Wenn die Gewalt gewinnt...
.... Aus dem Lautsprecherwagen dröhnte es: "Wir stehen jetzt hier vor dem Jüdischen Museum. Da sind die Zionisten." Die Menge reagierte prompt und skandierte laut: "Kindermörder Israel." Die Polizei, so berichten Augenzeugen, habe nicht eingegriffen. ....
So auch in Hannover, wo am Sonntag in der Innenstadt ebenfalls eine Kundgebung unter dem Motto "Free Palestine" stattfand. Einige Demonstranten schwenkten Fahnen der Hamas und Schilder mit durchgestrichenen Davidsternen. Auf Transparenten wurde die Schoah relativiert. Der Vorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover meldete daher spontan eine Gegenkundgebung an.
An dieser Kundgebung nahm auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven Kindler teil. Die Demonstranten waren an einer Israel-Fahne zu erkennen. "Es hat nur wenige Minuten gedauert, bis wir angegriffen wurden", berichtet Kindler. Mehrere Männer hätten erst versucht, die Fahne runterzureißen; kurz darauf habe ein junger Mann mit Anlauf einem der Teilnehmer einen heftigen Tritt in den Rücken versetzt und diesen verletzt.
Kindler und seine Mitdemonstranten zogen sich zurück, "weil ganz klar geworden war, dass die Polizei uns nicht schützen konnte".
.... "Die Polizei konnte unsere Kundgebung leider nicht schützen." Die Polizei dürfe angesichts von Antisemitismus und Gewalt nicht länger versagen. Sie müsse den dramatischen Ernst der Lage endlich anerkennen.
...Ähnliche Kritik kommt auch aus anderen Städten. In Frankfurt am Main stellte die Polizei propalästinensischen Demonstranten ihre Lautsprechanlage zur Verfügung, offenbar um zu deeskalieren. Diese nutzten die Technik, um unter anderem "Kindermörder Israel" zu skandieren.
... Teilnehmer einer Demonstration in Essen am Freitag, die als Gegenveranstaltung zu einer Pro-Palästina-Demonstration angemeldet war, berichteten von bürgerkriegsähnlichen Szenen. So seien sie nach Ende der Hauptdemonstration von gewaltbereiten Aktivisten eingekesselt, beschimpft und mit Flaschen und Sprengkörpern beworfen worden. Die Polizei sei trotz mehrfacher Vorwarnungen zunächst nur mit einem Dutzend Beamten vor Ort gewesen. Der Einsatzleiter habe den Teilnehmern der Gegendemo geraten, ihre Veranstaltung umgehend aufzulösen, was diese aus Angst vor Übergriffen auf Einzelpersonen aber nicht taten.
"Ich habe bei keiner politischen Veranstaltung so viel Angst gehabt wie auf dieser", sagte Jan Dieren, Vorsitzender der Jusos im Kreis Wesel und einer der Organisatoren der Gegendemonstrationen, der "Welt". Als die Situation zu eskalieren drohte, forderte die Polizei schließlich Linienbusse an und ließ die Gegendemonstranten nach Mülheim bringen.
http://www.welt.de/politi [...] ass.html
Was auch immer eine über den Konflikt um Israel denkt, es kann nicht angehen, dass Demonstranten weichen müssen, weil die Polizei die Gewalt nicht mehr zu beherrschen meint...; Das hat dann nichts mehr mit Meinungsfreiheit, sondern mit dem "Recht des Stärkeren" zu tun.
So auch in Hannover, wo am Sonntag in der Innenstadt ebenfalls eine Kundgebung unter dem Motto "Free Palestine" stattfand. Einige Demonstranten schwenkten Fahnen der Hamas und Schilder mit durchgestrichenen Davidsternen. Auf Transparenten wurde die Schoah relativiert. Der Vorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover meldete daher spontan eine Gegenkundgebung an.
An dieser Kundgebung nahm auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven Kindler teil. Die Demonstranten waren an einer Israel-Fahne zu erkennen. "Es hat nur wenige Minuten gedauert, bis wir angegriffen wurden", berichtet Kindler. Mehrere Männer hätten erst versucht, die Fahne runterzureißen; kurz darauf habe ein junger Mann mit Anlauf einem der Teilnehmer einen heftigen Tritt in den Rücken versetzt und diesen verletzt.
Kindler und seine Mitdemonstranten zogen sich zurück, "weil ganz klar geworden war, dass die Polizei uns nicht schützen konnte".
.... "Die Polizei konnte unsere Kundgebung leider nicht schützen." Die Polizei dürfe angesichts von Antisemitismus und Gewalt nicht länger versagen. Sie müsse den dramatischen Ernst der Lage endlich anerkennen.
...Ähnliche Kritik kommt auch aus anderen Städten. In Frankfurt am Main stellte die Polizei propalästinensischen Demonstranten ihre Lautsprechanlage zur Verfügung, offenbar um zu deeskalieren. Diese nutzten die Technik, um unter anderem "Kindermörder Israel" zu skandieren.
... Teilnehmer einer Demonstration in Essen am Freitag, die als Gegenveranstaltung zu einer Pro-Palästina-Demonstration angemeldet war, berichteten von bürgerkriegsähnlichen Szenen. So seien sie nach Ende der Hauptdemonstration von gewaltbereiten Aktivisten eingekesselt, beschimpft und mit Flaschen und Sprengkörpern beworfen worden. Die Polizei sei trotz mehrfacher Vorwarnungen zunächst nur mit einem Dutzend Beamten vor Ort gewesen. Der Einsatzleiter habe den Teilnehmern der Gegendemo geraten, ihre Veranstaltung umgehend aufzulösen, was diese aus Angst vor Übergriffen auf Einzelpersonen aber nicht taten.
"Ich habe bei keiner politischen Veranstaltung so viel Angst gehabt wie auf dieser", sagte Jan Dieren, Vorsitzender der Jusos im Kreis Wesel und einer der Organisatoren der Gegendemonstrationen, der "Welt". Als die Situation zu eskalieren drohte, forderte die Polizei schließlich Linienbusse an und ließ die Gegendemonstranten nach Mülheim bringen.
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Was auch immer eine über den Konflikt um Israel denkt, es kann nicht angehen, dass Demonstranten weichen müssen, weil die Polizei die Gewalt nicht mehr zu beherrschen meint...; Das hat dann nichts mehr mit Meinungsfreiheit, sondern mit dem "Recht des Stärkeren" zu tun.
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