der Schein der Sicherheit
folgendes Gedicht habe ich kurz nach einem Amoklauf geschrieben, von dem Zeitungen berichtet:
Auf der Welt gibt es Mörder und Verbrecher
-„ja ich weiß“
In einem Land gibt es Mörder und Verbrecher
-„ja, aber nicht hier“
In einer Stadt gibt es Mörder und Verbrecher
-„aber zum Glück nicht hier“
in einer Straße wohnen Mörder und Verbrecher
-„aber nicht bei mir“
„irgendwer hat einen Mörder oder verbrecher als Nachbarn
-„na zum Glück nicht ich“
Auf der welt gibt es Mörder und Verbrecher
-„das hast du schon mal gesagt“
„in deinem Land gibt es Mörder und Verbrecher“
-„das glaub ich aber nicht“
„in deiner Stadt gibt es Mörder und Verbrecher“
„ich glaube du schaust zu viel fern“
„in deiner Straße gibt es vielleicht Mörder und Verbrecher“
-„hast du en Knall?“
„woher willst du wissen, dass nicht dein Nachbar ein Mörder oder Verbrecher ist?“
-„na, ganz einfach: hier ist noch nie etwas passiert“
Und was ist, wenn es plötzlich doch passiert?!
Denn woher willst du wissen, ob es nicht dein Land, deine Stadt, deine straße und dein Nachbar ist, wenn niemand je vorgewarnt worden ist, wenn soetwas passierte?
man könnte für die Mörder und Verbecher auch schwul, lesbisch, bi, geisteskrank, magersüchtig,... einsetzen. Wie oft gehen Menschen davon aus, dass mit ihren Mitmenschen alles okay ist. Wie oft glauben wir, es sind ja nur die anderen. leben wir in gewisser Weise nicht in einer Scheinwelt? Sicher, bei geringen Prozentzahlen ist es unwahrscheinlich, dass es einen Bekannten betrifft, aber ausgeschlossen? wie kann es sein, dass etwas existiert, wenn alle sagen: hier existiert das nicht? verschließen wir in gewisser Weise nicht unsere Augen, sind wir in gewisser Weise nicht blind?
Auf der Welt gibt es Mörder und Verbrecher
-„ja ich weiß“
In einem Land gibt es Mörder und Verbrecher
-„ja, aber nicht hier“
In einer Stadt gibt es Mörder und Verbrecher
-„aber zum Glück nicht hier“
in einer Straße wohnen Mörder und Verbrecher
-„aber nicht bei mir“
„irgendwer hat einen Mörder oder verbrecher als Nachbarn
-„na zum Glück nicht ich“
Auf der welt gibt es Mörder und Verbrecher
-„das hast du schon mal gesagt“
„in deinem Land gibt es Mörder und Verbrecher“
-„das glaub ich aber nicht“
„in deiner Stadt gibt es Mörder und Verbrecher“
„ich glaube du schaust zu viel fern“
„in deiner Straße gibt es vielleicht Mörder und Verbrecher“
-„hast du en Knall?“
„woher willst du wissen, dass nicht dein Nachbar ein Mörder oder Verbrecher ist?“
-„na, ganz einfach: hier ist noch nie etwas passiert“
Und was ist, wenn es plötzlich doch passiert?!
Denn woher willst du wissen, ob es nicht dein Land, deine Stadt, deine straße und dein Nachbar ist, wenn niemand je vorgewarnt worden ist, wenn soetwas passierte?
man könnte für die Mörder und Verbecher auch schwul, lesbisch, bi, geisteskrank, magersüchtig,... einsetzen. Wie oft gehen Menschen davon aus, dass mit ihren Mitmenschen alles okay ist. Wie oft glauben wir, es sind ja nur die anderen. leben wir in gewisser Weise nicht in einer Scheinwelt? Sicher, bei geringen Prozentzahlen ist es unwahrscheinlich, dass es einen Bekannten betrifft, aber ausgeschlossen? wie kann es sein, dass etwas existiert, wenn alle sagen: hier existiert das nicht? verschließen wir in gewisser Weise nicht unsere Augen, sind wir in gewisser Weise nicht blind?