankenhaus, inzwischen das dritte.
Dann wurde er in unsere Nähe (also bei Mama) verlegt.
dann war er da noch n paar Wochen, dort habe ich erfahren, dass mein Daddy nie mehr gesund werden wird. Er konnte inzwischen nicht wirklich selber trinken. Bekam Blutwäsche, ich unterschrieb für ihn für ne Untersuchung - weil er auch zu schwach zum schreiben war (Patientenverfügung war nicht möglich, da er zu schwach zum schreiben war).
Jedes Mal wenn man dann ging, am dann ich komme mit. Das brach mir fast das Herz. Durch den Luftröhrenschnitt waren auch seine Stimmbänder (vom ersten Krankenhaus wegen der Beatmung nach dem Koma) stark angegriffen, so das man ihn oft kaum verstand.
Dan muss man sich ja wieder überlegen, wie es dann weiter geht. Wir hatten auch nen Termin bei der Sozialbetreuerin und haben uns dann für eine Kurzzeitpflege entschieden, in der Hoffnung es würde ihm etwas helfen und er wieder Übung in alltägliche bekommen.
Leider ging es ihm da immer schlechter.
Worte der Schwester zu uns "was tun sie sich da an, das schaffen sie nicht (er sollte dann heim zu uns, Pflegedienst war auch schon bestellt - und meine Mama ist eben auch nicht die gesündeste) taten sehr sehr weh. Ihrer Ansicht nach sollten wir meinen Papa ins Pflegeheim geben.
Ich habe noch zwei Brüder und wir haben das alle zusammen so entschieden, das wir einfach alle zusammenhelfen. Wir wollten es wenigstens versuchen.
Klar ist es schwer. Seine Beine waren inzwischen krumm, da er sie nicht mehr ausgetreckt hat bzw. vielleicht gings auch nimmer. Er war auch sehr wund.
Wir hatten Mitte Dezember.
Dann kam er heim. Es war ein sehr sehr trauriges Weihnachten, es ging ihm sehr sehr schlecht.
Am Freitag war ich mal bei meiner besten Freundin, kam gegen elf heim. Papa hat wieder so dolle gehustet, sehr sehr laut.
Aber davon wurde er nicht wach, er schlief trotzdem tief und fest. Ich hab ihn gestreichelt, das Kopfteil vom Bett n bisserl hochgemacht, falls er sich übergeben muss - nicht das dass nochmal passiert. Habe ich gesteichelt, geküsst. Wollte was zum trinken geben (wegen dem husten) - aber er schlief ja. Dann hab ich das Licht wieder ausgemacht und bin dann mit meiner Mama ins Wohnzimmer. (sie war auch mit kucken im Schlafzimmer).
Das war um elf. In der früh klingelte es dann... sehr sehr früh. Der Notarzt. Er hat aufgehört zu atmen, 06.30 h. Im Schlaf.
Er war 72. ICh weiss, ein tolles Alter.
Wenn man aber bedenkt, das er im Juni / Juli immer noch fleissig mit dem Fahrrad unterwegs war und immer alle Besorgungen gemacht hat, ist das unverständlich. Man denkt immer, er kommt gleich mitm Fahrrrad um die Ecke. Von daher tut es unwahrscheinlich weh.
Nächsten Samstag hätte er Geburtstag.
Mir gehts daher momentan ziemlich scheisse.
Hat jemand ähnliche Erfahrung?
Wie geht ihr mit Trauer um?
ich suche etwas "Erfahrung" von Leuten, denen es ähnlich geht.
Mein geliebter Vater ist am 27.12.08 gestorben, was mich sehr traurig macht.
Eigentlich war er nicht so krank, er war "lediglich" etwas schwächer geworden und liess körperlich nach.
Meine Mama schickte ihn nochmals zum Arzt, und dann wurde er zum Herzspezialisten geschickt, diese hat ihn ins Krankenhaus überwiesen - dort trug er 24 Stunden einen Herzkatheder, danach musste man mal sehen.
Ich wohne auch nicht gleich ums Eck bei meinen Eltern, hatte da aber Urlaub und habe ihn ins Krankenhaus gebracht mit meiner besten Freundin.
Dort warten wi - also zur Einweisug um sieben -uhr morgens. Gegen neun sind wir dann heim. Dienstag habe ich ihn nochmal besucht mit meiner Mama und ihn das letzte mal in seinen "normalen" Zustand gesehen.
Mittwoch war die OP, eine neue Herzklappe + drei Beipässe. Er war frohen Mutes.
Dann musste ich wieder nach Nürnberg. Am Freitag hat er Schleim nicht abhusten können und wäre daran fast erstickt. Naja im eigentlichen Sinne war er das schon. Er lief blau an und hatte einen Herzstillstand, wurde wiederbelebt und ins künstliche Koma gelegt. Ich hatte Samstag früh ne Prüfung und bin anschliessend sofort wieder heim gefahren. Das Koma wurde 24 Std verlängert und Sonntag wurde er wieder ins Leben zurückgeholt.
Da er auch einen Sauerstoffmangel erlitten hatte, waren Spätfolgen unklar.
So langsam wurde die Schläuche weniger und er kam dann auf Reha (meines Erachtens zu früh), dort war aber auch nur einen Tag, weil sein Körper komplett ausgetrocknet war.
Dann war er ich glaub 4 Wochen in der Geriatrie, und kam dann zurück auf Reha. Dort hatte er sich auch einen Virus eingefangen, er hatte fast 5 Wochen Durchfall. Körperlich war er da schon ein Wrack.
Dann gings wieder auf Reha, 3 Wochen, er wollte immer heim. Das ging dann auch nicht, weil Wasser in der Lunge. 17 cm.
Wieder Krankenhaus, inzwischen das dritte.
Dann wurde er in unsere Nähe (also bei Mama) verlegt.
dann war er da noch n paar Wochen, dort habe ich erfahren, dass mein Daddy nie mehr gesund werden wird. Er konnte inzwischen nicht wirklich selber trinken. Bekam Blutwäsche, ich unterschrieb für ihn für ne Untersuchung - weil er auch zu schwach zum schreiben war (Patientenverfügung war nicht möglich, da er zu schwach zum schreiben war).
Jedes Mal wenn man dann ging, am dann ich komme mit. Das brach mir fast das Herz. Durch den Luftröhrenschnitt waren auch seine Stimmbänder (vom ersten Krankenhaus wegen der Beatmung nach dem Koma) stark angegriffen, so das man ihn oft kaum verstand.
Dan muss man sich ja wieder überlegen, wie es dann weiter geht. Wir hatten auch nen Termin bei der Sozialbetreuerin und haben uns dann für eine Kurzzeitpflege entschieden, in der Hoffnung es würde ihm etwas helfen und er wieder Übung in alltägliche bekommen.
Leider ging es ihm da immer schlechter.
Worte der Schwester zu uns "was tun sie sich da an, das schaffen sie nicht (er sollte dann heim zu uns, Pflegedienst war auch schon bestellt - und meine Mama ist eben auch nicht die gesündeste) taten sehr sehr weh. Ihrer Ansicht nach sollten wir meinen Papa ins Pflegeheim geben.
Ich habe noch zwei Brüder und wir haben das alle zusammen so entschieden, das wir einfach alle zusammenhelfen. Wir wollten es wenigstens versuchen.
Klar ist es schwer. Seine Beine waren inzwischen krumm, da er sie nicht mehr ausgetreckt hat bzw. vielleicht gings auch nimmer. Er war auch sehr wund.
Wir hatten Mitte Dezember.
Dann kam er heim. Es war ein sehr sehr trauriges Weihnachten, es ging ihm sehr sehr schlecht.
Am Freitag war ich mal bei meiner besten Freundin, kam gegen elf heim. Papa hat wieder so dolle gehustet, sehr sehr laut.
Aber davon wurde er nicht wach, er schlief trotzdem tief und fest. Ich hab ihn gestreichelt, das Kopfteil vom Bett n bisserl hochgemacht, falls er sich übergeben muss - nicht das dass nochmal passiert. Habe ich gesteichelt, geküsst. Wollte was zum trinken geben (wegen dem husten) - aber er schlief ja. Dann hab ich das Licht wieder ausgemacht und bin dann mit meiner Mama ins Wohnzimmer. (sie war auch mit kucken im Schlafzimmer).
Das war um elf. In der früh klingelte es dann... sehr sehr früh. Der Notarzt. Er hat aufgehört zu atmen, 06.30 h. Im Schlaf.
Er war 72. ICh weiss, ein tolles Alter.
Wenn man aber bedenkt, das er im Juni / Juli immer noch fleissig mit dem Fahrrad unterwegs war und immer alle Besorgungen gemacht hat, ist das unverständlich. Man denkt immer, er kommt gleich mitm Fahrrrad um die Ecke. Von daher tut es unwahrscheinlich weh.
Nächsten Samstag hätte er Geburtstag.
Mir gehts daher momentan ziemlich scheisse.
Hat jemand ähnliche Erfahrung?
Wie geht ihr mit Trauer um?