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Von der Schwierigkeit zu lieben....

Klara_Fall
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17.11.2008 23:31
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Brief eines Unbekannten....
(aus: Tobias Brocher, Von der Schwierigkeit zu lieben)

Bitte höre, was ich nicht sage!
Lass dich nicht von mir narren. Lass dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache. Denn ich trage tausend Masken, die ich fürchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob, ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber lass dich dadurch nicht täuschen, um Gottes Willen, lass dich nicht von mir narren.

Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie außen, als sei mein Name Vertrauen und mein Spiel Kühle, als sei ich ein stilles Wasser und als könne ich über alles bestimmen, so als brauchte ich niemanden. Aber glaube mir nicht, bitte glaube mir nicht !
Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist eine Maske. Darunter ist nichts Entsprechendes. Darunter bin ich wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und alleine. Aber ich verberge das. Ich möchte nicht, dass es irgend jemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwäche bekomme ich Panik und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine lässige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick schützt, der mich erkennen würde. Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es. Wenn er verbunden wäre mit Angenommenwerden, mit Liebe. Das ist das einzige, das mir Sicherheit geben würde, die ich mir selbst nicht geben kann:
Dass ich wirklich etwas wert bin !

Aber das sage ich dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor.
Ich habe Angst, dass dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fürchte, du wirst gering von mir denken und über mich lachen - und dein Lachen würde mich umbringen. Ich habe Angst, dass ich tief drinnen in mir selbst nichts bin, nichts wert, und dass du das siehst und mich abweisen wirst. So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen.

Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes. Ich erzähle dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von dem, was wirklich ist, was in mir schreit: deshalb lass dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede. Bitte höre sorgfältig hin und versuche zu hören, was ich nicht sage, was ich gerne sagen möchte, was ich um des Überlebens willen rede, und was ich nicht sagen kann.
Ich verabscheue Versteckspiel. Ehrlich! Ich verabscheue dieses oberflächliche Spiel, das ich da aufführe. Es ist ein unechtes Spiel. Ich möchte wirklich echt und spontan sein können, einfach ich selbst, aber du musst mir helfen. Du musst deine Hand ausstrecken, selbst wenn es gerade das Letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche. Nur du kannst diesen leeren Glanz von meinen Augen nehmen. Nur du kannst mich zum Leben rufen. Jedes Mal, wenn du freundlich und sanft bist und mir Mut machst, jedes Mal wenn du zu verstehen suchst, weil du dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel - sehr kleine Flügel, sehr brüchige Schwingen, aber Flügel !
Dein Gespür, dein Mitgefühl und die Kraft deines Verstehens hauchen mir Leben ein. Ich möchte, dass du das weißt. Ich möchte, dass du weißt, wie wichtig du für mich bist, wie sehr du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin - wenn du willst. Bitte, ich wünschte du wolltest. Du allein kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere. Du allein kannst mir die Maske abnehmen. Du allein kannst mich aus meiner Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien - aus meiner Einsamkeit.

Übersieh mich nicht. Bitte - bitte, übergehe mich nicht! Es wird nicht leicht für dich sein. Die lang andauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern. Je näher du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Aber man hat mir gesagt, dass Liebe stärker sei als jeder Schutzwall, und darin liegt meine Hoffnung.

Bitte versuche diese Mauern einzureißen, mit sicheren Händen, aber mit zarten Händen: ein Kind ist sehr empfindsam. Wer ich bin, magst du fragen. Ich bin jemand, den du sehr gut kennst. Denn ich bin jedermann, den du triffst, jeder Mann und jede Frau, die dir begegnen.

mocking-bird
HiddenNickname
offline
22.11.2008 14:49
0
ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 19.11.2008 ao 22:17:34:

ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 19.11.2008 ao 12:44:25:

Antsaodliod ist dns ein sodaner Aeot, ein Aeot, der in oielen Aantten oatrifft. Aaf den einen Aensoden oedr, naf den nnderen Aensoden oeniger.
Aeo Aegenaber stedt in oeinen Aagen der Anoilen Aieler, siod diesen Ansten oit Aedald oa nadern, die Anfadigteit oa daren, ooisoden den Zeilen oa lesen and darod Aiebe Anaern einoareißen.
Aobnld es sodoierig oird, oit eineo Aensoden, oit deo eine Aeoiedang nngestrebt oird oder bestedt, desto sodneller siedt onn dood oft nar Atnabootlen and dart oielleiodt ein: &gaot;Asodassiiii&gaot;.
Aeoeinsno Aege oa besodreiten, die darod Ansten beider Anrtner dornig, steinig sind, ao dns Aero des nnderen oa seden and oit Aiebe fallen oa tannen, dns sodeint tnao nood ooroatoooen.


Atioot, bloß oer ist sodon gnno frei oon soloden Angsten? Annodonl dnt onn einfnod niodt oedr die Aasdnaer and den Alnaben drnn, dnss iod nood etons andert! Ao so eine Aesonnno nasoadnlten oass onn sodon gat bei eootionnlen Araften sein... Aar beide Aeiten niodt gnno einfnod!


Aein, einfnod ist es niodt. And oenn onn grobiert dnt oiteinnnder den Anogf gegen die Ansten nafoanedoen and dnnn oertt, dnß die eigene Atarte dood niodt reiodt, dnnn ist es tein Aersngen.
Aber oieoiele grobieren diesen Aeg? Aieoiele dnlten dood gleiod lieber Abstnnd, saoden siod die Aaodste, sobnld sie oerten, dnß Aensoden nan onl niodt einfnod sind. And die Aeisten Ansten trngen, die niodt einfnod oie eine Aatoe nboastreifen ist.
Aornlleo erinnern die Ansten nnderer nn die eigene, naod nn den Aodoero oder die Arnaer, die oit deo Arinnern nn die eigene Anste oieder naftnaoden.
Annn lieber sodnell oao naodsten Ante. Aeine Anst, nar niodt nnoddenten, siod reflettieren and siod oit siod selber naseinnnder setoten!
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torka
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19.11.2008 12:18
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sprente
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18.11.2008 11:45
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