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Forum » News, Politik & Wissenschaft » Threadbuko- pfingsten
02.04.2008 14:00
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0 fährt jemand hin? wir könnten eine VA machen lesbenforen als ort politischer auseinandersetzung Kommuniqué aus dem Vorbereitungsprozess für den 31. Bundeskongress Internationalismus, BUKO 31 9.-12. Mai 2008 (Pfingstwochenende) im Ruhrgebiet/Bergischen Land http://www.buko.info/ Zwischen Entdemokratisierung, sozialer Frage und Revolution Was ist der BUKO? Der seit 1977 stattfindende Kongress der Bundeskoordination Internationalismus, kurz BUKO, ist für die Linke in der Bundesrepublik zu einer Institution geworden. Gedankenaustausch, Vernetzung und Verständigung über internationalistische, linke Politik und Aktion stehen hier im Vordergrund. Auf der BUKO-Homepage kannst Du mehr erfahren: www.buko.info Wohin wir wollen Wir organisieren einen Kongress zu Themen und Praxen der internationalen radikalen Linken. Wichtig ist uns dabei stets, eine internationalistische Perspektive einzunehmen. Mit dem Kongress wollen wir praxisorientierte Diskussionen fortführen oder in Gang bringen, die der linken Bewegung zu mehr Handlungsspielraum verhelfen. Mittels der kritischen Analyse von Erfahrungen und Kämpfen wollen wir einen Schritt hin zur konkreten Veränderung der Gesellschaft machen. Emanzipatorische Gesellschaftsveränderung fängt immer bei uns selbst an, deswegen wird der Kongress partizipativ angelegt sein. Wir wollen keinen Kongress von oben herab organisieren, sondern gemeinsame Formen des Austauschs und der Wissensvermittlung finden. So gilt es Diskussionshemmnissen und Ausschließungsmechanismen entgegenzuwirken. Gleiches gilt für den Vorbereitungsprozess: Transparenz und Zugang zu Informationen sollen für alle schon im Vorfeld des Kongresses ermöglicht werden. Wir versuchen dies durch regelmäßige Nachrichten aus dem Vorbereitungsprozess zu erreichen, die auf einem Weblog (http://buko31.blogsport.de) veröffentlicht werden und dort kommentiert werden können. Themen Bisher drehen sich unsere Überlegungen um die Begriffe Demokratie, Migration, Klima, Krieg, soziale Frage, 1968, Prekarisierung, Frauenbewegung. Intensiver diskutierten wir bisher die möglichen Oberthemen "Demokratie" und "1968". Demokratie? Der Begriff der Demokratie ist für eine linke emanzipatorische Diskussion - zumal wenn sie perspektivisch auf gesellschaftliche Veränderung ausgerichtet ist - nicht unproblematisch. Demokratie ist stark mit dem Prinzip der Repräsentation verknüpft, was nicht ohne Weiteres mit einer auf Vielfalt und Selbstorganisation ausgerichteten Bewegung vereinbar zu sein scheint. Taugt der Begriff also für eine linke Aneignung und Erweiterung oder sollte er ganz fallen gelassen werden? In unserer Diskussion haben sich hier viele spannende Ansatzpunkte und Perspektiven ergeben, z.B. hinsichtlich einer Erweiterung des Begriffs auf die radikale Demokratisierung sämtlicher Lebensbereiche. Das bürgerlich-liberale Verständnis von Demokratie beschränkt sich auf Fragen der politischen Repräsentation und Legitimation von Herrschaft. Es spaltet das Öffentliche vom Privaten, das Politische vom Sozialen. Wir haben unsere Diskussion unter anderem darauf zugespitzt, was die Beschneidung von Grund- und Freiheitsrechten mit dem massiven Abbau sozialer Rechte zu tun hat. Und überhaupt: Wer darf mitmachen und wer nicht? Weltweit legitimiert der rhetorische Verweis auf angebliche Demokratie repressive Herrschaftsstrukturen. Ebenso weltweit formieren sich Gegenbewegungen, die Selbstbestimmung einfordern und umsetzen. Es gibt zahlreiche Praktiken der Aneignung, der Selbstorganisierung, der Selbstermächtigung, welche einhergehen mit Widerstand gegen Ausbeutung, Repression, Überwachung und Kontrolle. Diese Kämpfe können auf dem Kongress diskutiert werden. 1968? Nächstes Jahr wird es aus allen Richtungen heißen: "40 Jahre '68er-Revolte". Und weil ein Rückblick auf vielleicht vergessene internationale Kämpfe lohnt, ist '68 auch ein potentielles Thema für den BUKO 31: Als Aufbruch internationalistischer sozialer Bewegungen gegen Krieg und Unterdrückung. Uns geht es dabei nicht um ein kritikloses Abfeiern vermeintlicher revolutionärer Ikonen, sondern um das Lernen aus den Erfolgen und Fehlern dieser Kämpfe.
editiert am 06.04.2008 12:40
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