Wenn Tiere gehen müssen
"Ball und... komm!"
Wie oft habe ich dir das zugerufen? 1000 mal? Öfter! Viel öfter. So viel mehr öfter, wie man das in über 12 Jahren rufen kann. Natürlich nur dann, wenn man einen feinen Hund besitzt, dessen Herz beim Anblick gelber Tennisbälle erwartungsvoll lächelnd höher schlägt!
"Ball und... komm!" Dieser Ruf hat immer gewirkt. Auch ohne Ball und auch dann, wenn du mindestens Einhundertzwölfminuten an ein und der selben langweiligen Stelle rumschnüffeln wolltest und meine Geduld auf's Äusserste strapaziertest. "Ball und... komm!" Und du kamst. Immer. Zuverlässig.
War eine gute Sache. Wenn du in Gefahr warst, die Autos zu nah oder andere Hunde, die dir nichts Gutes wollten. Ich hab's gerufen und du kamst. Und jetzt?
Für Basti, meinen kleinen Stiefsohn, der Kyra auf ganz besondere Weise liebt und das hier nie lesen wird.
Aus meinem Brief an seine Mutter...
Manchmal weiss ich nicht was schlimmer ist, das Plötzliche oder das Vorhersehbare?
Noch ein paar Tage, dann hast du es geschafft.
Kyra, mein Rottweiler, 12 Jahre 6 Monate, schwere Arthrose, bösartiger Tumor im Schultergelenk. Mein schäfchenlieber, herzensguter, geduldigtreuer Klugkopf, mit dem hübschen Bärenkopf, den schönen Pfötchen und der grossen schwarzen Nase.....
...es sieht wohl doch nicht gut aus, für mein liebes Minchen. Habe ein neues schmerzstillendes Medikament bekommen. Das Schultergelenk ist deshalb so angschwollen, weil Kyra nun doch einen Tumor im Gelenk sitzen hat. Sehr schmerzhaft,für sie, mittlerweile. Es ist letztlich nur noch eine Frage des -Wann-
Dr. Neuhoff kommt zu uns nach Hause. Ich muss nun die Entscheidung treffen -Wann-
Ich will alles richtig machen. Nicht zu früh, nicht zu spät... Ich werde es richtig machen. Das bin ich dir schuldig. Ich werde ruhig und gelassen, ja sogar ein bisschen heiter sein, damit du keine Angst haben musst. Meine Tränen weine ich, wenn du sie nicht mehr siehst. Deine Angst ist meine grösste Sorge, mehr noch als dein Schmerz. Tiere sind tapfer, sagt man. Ja, Tiere sind tapfer, ich weiss es!
Werde Jen bitten dabei zu sein. Werde es ja doch nicht gut schaffen, meinen Hund anschliessend alleine in den Garten zu tragen. Und überhaupt...
Hoffe sehr, Jen wird dann Zeit haben oder sich die Zeit nehmen. Möchte, egal wie tapfer ich sein kann, dabei nicht alleine sein müssen...
Ich weiss, ich werde ihr dann bisschen leise lächelnd was vorsingen, wie ich es immer mal mache. Sie mag das so, lächelt dann, fühlt sich besonders und sehr geliebt. So ist es ja auch gemeint, mein lieber Hundeschatz.
Kyra wurde und wird von so vielen unterschiedlichen Menschen liebgehabt, dass ich allen, die sie so gerne haben, eines ihrer schönsten Fotos schicken werde. Mit einem Dank, für die Aufnahme in ihre Herzen.
Auch mir hat jeder Einzelne eine grosse, stille Freude gemacht, Minchen so annehmend zu begegnen. So ein grosser dunkler Hund, ein Rottweiler. Viele hatten anfangs Bedenken oder gar Angst. Aber sie machten sich die Mühe hinzusehen, wenn ich sie bat, doch zu erkennen, dass Kyra eine Seele von einem Hund ist. Und so hat sie im Laufe ihres langen, wie ich hoffe, erfüllten Lebens, eine Menge Menschen-Freunde gewonnen. Richtige Freunde. Solche, die wir Menschen uns wünschen, wenn wir uns Freunde wünschen.
Ich bin dankbar dafür.
Rosa
P.S. He kleiner Basti, ich geb' Kyra 35 Küsse von dir, auf ihren schönen Kopf, versprochen!
Wie oft habe ich dir das zugerufen? 1000 mal? Öfter! Viel öfter. So viel mehr öfter, wie man das in über 12 Jahren rufen kann. Natürlich nur dann, wenn man einen feinen Hund besitzt, dessen Herz beim Anblick gelber Tennisbälle erwartungsvoll lächelnd höher schlägt!
"Ball und... komm!" Dieser Ruf hat immer gewirkt. Auch ohne Ball und auch dann, wenn du mindestens Einhundertzwölfminuten an ein und der selben langweiligen Stelle rumschnüffeln wolltest und meine Geduld auf's Äusserste strapaziertest. "Ball und... komm!" Und du kamst. Immer. Zuverlässig.
War eine gute Sache. Wenn du in Gefahr warst, die Autos zu nah oder andere Hunde, die dir nichts Gutes wollten. Ich hab's gerufen und du kamst. Und jetzt?
Für Basti, meinen kleinen Stiefsohn, der Kyra auf ganz besondere Weise liebt und das hier nie lesen wird.
Aus meinem Brief an seine Mutter...
Manchmal weiss ich nicht was schlimmer ist, das Plötzliche oder das Vorhersehbare?
Noch ein paar Tage, dann hast du es geschafft.
Kyra, mein Rottweiler, 12 Jahre 6 Monate, schwere Arthrose, bösartiger Tumor im Schultergelenk. Mein schäfchenlieber, herzensguter, geduldigtreuer Klugkopf, mit dem hübschen Bärenkopf, den schönen Pfötchen und der grossen schwarzen Nase.....
...es sieht wohl doch nicht gut aus, für mein liebes Minchen. Habe ein neues schmerzstillendes Medikament bekommen. Das Schultergelenk ist deshalb so angschwollen, weil Kyra nun doch einen Tumor im Gelenk sitzen hat. Sehr schmerzhaft,für sie, mittlerweile. Es ist letztlich nur noch eine Frage des -Wann-
Dr. Neuhoff kommt zu uns nach Hause. Ich muss nun die Entscheidung treffen -Wann-
Ich will alles richtig machen. Nicht zu früh, nicht zu spät... Ich werde es richtig machen. Das bin ich dir schuldig. Ich werde ruhig und gelassen, ja sogar ein bisschen heiter sein, damit du keine Angst haben musst. Meine Tränen weine ich, wenn du sie nicht mehr siehst. Deine Angst ist meine grösste Sorge, mehr noch als dein Schmerz. Tiere sind tapfer, sagt man. Ja, Tiere sind tapfer, ich weiss es!
Werde Jen bitten dabei zu sein. Werde es ja doch nicht gut schaffen, meinen Hund anschliessend alleine in den Garten zu tragen. Und überhaupt...
Hoffe sehr, Jen wird dann Zeit haben oder sich die Zeit nehmen. Möchte, egal wie tapfer ich sein kann, dabei nicht alleine sein müssen...
Ich weiss, ich werde ihr dann bisschen leise lächelnd was vorsingen, wie ich es immer mal mache. Sie mag das so, lächelt dann, fühlt sich besonders und sehr geliebt. So ist es ja auch gemeint, mein lieber Hundeschatz.
Kyra wurde und wird von so vielen unterschiedlichen Menschen liebgehabt, dass ich allen, die sie so gerne haben, eines ihrer schönsten Fotos schicken werde. Mit einem Dank, für die Aufnahme in ihre Herzen.
Auch mir hat jeder Einzelne eine grosse, stille Freude gemacht, Minchen so annehmend zu begegnen. So ein grosser dunkler Hund, ein Rottweiler. Viele hatten anfangs Bedenken oder gar Angst. Aber sie machten sich die Mühe hinzusehen, wenn ich sie bat, doch zu erkennen, dass Kyra eine Seele von einem Hund ist. Und so hat sie im Laufe ihres langen, wie ich hoffe, erfüllten Lebens, eine Menge Menschen-Freunde gewonnen. Richtige Freunde. Solche, die wir Menschen uns wünschen, wenn wir uns Freunde wünschen.
Ich bin dankbar dafür.
Rosa
P.S. He kleiner Basti, ich geb' Kyra 35 Küsse von dir, auf ihren schönen Kopf, versprochen!