|
|
Forum » Transgender/Intersexuell » ThreadVorname = Geschlechtszugehörigkeit?! HÄ?
06.12.2006 13:29
HiddenNickname
0 Ich habe jetzt nicht die ganzen Postings gelesen, weil es einfach viel zu viele sind, aber ich sehe wirklich schwerste Denkfehler beim Team. Das Lesarion-Team macht ausreichendes Frau-Sein am Personalausweis fest! Die VÄ nach dem TSG kann ohne jeden körperlichen Eingriff erfolgen, medizinisches und rechtliches ist hier vollkommen voneinander unabhängig. Welchen Namen jemand trägt, sagt also nichts darüber aus, ob derjenige einen weiblichen (womöglich komplett unveränderten) oder transitionierten Körper hat. Ich selbst trage amtlich sowohl männliche als auch weibliche Vornamen. Auch das sagt gar nichts über meinen Körper oder meine Identität aus. Der Geltungsbereich des TSG bezieht sich nicht auf AusländerInnen. D.h., ein komplett transitionierter TM mit allen möglichen OP, der nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, *kann* seinen Vornamen nicht ändern lassen. Besonders absurd finde ich, dass viele TG mit der Kleinen Lösung leben, also gerade nicht in die medizinische TS-Kategorie fallen, die also dauerhaft dazwischen leben und hier dafür auch noch bestraft werden. Wenn es darum geht, Leute, die rechtlich als "Männer" gelten, auszuschließen, müsste man das ganze nicht an einer VÄ, sondern einer PÄ festmachen. Soll jetzt hier jede/r ein Gutachten über den Personenstand vorlegen? Im übrigen sagt auch das nichts darüber aus, als was man sich sieht. Was ist mit komplett operierten TF, die keine VÄ hatten? Sind das für Euch auch keine Frauen? Die Vermischung von Identität und rechtlicher Identifizierung erhebt den Geltungsanspruch von staatlichen Benennungspraxen zum Non plus Ultra und verleiht ihnen einen unhinterfragten Wahrhheitsstatus. Allein das zeigt schon, wie dümmlich hier zu Werke gegangen wurde. Kein Wunder, wenn Leute sagen, lesarion sei eine Mischung aus Puff und Kindergarten. Jedes Team bekommt das Forum, das es verdient ;-) Dass dann noch vom Team behauptet wird, man mache es sich nicht leicht, zeigt nur, dass für manche schon die einfachsten Gedankengänge einer Kraftanstrengung bedürfen. Als Merkmal einer kritischen Betrachtung von institutionalisierten medizinischen, juristischen und sozialen Praxen, Geschlechtervielfalt zu kategorisieren, kann das wohl kaum gelten. Ein Furz ist ja auch nicht allein schon deshalb wertvoll, weil man ihn unter langwierigen Bauchschmerzen hervorgebracht hat ;-)
0
![]()
06.12.2006 23:02
06.12.2006 23:00
06.12.2006 22:56
06.12.2006 13:53
0
![]() |
|