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die unstillbare gier

twinkle2
HiddenNickname
offline
17.10.2004 21:49
0
endlich nacht, kein stern zu sehn
der mond versteckt sich, denn ihm graut vor mir
kein licht im weltenmeer
ein falscher hoffnungsstrahl
nur die stimme und in mir
die schattenbilder meiner qual

das korn war golden
und der himmel klar
1617 als es sommer war
wir lagen im flüsternden gras
ihre hand auf meiner haut
voll, zärtlich und warm

sie ahnte nicht, dass ich verloren bin
ich glaubte ja noch selbst daran, dass ich gewinn
doch an diesem tag geschahs zum ersten mal
sie starb in meinem arm

wie immer, wenn ich nach dem leben griff
blieb nichts in meiner hand
ich möchte flamme sein
und asche werden
und hab noch nie gebrannt

ich will hoch und höher steigen
und sinke immer tiefer ins nichts
ich will ein engel
oder ein teufel sein
und bin doch nichts als eine kreatur,
die immer das will, was sie nicht kriegt

gibts nur einen augenblick des glücks für mich
nehm ich ewiges leid in kauf
doch alle hoffnung ist vergebens
denn der hunger hört nie auf

eines tages, wenn die erde stirbt
der letzte mensch mit ihr
dann bleibt nichts zurück
als die rote wüste einer unstillbaren gier

zurück bleibt nur die große leere
eine unstillbare gier

des pastors tochter ließ mich ein bei nacht
1730 nach der maiandacht
mit ihrem herzblut schrieb ich ein gedicht
auf ihre weiße haut
um des kaisers page aus napoleons tross
1813 stand er vor dem schloss
dass seine trauer mir das herz nicht brach
kann ich mir nicht verzeihn

doch immer wenn ich nach dem leben greif
spür ich wie es zerbricht
ich will die welt verstehn
und alles wissen
und kenn mich selber nicht

ich will frei und freier werden
und werde meine ketten nicht los
ich will ein heiliger oder ein verbrecher sein
und bin doch nichts als eine kreatur,
die kriegt und belügt und zerreißen muss
was immer sie liebt

jeder glaubt, dass alles einmal besser wird
drumm nimmt er das leid in kauf
ich will endlich einmal satt sein
doch der hunger hört nie auf

manche glauben an die menschheit
und manche an geld und ruhm
manche glauben an kunst und wissenschaft
an liebe und heldentum
viele glauben an götter verschiedenster art
an wunder und zeichen
an himmel und hölle
an sünde und tugend
und an liebe unbeirrt

doch die wahre macht, die uns regiert
ist die schändliche unendliche verzehrende zerstörende und ewig unstillbare gier

euch sterblichen von morgen
prophezei ich heut und hier
bevor noch das nächste jahrtausend beginnt
ist der einzige gott
dem jeder dient

DIE UNSTILLBARE GIER

TANZ DER VAMPIRE
dieses lied müsst ihr euch anhören
der text sagt viel über die gesellschaft aus
und ist einfach herzergreifend
gänsehaut pur

culpa
HiddenNickname
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24.10.2004 16:50
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screeni87
HiddenNickname
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20.10.2004 11:16
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twinkle2
HiddenNickname
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19.10.2004 21:30
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schwarzeRose3..
HiddenNickname
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17.10.2004 21:57
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