Walt Whitman
...Dies ist der Druck einer schüchternen Hand, dies ist das Wehen und Duften von Haar,
dies der Hauch meiner Lippen auf Deinen, dies das Flüstern der Sehnsucht,
dies die ferne Tiefe und Höhe, die spiegelt mein eigenes Antlitz,
dies das gedankenvolle Versinken in mich und das Wiederhervorgehn.
Denkst Du, ich hätte eine heimliche Absicht?
Wohl, ich habe eine, denn die Regenschauer des vierten Monats haben eine und der Glimmer an einer Felswand hat eine.
Meinst Du, ich wolle verblüffen?
Verblüfft das Tageslicht oder das frühe Rotschwänzchen, das durch die Wälder zwitschert?
Errege ich mehr Erstaunen als sie?
In dieser Stunde sag ich vertrauliche Dinge,
nicht jedem mag ich sie sagen, aber ich sage sie Dir...
...Horch nahe und still, was ich jetzt flüstre zu Dir, ich liebe Dich, o Du besitzest mich ganz, o dass Du und ich entflöhen den andern und gingen weit davon, frei und gesetzlos, zwei Falken der Luft, zwei Fische schwimmend im Meer gesetzloser nicht als wir.
O ich setze willig alles aufs Spiel für Dich, o laß mich verloren sein, wenn es sein muß! O Du und ich! Was bedeutet es uns, was die andern tun oder denken? Was ist alles andre für uns? Einzig dass wir uns freun aneinander und einander bis zur Vernichtung aufbrauchen, wenn es so sein muß...
(aus Grashalme von Walt Whitman)
dies der Hauch meiner Lippen auf Deinen, dies das Flüstern der Sehnsucht,
dies die ferne Tiefe und Höhe, die spiegelt mein eigenes Antlitz,
dies das gedankenvolle Versinken in mich und das Wiederhervorgehn.
Denkst Du, ich hätte eine heimliche Absicht?
Wohl, ich habe eine, denn die Regenschauer des vierten Monats haben eine und der Glimmer an einer Felswand hat eine.
Meinst Du, ich wolle verblüffen?
Verblüfft das Tageslicht oder das frühe Rotschwänzchen, das durch die Wälder zwitschert?
Errege ich mehr Erstaunen als sie?
In dieser Stunde sag ich vertrauliche Dinge,
nicht jedem mag ich sie sagen, aber ich sage sie Dir...
...Horch nahe und still, was ich jetzt flüstre zu Dir, ich liebe Dich, o Du besitzest mich ganz, o dass Du und ich entflöhen den andern und gingen weit davon, frei und gesetzlos, zwei Falken der Luft, zwei Fische schwimmend im Meer gesetzloser nicht als wir.
O ich setze willig alles aufs Spiel für Dich, o laß mich verloren sein, wenn es sein muß! O Du und ich! Was bedeutet es uns, was die andern tun oder denken? Was ist alles andre für uns? Einzig dass wir uns freun aneinander und einander bis zur Vernichtung aufbrauchen, wenn es so sein muß...
(aus Grashalme von Walt Whitman)