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bundeswehr auslandseinsätze


27.03.2008 20:57
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Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., Hechingerstr. 203, 72072 Tübingen
IMI-Analyse 2006/01 - http://www.imi-online.de/ [...] ?id=1292
CIMIC - Zivil-militärische Zusammenarbeit als
Legitimations- und Effektivierungsinstrument
deutscher Kriegspolitik

Von der Bundeswehr nur als einem "Handlanger" der so genannten "neuen Kriege" zu
sprechen wäre eine Untertreibung. Im Gegenteil ist es notwendig, die Bundeswehr als einen
zentralen Akteur im Kontext der neuen Kriege wahrzunehmen. Dies soll im Folgenden
schwerpunktmäßig anhand der zivil-militärischen Zusammenarbeit der Bundeswehr in
Krisen- und Konfliktgebieten erläutert werden. Dazu ist es hilfreich, zuvor den Charakter der
bisherigen Auslandseinsätze der Bundeswehr in Erinnerung zu rufen.
Die bisherigen Auslandseinsätze der Bundeswehr
Vom ersten Einsatz im Jahr 1960 an bis 1991 kann von wirklichen Hilfseinsätzen zur
Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort gesprochen werden. Es
handelt sich um tatsächliche humanitäre Missionen wie Lebensmittel- und
Medikamententransport, Waldbrandbekämpfung, Erdbeben- und Hochwasserhilfe usw. Mit
dem Kambodscha-Einsatz 1992, dessen ursprünglicher Zweck die medizinische Versorgung
- ausschließlich - der UN-Truppen war, und der kurz darauf stattfindenden Somalia-Mission
zur Versorgung der dort niemals auftauchenden indischen Truppen, begann eine Zeitspanne
in der Hilfseinsätze nicht mehr zur Unterstützung von bedürftigen Menschen vorgenommen
wurden, sondern mit dem Ziel, durch Militäreinsätze, die irgendwie mit helfen etwas zu tun
hatten, Akzeptanz zu erreichen für immer kampforientiertere Militäreinsätze.
Stück für Stück stellte die Bundesregierung und die Bundeswehrführung so den Charakter
der Auslandseinsätze der Bundeswehr von Hilfseinsätzen über Unterstützungseinsätze von
zuerst UN-, dann NATO- und zuletzt EU-Truppen bis hin zu Kampf- bzw. Kriegseinsätzen in
beliebigen ad-hoc Koalitionen um. Deshalb ist der so genannte Evakuierungseinsatz im März
1997 in der albanischen Hauptstadt Tirana erwähnenswert, da dort zum ersten Mal seit 1945
von Angehörigen einer deutschen Armee auf Zivilisten geschossen wurde. Dieser Einsatz
wurde im übrigen entgegen sich haltender Gerüchte nicht durch das Kommando
Spezialkräfte (KSK) durchgeführt. Schlussendlich endete diese Transformation der
Militäreinsätze am 24.März 1999 mit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der
NATO und damit der Bundeswehr auf die Bundesrepublik Jugoslawien. Dieser Krieg wird
heute noch oft fälschlicherweise als "Kosovo"-Krieg bezeichnet.
Heute konzentrieren sich die Auslandseinsätze der Bundeswehr neben den Einsätzen auf
dem Balkan auf den aktuell erneut ausgeweiteten ISAF-Einsatz in Afghanistan und die so
genannte Operation "Enduring Freedom" (OEF), den immer noch andauernden "Krieg gegen
den Terror". Bei OEF wurde als Einsatzgebiet Nord-, Nordost- und Zentralafrika, der Nahe-
und Mittlere Osten sowie Zentralasien mit den angrenzenden Seegebieten, das Mittelmeer,
das Rote Meer, der Persische Golf und der Indische Ozean deklariert, also ein Drittel des
Globus. Die in diesem Gebiet lebenden Menschen können stets Ziel deutscher




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01.04.2008 00:09
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28.03.2008 10:51

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