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Weinlaub

Wienerin
HiddenNickname
offline
14.04.2004 07:44
0
Manchmal
sehen blinde mehr
manchmal
hören taube mehr
weil sie mit dem Herzen -
sehen die Schönheit,
hören die Vielfalt.

Unsere Sinne vom Alltag und der Hektik des Lebens getrübt,
nehmen wir wahr was uns aufgetischt wird.
Auslagen, Leuchtreklame.
Billige Medien
im Vergleich zur wirklichen Schönheit, zur wirklichen Vielfalt.

Türmen sich Wolken
Tosen die Winde
verwehen die Seen
peitschen die Wellen
wehen die Sinne
tränen die Augen.


Mildes Weinlaub
im Rebengarten der Natur.
Die wärmsten goldensten Sonnenstrahlen,
vermögen wiederzugeben,
zu durchfluten Herz und Hirn mit neuer Schönheit, neuer Vielfalt.
Nach jedem Gewitter auf’s Neu.

Tannen biegen,
Äste brechen unter Lasten
des Windes und des Sturms.
Tosende Geräusche obgleich einer Explosion
und einem baldig da scheinenden Nichts.
Doch bis jetzt und immer wieder –
die Winde legen sich, Tropfen sickern.


Ruhe nach dem Sturm.
Es ist kein Spiel.
Es rückt in das Bewusstsein.

(c) ich