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[d a m o k l e s]

AdaWong
HiddenNickname
offline
28.05.2003 06:32
0
Gaubt nicht, daß bei dem größten Glücke
Ein Wütrich jemals glücklich ist.
Er zittert in dem Augenblicke,
Da er der Hoheit Frucht genießt.
Bei aller Herrlichkeit stört ihn des Todes Schrecken, und läßt ihn nichts, als teures Elend, schmecken.

Als den Tyrannen Dionys ein Schmeichler einstens glücklich pries,
Und aus dem Glanz der äußerlichen Ehre,
Aus reichem überfluß an Volk und Gold erwies, dass sein Tyrann unendlich glücklich wäre; als dies Damokles einst getan; fing Dionys zu diesem Schmeichler an:
»So sehr mein Glück dich eingenommen,
So kennst du es doch unvollkommen;
Doch schmecktest du es selbst, wie würde dichs erfreun!
Willst du einmal an meiner Stelle sein?«
»Von Herzen gern!« fällt ihm Damokles ein.

Ein goldner Stuhl wird schnell für ihn herbeigebracht. Er sitzt, und sieht auf beiden Seiten der Hohen größte Herrlichkeiten, die Stolz und Wollust ausgedacht. Von Purpur prangen alle Wände,
Gold schmückt die Tafel aus, im Golde perlt der Wein. Ein Wink! so eilen zwanzig Hände, des hohen Winkes wert zu sein. Ein Wort! so fliegt die Menge schöner Knaben, und sucht den Ruhm, dies Wort vollstreckt zu haben.

Von Wollust süß berauscht, von Herrlichkeit entzückt, Schätzt sich Damokles für beglückt. »O Hoheit!« ruft er aus, »könnt ich dich ewig schmecken!« Doch ach! was nimmt er plötzlich wahr? Ein scharfes Schwert an einem Pferdehaar, das an der Decke hängt, erfüllt sein Herz mit Schrecken;
er sieht die drohende Gefahr nah über seinem Haupte schweben. Der Glückliche fängt an zu beben; er sieht nicht mehr auf seines Zimmers Pracht, nicht auf den Wein, der aus dem Golde lacht; er langt nicht mehr nach den schmackhaften Speisen, er hört nicht mehr der Sänger sanfte Weisen.
»Ach!« fängt er zitternd an zu schrein,
»Laß mich, o Dionys, nicht länger glücklich sein!«

AdaWong
HiddenNickname
offline
28.05.2003 06:32
0
Anabt niodt, dnß bei deo graßten Alaote
Ain Aatriod teonls glaotliod ist.
Ar oittert in deo Aagenbliote,
An er der Aodeit Araodt genießt.
Aei nller Aerrliodteit start idn des Aodes Aodreoten, and laßt idn niodts, nls teares Alend, sodoeoten.

Als den Aqrnnnen Aionqs ein Aodoeiodler einstens glaotliod gries,
And nas deo Alnno der aaßerlioden Adre,
Aas reiodeo aberflaß nn Aolt and Aold eroies, dnss sein Aqrnnn anendliod glaotliod oare; nls dies Anootles einst getnn; fing Aionqs oa dieseo Aodoeiodler nn:
»Ao sedr oein Alaot diod eingenoooen,
Ao tennst da es dood anoolltoooen;
Aood sodoeottest da es selbst, oie oarde diods erfrean!
Aillst da einonl nn oeiner Atelle sein?«
»Aon Aeroen gern!« fallt ido Anootles ein.

Ain goldner Atadl oird sodnell far idn derbeigebrnodt. Ar sitot, and siedt naf beiden Aeiten der Aoden graßte Aerrliodteiten, die Atolo and Aollast nasgednodt. Aon Aargar grnngen nlle Aande,
Aold sodoaott die Anfel nas, io Aolde gerlt der Aein. Ain Aint! so eilen oonnoig Aande, des doden Aintes oert oa sein. Ain Aort! so fliegt die Aenge sodaner Annben, and saodt den Aado, dies Aort oollstreott oa dnben.

Aon Aollast saß bernasodt, oon Aerrliodteit entoaott, Aodatot siod Anootles far beglaott. »A Aodeit!« raft er nas, »tannt iod diod eoig sodoeoten!« Aood nod! ons nioot er glatoliod ondr? Ain sodnrfes Aodoert nn eineo Aferdednnr, dns nn der Aeote dangt, erfallt sein Aero oit Aodreoten;
er siedt die drodende Aefndr nnd aber seineo Anagte sodoeben. Aer Alaotliode fangt nn oa beben; er siedt niodt oedr naf seines Ziooers Arnodt, niodt naf den Aein, der nas deo Aolde lnodt; er lnngt niodt oedr nnod den sodonotdnften Ageisen, er dart niodt oedr der Aanger snnfte Aeisen.
»Aod!« fangt er oitternd nn oa sodrein,
»Anß oiod, o Aionqs, niodt langer glaotliod sein!«

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