ein selbstgespräch
„Ein Selbstgespräch“
(dunkler Raum, zwei Schatten sitzen am Tisch, schaukelnde Glühbirne erhellt die Szene)
-Wie geht es dir?
-Gut.
-Wirklich? Das ist ja schön.
-(„fast vergessen zu fragen“) Ach ja, und wie geht es dir?
-Auch gut. Danke. (Pause) Bist du sicher, dass alles ok ist? Du siehst so … traurig aus.
-Ja. (schnell)
-Was ja?
-Soll ich ehrlich sein? – Mir geht es beschissen.
-Wieso? Was ist los?
-Ich weiß es nicht.
-Wie, du weißt es nicht?
-Ich weiß es eben nicht. (Pause)
-Es muss doch irgendwas sein?
-Muss es das? Was ist denn schon irgendwas?
-Naja, ist etwas vorgefallen?
-Das Leben vielleicht.
-Bist du dir sicher?
-Aber ja. Das ist es. Das Leben ist vorgefallen.
-Und was willst du jetzt machen?
-Das weiß ich nicht genau. Vielleicht warten.
-Mhm, warten.
-Ja, warten bis es vorbei ist. Einen Vorfall kann man vergessen, wenn er vorbei ist.
-Nun ja, du sprichst über das Leben.
-Ach ja. Stimmt.
-Und sonst? Wie sieht es sonst aus?
-Sonst geht es mir gut. – Weißt du, warum ich mir nicht die Pulsadern aufschlitze?
-Nein, sag es mir!
-Wegen den Vögeln.
-Ja, das ist gut.
-Die Vögel wie sie morgens, wenn es noch dämmrig ist, anfangen zu singen.
-Ja.
-Und wie sie durch den Regen fliegen.
-Der Regen … ach ja.
-Vielleicht kann man doch etwas anderes machen als zu warten!
-Meinst du? (interessiert)
-Ja.
-Was denn?
-Irgendwas, das die Vögel machen. – Wegfliegen!
-Wie willst du das hinkriegen? Das Leben existiert auch im Flug.
-Vielleicht … vielleicht nicht, wenn man schnell genug fliegt.
-Vielleicht…
-Man müsste es versuchen.
-Ja, das müsste man.
-Denkst du, es ginge?
-Ich weiß es nicht. Schwer zu sagen.
-Ich weiß es auch nicht.
-Es wäre schön.
-Ja, das wäre es.
-Also … los!
-Was los?
-Lass uns fliegen!
(Licht aus, schwarz ODER Licht an, grell weiß)
(dunkler Raum, zwei Schatten sitzen am Tisch, schaukelnde Glühbirne erhellt die Szene)
-Wie geht es dir?
-Gut.
-Wirklich? Das ist ja schön.
-(„fast vergessen zu fragen“) Ach ja, und wie geht es dir?
-Auch gut. Danke. (Pause) Bist du sicher, dass alles ok ist? Du siehst so … traurig aus.
-Ja. (schnell)
-Was ja?
-Soll ich ehrlich sein? – Mir geht es beschissen.
-Wieso? Was ist los?
-Ich weiß es nicht.
-Wie, du weißt es nicht?
-Ich weiß es eben nicht. (Pause)
-Es muss doch irgendwas sein?
-Muss es das? Was ist denn schon irgendwas?
-Naja, ist etwas vorgefallen?
-Das Leben vielleicht.
-Bist du dir sicher?
-Aber ja. Das ist es. Das Leben ist vorgefallen.
-Und was willst du jetzt machen?
-Das weiß ich nicht genau. Vielleicht warten.
-Mhm, warten.
-Ja, warten bis es vorbei ist. Einen Vorfall kann man vergessen, wenn er vorbei ist.
-Nun ja, du sprichst über das Leben.
-Ach ja. Stimmt.
-Und sonst? Wie sieht es sonst aus?
-Sonst geht es mir gut. – Weißt du, warum ich mir nicht die Pulsadern aufschlitze?
-Nein, sag es mir!
-Wegen den Vögeln.
-Ja, das ist gut.
-Die Vögel wie sie morgens, wenn es noch dämmrig ist, anfangen zu singen.
-Ja.
-Und wie sie durch den Regen fliegen.
-Der Regen … ach ja.
-Vielleicht kann man doch etwas anderes machen als zu warten!
-Meinst du? (interessiert)
-Ja.
-Was denn?
-Irgendwas, das die Vögel machen. – Wegfliegen!
-Wie willst du das hinkriegen? Das Leben existiert auch im Flug.
-Vielleicht … vielleicht nicht, wenn man schnell genug fliegt.
-Vielleicht…
-Man müsste es versuchen.
-Ja, das müsste man.
-Denkst du, es ginge?
-Ich weiß es nicht. Schwer zu sagen.
-Ich weiß es auch nicht.
-Es wäre schön.
-Ja, das wäre es.
-Also … los!
-Was los?
-Lass uns fliegen!
(Licht aus, schwarz ODER Licht an, grell weiß)