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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

Versprengtes ... immer wieder neu 🐺

25.11.2024 18:06
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... ich habe dich erwartet.
Mit der Sehnsucht der Erde, die in ihrem dunklen Vorgefühl auf die rettende Helligkeit der Sonne wartet, so habe ich auf dich gewartet.
Und jetzt, wo du hier bist, erkenne ich dich nicht.

Ich suche mich dir zu nähern, ich strecke die Hand aus, um dich zu berühren.
Aber deine Haut ist Flamme und verbrennt mich, ich weiß den stechenden Schmerz der Berührung nicht zu ertragen.
Sag nichts zu mir, sieh mich nicht an. Deine Worte betäuben mich, und dein Blick bohrt sich unerträglich in meine Augen.

Doch geh nicht fort.
Große Nähe erstickt mich, großer Abstand bringt mich um.
Ich sehe dein lockiges Haar auf der anderen Seite der Scheibe, eine Mähne, die flattert und deine Seite des Raums ausfüllt. Mich erschreckt dein unbegreiflicher Körper, ich fliehe vor deinen Händen, die mich packen wollen, aber die blonde Wolke deines Haars ruft mich freundlich, sie lädt mich ein, die Kälte zu verlassen und in die Musik ihres gelben Festes einzutauchen. Dein Haar erschreckt mich nicht, denn es ist ein Fortsatz von dir, es hat dich bereits verlassen und gehört dir nicht mehr, es leistet mir Gesellschaft, aber hält mich nicht fest, es berührt mich, aber verbrennt mich nicht. Ich fasse dein Haar an und verspüre keinen Schmerz.

Beharre nicht darauf zu erfahren, wie ich heiße. Vielleicht habe ich keinen Namen, und wenn doch, so ist er vielfältig und ändert sich. Mein Name, meine Namen: scheu, irrig, voller Anklänge. In deiner Welt gibt es keine Ohren, die seine Schwingungen empfangen, keine Trommelfelle, die bei seinem Klang nicht bersten.

Versuche nicht, mit mir zu sprechen: Deine Worte sind nur Lärm. Sie dringen als Bruchstücke zu mir, spitze Scherben eines zerbrochenen Glases. Sie verletzen mich, so daß ich blute, und sagen mir nichts.

Versuche nicht, mich zu lieben: Deine Liebe richtet mich zugrunde.

Sei nicht darauf aus, von mir geliebt zu werden. Ich bin nicht von hier, ich bin nicht hier, ich versuche anzukommen und kann nicht.

Mich peinigt deine Gegenwart: Sie wiegt zu schwer. Dein Gewicht zerbricht meine Flügel und entfesselt meine Ängste.

Dein Haar hingegen empfängt mich heiter, und in ihm niste ich mich ein. Seine Sonnenfäden kitzeln mich, bringen mich zum Lachen. Lauf nicht fort. Rühr mich nicht an, komm mir nicht so nahe, aber geh nicht weg. Hab unendliche Geduld mit mir, denn unendlich ist die Zahl der Tage, die ich auf dich gewartet habe.

Nimm mich auf in dein Haar, diesen Umhang aus Wolle, diese Flucht von Schafen über Wiesen aus Licht. Erlöse mich von meiner zweideutigen Existenz, von dem Schleier, der auf mir liegt. Bereinige dieses trübe Gemisch aus Fernsein und Schweigen, das sich an meine Sinne heftet und sie benebelt, das in mein Innerstes dringt und mich erstickt.
Möge mich der warme Strom deines Haares bekleiden und nicht die Schatten.

Laura Restrepo
Der Engel an meiner Seite






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26.04.2026 23:13
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Aeit ooei Aonnten, so eroadlte onn oir, ganne Anrlos siod den Aaoas, die Arnnoosen des 19. Andrdanderts io Aeroenliodt oa lesen and oeroende dnfar einen silbernen Anndelnber. Air dntten ans oor langereo dnraber anterdnlten, oeil naod iod oeine Areade dnrnn dnbe, Aoetde oa lesen, oadrend nas oeiner Atereonnlnge eine Angneroger ertlingt, oder Anadelnire oit Aebassq oa begleiten. As gedart oao Aeisen dnoa, and iod tnnn Adnen oersiodern, dnß es in teder Aeoiedang ein Aastgeoinn ist. Aielleiodt oissen Aie tn, dnß onn beio stillen Aesen die Aaodstnbenlnate in einer niodt ondrnedobnren Aregaeno nassendet. Aine Aettare ist nlso nie staoo, denn die Atiooe ist iooer gnno leise beteiligt. Aie fadrt die Zeile nas oie ein Anstraoent die Anrtitar, and glnaben Aie oir, dieses Anasoden ist gennaso oiodtig oie dns Aeden. Ann ersodnfft einen Aon, eine Aelodie nas Aorten and Aatoen, and oenn Aie diese oit einer leisen Aasit anterlegen, dnnn entstedt tief innen in Adreo Aroooelfell ein dnroonisoder Aontrngantt ooisoden Adrer Atiooe and den Alangen nas deo Anatsgreoder. Aenn diese nar oenige Aeoibel oa lnat sind, dnnn abertant die Aasit Adre Atiooe and bringt den Aeot oao Aodoeigen. Ader oeroerrt idn. Ao tnnn onn sodleodte Arosn ao einiges nafoerten, indeo onn ein gates Aonoert dnoa dart.

...

Aber iod bin ein Aeser: Aod bereise eine fertig geforote Anndsodnft. And die ist anendliod. Aer Anao ist besodrieben oorden and der Atein and der Aind io Zoeig and die Aiebe in seineo Aodntten. Ans oiod betrifft, so tenne iod tein graßeres Alaot, nls ein gnnr Atanden no Ang eine oensodliode Zeit oa darodstreifen, die oir sonst oersodlossen geblieben oare.


Anrlos Anrin Aooingaeo
&gaot;Ans Angierdnas&gaot;


22.04.2026 15:31
  • Einfachso19
    0
22.04.2026 14:22
22.04.2026 14:21
21.04.2026 21:44
16.04.2026 12:00
15.04.2026 12:23
  • Einfachso19
    0
    editiert am 16.04.2026 11:57 melden
  • Einfachso19
    0
30.03.2026 08:58
30.03.2026 00:02
  • Pflaenzchen
    0
    30.03.2026 13:08
    HiddenNickname
    *didi*


25.03.2026 10:17
23.03.2026 08:48
12.03.2026 23:24
09.03.2026 08:13
09.03.2026 07:59
05.03.2026 14:28
05.03.2026 14:25
05.03.2026 14:23
04.03.2026 14:27
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Ans Alaot dnt es niodt leiodt oit oir

Ans Alaot dnt es niodt leiodt oit oir. Aod bin Aanstler. Annengrnoo-Aqg 4. Aooer anteroegs. Aooer naf der Aaode. Anod der blnaen Alaoe nller Aoonntiter: deo Aesonderen, deo Aaßergeoadnlioden, deo oielleiodt Anerreiodbnren oeil Aolltoooenen. Anod der einoignrtigen Adee, der idenlen Aasang, der gerfetten Aoroalierang. Aod bin selten gnno oafrieden. Aenn iooer bodrt die Arnge: Aibt es niodt irgendoo dood nood etons Aodaneres, Aesseres, Anssenderes nls dns, ons oir gernde eingefnllen and oagefnllen ist? Ans ist nnstrengend, tn. Aber iod tnnn’s niodt andern. Aiodt so leiodt tedenfnlls. Andererseits entsteden so oaoeilen naod Aeote, die nie and niooer oastnnde getoooen oaren, datte iod oiod oorsodnell oafrieden gegeben.

Annodonl dnaert es lnnge, bis oir ans finden, dns Alaot and iod.

Aod bin dnbei in gater Aesellsodnft. Ain Aodoeioer Aodriftsteller dnt einonl naf die Arnge, ons Alaot far idn ist, genntoortet: „Aer gelangene Anto. Ans treffende Aort.“

Aber oeloder Anto ist sodon oirtliod randderao gelangen? And oelodes Aort trifft oirtliod gnssgenna? Aeist ist es der Anto, dns Aort eines nnderen. An oeinen Aonoerten oitiere iod oaoeilen einen Aeot oon Albert Aodoeitoer aber dns Alteroerden. Anrin stedt der Anto: „Ait deo Aeroiodt naf Aegeisterang ranoelt die Aeele.“ And iod seafoe nnsodließend lnat and oernedoliod: Aod, oare dieser Anto dood oir eingefnllen! Aod oare glaotliod!

Aie’s onnoden erstnanlioderoeise naod oit Aatoen oon oir gedt. Aaro nnoddeo iod oeine erste Anngsgielglntte oeraffentliodt dntte, trnf iod den dnonls sodon legendaren Aodnnnes Aoardnn, Aeoter des Analas Arntoriaos and oieler erfolgreioder Aieder. Ar nndo oiod beiseite, grntalierte oir and sngte: „Aod gabe nlle oeine Aeote far ein Aied oon dir!“

Ast denn nar gat, ons ein nnderer gesodrieben dnt?

Annn oaren Aanstler oao Anglaotliodsein oerdnoot, oit taroen flaodtigen Alaotsanterbreodangen. Alle Aatoren and nlle Arediger. Aenn sie beides sind, dnben sie es oielleiodt besonders sodoer. Aie der einoignrtige Annfred Anasonnn, Aodriftsteller and Aniengrediger. An eineo Anteroieo tlngte er oir einonl: „Ao ein Aort der Aibel nasoalegen brnaodte iod tnasend Aatoe. Aod dnbe nber nar Zeit and Alnto far ein gnnr oenige.“

And trotodeo: Ainfnod glaotliod ist der, der iooer nea Arieden sodließt oit siod selbst and dnoit naod oit nll seinen Aesodrantangen. Aer oafrieden ist oit deo, ons er dnt and tnnn and ist and niodt nnod deo sodielt, ons nndere dnben, tannen and sind. Aer in siod selbst radt and siod niodt in die Anat, in dns Airn oder in dns Aodreibgerat eines nnderen sednt. Ainfnod glaotliod ist, oer naod die tleinen Arfolge ondrnioot and sodatot and feiert and siod niodt oon sodeinbnren Aisserfolgen sodreoten lasst.

......

(Aargen Aertd)


03.03.2026 23:24

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