Und keine hat etwas zu verschenken
Am Morgen liegt diese Frau bei mir.
Die seit zwei Wochen bei mir schläft und sich meine Freundin nennt.
Die mich fragt, ob ich treu bin und was ich denke über uns.
Und der ich grinsend und ausweichend antworte.
Da liegt sie da und träumt vielleicht von uns.
Eigentlich müsste ich sie jetzt küssen. Aber ich will nicht. Soll sie schlafen. Und mich noch ein bisschen allein lassen.
Wenn sie aufwacht, wird sie es sehen, wie leer ich bin und dass es nichts gibt bei mir, von dem, was sie so dringend braucht.
Und ich auch, eigentlich.
Und was es doch nicht gibt.
Weil wir nicht lieben können, eigentlich und nur so tun.
Weil wir nur brauchen und haben wollen, das, wovon es nie genug gibt.
Und keine hat etwas zu verschenken.
Und sucht mit grossen, leeren Augen, die oberflächlich, verständnissuchend lächeln.
Die rufen, komm und mach mich gesund.
Und bleib bei mir für immer und immer und immer.
Morgen werde ich ihr einen Brief schreiben.
In dem steht, was sie schon weiss und ich nicht sagen kann.
Und dann wird sie weinen.
Um sich selbst.
Ich kann nicht weinen, weil ich plötzlich alles weiss.
Weil ich mich selbst durchschaue, für einen Augenblick.
Geh jetzt bitte. Wir sehen uns morgen, natürlich.
Ja, ich dich auch.
Bitte keine unqualifizierten Kommentare über meine psychische Verfassung von selbsternannten Therapeutinnen.
Die seit zwei Wochen bei mir schläft und sich meine Freundin nennt.
Die mich fragt, ob ich treu bin und was ich denke über uns.
Und der ich grinsend und ausweichend antworte.
Da liegt sie da und träumt vielleicht von uns.
Eigentlich müsste ich sie jetzt küssen. Aber ich will nicht. Soll sie schlafen. Und mich noch ein bisschen allein lassen.
Wenn sie aufwacht, wird sie es sehen, wie leer ich bin und dass es nichts gibt bei mir, von dem, was sie so dringend braucht.
Und ich auch, eigentlich.
Und was es doch nicht gibt.
Weil wir nicht lieben können, eigentlich und nur so tun.
Weil wir nur brauchen und haben wollen, das, wovon es nie genug gibt.
Und keine hat etwas zu verschenken.
Und sucht mit grossen, leeren Augen, die oberflächlich, verständnissuchend lächeln.
Die rufen, komm und mach mich gesund.
Und bleib bei mir für immer und immer und immer.
Morgen werde ich ihr einen Brief schreiben.
In dem steht, was sie schon weiss und ich nicht sagen kann.
Und dann wird sie weinen.
Um sich selbst.
Ich kann nicht weinen, weil ich plötzlich alles weiss.
Weil ich mich selbst durchschaue, für einen Augenblick.
Geh jetzt bitte. Wir sehen uns morgen, natürlich.
Ja, ich dich auch.
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