Wintertraum
"obwohl ich hoffe, dass es bloß am winter liegt, dass ich so friere in letzter zeit und meine finger klamm und steif sind, mich nichts mehr aufbauen kann und nichts mehr freut und mir vor kälte das reden schwer fällt und ich merke, gefühle frieren ganz langsam ein in mir, hab ich doch angst, dass, auch wenn es wieder frühling wird, es doch nur winter in mir bleibt.
ich finde keine worte mehr für wärme, eisblumen blühen, die nicht mehr tauen, schneeflocken klirren durch meine adern wie in einem wintertraum.
ich geh' zum ofen hin und hoffe, dass er die angst in mir vertreibt. die angst, auch wenn es wieder frühling wird, es doch nur winter in mir bleibt.
ich hab das gefühl, dass ein kalter wind alle meine wünsche aufs meer raustreibt und zurückkommt mit einem winter, der auch nach dem frühling in mir bleibt.
eis schreit vor schmerzen, eine welt, die taut. die ersten blumen blühen, weich und warm, strecken sich aus und blinzeln in den himmel und sonnen sich zärtlich in ihren armen.
verlorene seelen schleichen über wiesen und lassen sich treiben in einem warmen frühlingswind.
und ich steh da, eingehüllt in einen mantel und einem winter in mir, der kein ende mehr nimmt..."
copyright H.Söllner
ich finde keine worte mehr für wärme, eisblumen blühen, die nicht mehr tauen, schneeflocken klirren durch meine adern wie in einem wintertraum.
ich geh' zum ofen hin und hoffe, dass er die angst in mir vertreibt. die angst, auch wenn es wieder frühling wird, es doch nur winter in mir bleibt.
ich hab das gefühl, dass ein kalter wind alle meine wünsche aufs meer raustreibt und zurückkommt mit einem winter, der auch nach dem frühling in mir bleibt.
eis schreit vor schmerzen, eine welt, die taut. die ersten blumen blühen, weich und warm, strecken sich aus und blinzeln in den himmel und sonnen sich zärtlich in ihren armen.
verlorene seelen schleichen über wiesen und lassen sich treiben in einem warmen frühlingswind.
und ich steh da, eingehüllt in einen mantel und einem winter in mir, der kein ende mehr nimmt..."
copyright H.Söllner