Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.




Forum » News, Politik & Forschung » Thread

Differenz- oder Gleichheitsfeminismus


Thema abonnieren antworten

Seite: 1 | 2 | 3 |

16.04.2009 18:25
HiddenNickname

Diese Begriffe habe ich auf einer Veranstaltung aufgeschnappt und fand sie ganz brauchbar, zur Klärung zweier ganz unterschiedlicher Haltungen und Strömungen in der Frauenbewegung.
Vorweg: Es ist klar, dass es auch Positionen zwischen diesen gibt. Es geht mir nicht um Schubladen....

Da ich selber mich zu den Differenzfeministinnen zählen kann, ist es möglich, dass ich den Standpungt der Gleichheitsfeministinnen nicht richtig schildern kann. Korrigiert mich gerne.

Also: Differenzfeministinnen gehen von der Annahme aus, dass es neben anerzogenen Unterschieden auch natürliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, nicht nur in körperlicher hinsicht.
Sie glauben, dass Tatsachen, wie geringere Gewaltbereitschaft von Frauen, nicht nur auf die unterschiedliche Sozialisation und das erlernte Rollenverhalten zurückzuführen sind, sondern dass Frauen von natur aus durchschnittlich liebevoller und friedliebender sind, als Männer.
Es geht ihnen weniger um Gleichberechtigung, als darum, die Gesellschaft zu verändern, da diese Welt, in der wir leben, von Männern gemacht wurde und Fauen ihre Natur vergewaltigen müssen (noch stärker als Männer), um darin funktionieren zu können.
Sie halten Kriege, Klassengesllschaftliche Strukturen, ecc., für Erfindungen der Männer.
Sie haben im Prinzip nichts gegen Gleichberechtigung. Sehen jedoch die Gefahr, dass Frauen psychisch ausgerottet werden, da um dieser Gleichberechtigung willen, frau eben nicht mehr Frau sein kann. Hohe Posten bekommt sie nur, wenn sie genau so rücksichtlos ist, wie erfolgreiche Männer (meist).

Gleichheitsfeministinnen setzen keinen angeborenen Unterschied voraus. Sie glauben, dass Frauen, hätten sie in den vergangenen Jahrhunderten mehr Macht gehabt, sich genau so verhalten hätten, wie Männer. Genau so Kriege geführt hätten, ecc..
Ihnen geht es um Gleichberechtigung. Auflösung des Rollenverhaltens, ecc.

16.04.2009 19:59
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2009 um 18:25:19:

Sie glauben, dass Tatsachen, wie geringere Gewaltbereitschaft von Frauen, nicht nur auf die unterschiedliche Sozialisation und das erlernte Rollenverhalten zurückzuführen sind, sondern dass Frauen von natur aus durchschnittlich liebevoller und friedliebender sind, als Männer.
Es geht ihnen weniger um Gleichberechtigung, als darum, die Gesellschaft zu verändern, da diese Welt, in der wir leben, von Männern gemacht wurde und Fauen ihre Natur vergewaltigen müssen (noch stärker als Männer), um darin funktionieren zu können.
Sie halten Kriege, Klassengesllschaftliche Strukturen, ecc., für Erfindungen der Männer.
Sie haben im Prinzip nichts gegen Gleichberechtigung. Sehen jedoch die Gefahr, dass Frauen psychisch ausgerottet werden, da um dieser Gleichberechtigung willen, frau eben nicht mehr Frau sein kann. Hohe Posten bekommt sie nur, wenn sie genau so rücksichtlos ist, wie erfolgreiche Männer (meist).


Ich finde es äußerst problematisch, persönliche Eigenschaften, wie "gewaltbereit", "liebevoll" und "friedliebend" als angeborene Merkmale einzuordnen.
Ich würde auch nicht behaupten, dass von Männern grundsätzlich ein höheres Maß an Gewalt ausgeht als von Frauen.
Ich würde insoweit bei der Defintion des Begriffs "Gewalt" ansetzen, die ich in zwei Grundkategorien, nämlich in eine psychische und die physische Erscheinngsform von Gewalt, einteilen würde. Physische Unterschiede könnten die Ursache dafür sein, dass Männer Aggressionen evt. eher durch körperliche Gewalt abbauen und Frauen dagegen eher durch eine psychische Form. Diese eher weibliche Variante der Gewalt zeigt sich nicht nur auf der partnerschaftlichen Ebene, sondern manchmal auch im Mutter-Kind-Verhältnis: Verbale Demütigung, Vernachlässigung, erdrückendes Kontrollieren, Bevormunden....

Sind das keine Formen von Gewalt?

Männer tendieren demgegenüber möglicherweise dazu, ihre Wut physisch an Gegenständen, schlimmstenfalls an Menschen und Tieren abzureagieren.

Vielleicht wäre es in dem Zusammenhang interessant, sich repräsentative Statistiken im Bereich des Strafrechts anzuschauen. Ich kenne dazu keine zuverlässigen, konkreten Zahlen. Ich wage aber zu behaupten, dass Körperverletzungs- und Tötungsdelikte tatsächlich überwiegend von Männern begangen werden.

Das würde aber nichts daran ändern, dass Frauen auch (sehr) gewalttätig sein können. Dass die Frage des jeweiligen Geschlechts entscheidend dafür sein soll, ob ein Mensch gewaltbereit ist...- eine gewagte These, finde ich!

editiert am 16.04.2009 20:03 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2009 23:00
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2009 um 18:25:19:
Gleichheitsfeministinnen setzen keinen angeborenen Unterschied voraus. Sie glauben, dass Frauen, hätten sie in den vergangenen Jahrhunderten mehr Macht gehabt, sich genau so verhalten hätten, wie Männer. Genau so Kriege geführt hätten, ecc..


Richtig. Und gut so.

17.04.2009 15:00
HiddenNickname

Ich korrigiere. Nicht genauso- sondern besser.

17.04.2009 15:05
HiddenNickname

:shock:

17.04.2009 15:06
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 17.04.2009 um 15:00:35:

Ich korrigiere. Nicht genauso- sondern besser.


:shock: :shock: :shock:

17.04.2009 20:32
HiddenNickname

ZitatSie glauben, dass Tatsachen, wie geringere Gewaltbereitschaft von Frauen, nicht nur auf die unterschiedliche Sozialisation und das erlernte Rollenverhalten zurückzuführen sind, sondern dass Frauen von natur aus durchschnittlich liebevoller und friedliebender sind, als Männer.


Ach? Frauen sind nicht friedliebender als Männer! Schaut euch doch einige der Mädchencliquen an. Gewalt unter Mädchen hat drastisch zugenommen.


17.04.2009 23:43
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2009 um 18:25:19:

Diese Begriffe habe ich auf einer Veranstaltung aufgeschnappt und fand sie ganz brauchbar, zur Klärung zweier ganz unterschiedlicher Haltungen und Strömungen in der Frauenbewegung.
Vorweg: Es ist klar, dass es auch Positionen zwischen diesen gibt. Es geht mir nicht um Schubladen....

Da ich selber mich zu den Differenzfeministinnen zählen kann, ist es möglich, dass ich den Standpungt der Gleichheitsfeministinnen nicht richtig schildern kann. Korrigiert mich gerne.

Also: Differenzfeministinnen gehen von der Annahme aus, dass es neben anerzogenen Unterschieden auch natürliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, nicht nur in körperlicher hinsicht.
Sie glauben, dass Tatsachen, wie geringere Gewaltbereitschaft von Frauen, nicht nur auf die unterschiedliche Sozialisation und das erlernte Rollenverhalten zurückzuführen sind, sondern dass Frauen von natur aus durchschnittlich liebevoller und friedliebender sind, als Männer.
Es geht ihnen weniger um Gleichberechtigung, als darum, die Gesellschaft zu verändern, da diese Welt, in der wir leben, von Männern gemacht wurde und Fauen ihre Natur vergewaltigen müssen (noch stärker als Männer), um darin funktionieren zu können.
Sie halten Kriege, Klassengesllschaftliche Strukturen, ecc., für Erfindungen der Männer.
Sie haben im Prinzip nichts gegen Gleichberechtigung. Sehen jedoch die Gefahr, dass Frauen psychisch ausgerottet werden, da um dieser Gleichberechtigung willen, frau eben nicht mehr Frau sein kann. Hohe Posten bekommt sie nur, wenn sie genau so rücksichtlos ist, wie erfolgreiche Männer (meist).

Gleichheitsfeministinnen setzen keinen angeborenen Unterschied voraus. Sie glauben, dass Frauen, hätten sie in den vergangenen Jahrhunderten mehr Macht gehabt, sich genau so verhalten hätten, wie Männer. Genau so Kriege geführt hätten, ecc..
Ihnen geht es um Gleichberechtigung. Auflösung des Rollenverhaltens, ecc.


schlimm, Sedidja, wo hast Du das denn her?


editiert am 17.04.2009 23:44 Beitrag melden Zitatantwort
17.04.2009 23:50
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 17.04.2009 um 20:32:07:

ZitatSie glauben, dass Tatsachen, wie geringere Gewaltbereitschaft von Frauen, nicht nur auf die unterschiedliche Sozialisation und das erlernte Rollenverhalten zurückzuführen sind, sondern dass Frauen von natur aus durchschnittlich liebevoller und friedliebender sind, als Männer.


Ach? Frauen sind nicht friedliebender als Männer! Schaut euch doch einige der Mädchencliquen an. Gewalt unter Mädchen hat drastisch zugenommen.


Die Frage ist, ob es eine Aktion ist oder eine Reaktion auf die neuen Männerverhaltensweisen, die ja ebenso in ihrer Gewalttätigkeit gestiegen sind.

Natürlich ist dies nicht positiv zu bewerten, aber ich denke, es ist ein Zeichen der Hilflosigkeit der neuen Männergeneration gegenüber.


editiert am 17.04.2009 23:51 Beitrag melden Zitatantwort
18.04.2009 00:05
HiddenNickname

und was bin ich, wenn ich an gewisse unterschiede, ja auch angeborene, glaube und trotzdem denke, dass frauen an der macht keinen deut besser sind/wären (alles in allem) als männer?

18.04.2009 03:59
HiddenNickname

Apfelmus statt Feminismus!

Tut mir leid,
aber diese schablonenhafte rudimentäre Denke kann ich nicht nachvollziehen.....

18.04.2009 04:07
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 17.04.2009 um 23:50:29:

Die Frage ist, ob es eine Aktion ist oder eine Reaktion auf die neuen Männerverhaltensweisen, die ja ebenso in ihrer Gewalttätigkeit gestiegen sind.

Natürlich ist dies nicht positiv zu bewerten, aber ich denke, es ist ein Zeichen der Hilflosigkeit der neuen Männergeneration gegenüber.


:shock: :shock:

in welcher Zeitrahmen?

18.04.2009 04:28
HiddenNickname

ZitatNatürlich ist dies nicht positiv zu bewerten, aber ich denke, es ist ein Zeichen der Hilflosigkeit der neuen Männergeneration gegenüber.


Man kann es auch anders sehen: !vielleicht! greifen Mädchen und junge Frauen heute, in Zeiten von Normdiffuision, deswegen zu solchen Formen der Aggressionsbewältigung, weil keine sooo rigide Geschlechtsrolle sie mehr zu ausschließlich passiven Verhaltensweisen zwingt.
Warum wird Gewaltbereitschaft bei Mädchen/Frauen als (höhere) Hilflosigkeit und bei Jungen/Männern nicht (so stark)angesehen ?

editiert am 18.04.2009 04:31 Beitrag melden Zitatantwort
18.04.2009 04:46
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.04.2009 um 04:28:39:

ZitatNatürlich ist dies nicht positiv zu bewerten, aber ich denke, es ist ein Zeichen der Hilflosigkeit der neuen Männergeneration gegenüber.


Man kann es auch anders sehen: !vielleicht! greifen Mädchen und junge Frauen heute, in Zeiten von Normdiffuision, deswegen zu solchen Formen der Aggressionsbewältigung, weil keine sooo rigide Geschlechtsrolle sie mehr zu ausschließlich passiven Verhaltensweisen zwingt.
Warum wird Gewaltbereitschaft bei Mädchen/Frauen als (höhere) Hilflosigkeit und bei Jungen/Männern nicht (so stark)angesehen ?


aber die Frage ist:
es ist wahr, dass diese Männergenaration mehr gewalttätig ist?

und vor allem mit welcher anderen Generation ist den Vergleich??


18.04.2009 18:48
HiddenNickname

Die Historikerin Ute Frevert hat einen interessanten Vortrag gehalten darüber, wie sich Gefühle, der Umgang mit ihnen und ihre Zuordnung zu den Geschlechtern im Verlauf der Geschichte immer wieder geändert haben.
Der Umgang mit Gefühlen aber ist heute eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der beiden sozialen Geschlechter.
Die historische Veränderbarkeit zeigt, dass Frauen und Männern ihre Geschlechterrollen nicht angeboren sind, denn dann könnten sie sich nicht innerhalb von 200 Jahren mal eben grundlegend verändern.

Ein Auszug:

Versetzen wir uns etwa 200, 250 Jahre zurück ... Damals las tout Berlin ... mit Vorliebe sentimentale Romane; Goethes „Werther“ war ein Kassenschlager. Man schwelgte in „Empfindsamkeit“ und pflegte den Kult der Träne. Tränen galten als Ausweis wahrer Empfindung und kullerten immerzu, auch bei Männern und in aller Öffentlichkeit. „Das weinende Saeculum“ hat man das 18. Jahrhundert auch genannt. Ein Säkulum später war eine solche Tränenseligkeit undenkbar geworden, vor allem für Männer. Sie wurden jetzt aufgefordert, ihre Gefühle zu kontrollieren, ja keine Schwäche sprich Tränen zu zeigen, hart, gefasst und rational aufzutreten.
http://www.tagesspiegel.d [...] ,2775007


editiert am 18.04.2009 19:05 Beitrag melden Zitatantwort
18.04.2009 21:16
HiddenNickname

An dieser Stelle sollte man vielleicht anmerken, dass es innerhalb des Feminismus sehr viele Störmungen gibt, nicht nur Differenz- oder Gleichheitsfeminismus.

Die aktuellste ist vermutlich der:

Dekonstruktivistischer Feminismus / Postfeminismus

Judith Butler, Autorin von Das Unbehagen der Geschlechter und andere Vertreter des feministischen Dekonstruktivismus bauen auf dem Beauvoirschen Radikalfeminismus auf und gehen einen Schritt weiter: Sowohl das biologische Geschlecht (sex) als auch das soziale Geschlecht (gender) seien gesellschaftliche Konstrukte, das Geschlecht müsse deshalb als Klassifikationseinheit abgelehnt werden.

Ins Zentrum dieser Theorie tritt die Differenz unter Menschen, das heißt angenommene Gemeinsamkeiten/Geschlechtsidentitäten werden "aufgelöst/dekonstruiert" - die Unterschiede der Menschen innerhalb jedes Geschlechts seien stärker als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Stattdessen wird davon ausgegangen, dass es so viele Identitäten gibt, wie es Menschen gibt. Auch die in den vorherigen Ansätzen angenommene Zweigeschlechtlichkeit wird aus dekonstruktivistischer Sicht bestritten und durch Vielgeschlechtlichkeit ersetzt.

Für mehr Infos guck doch mal unter wikipedia ... oder kauf dir entsprechende Literatur, bevor du laienhaft irgendwelche Theorien verbreitet!


18.04.2009 21:30
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.04.2009 um 21:16:28:
bevor du laienhaft irgendwelche Theorien verbreitet!

In einer Hinsicht aber scheint es tatsächlich einen Dualismus zu geben: Die Diskutantinnen teilen sich in Arrogante, Destruktive und Wohlmeinende, Konstruktive. Ich bin mir ziemlich sicher, dass weder Butler noch Beauvoir das gewollt haben und sich dafür benutzen lassen wollen.

sorry, aber sowas ist einfach Gift für jede Diskussion


editiert am 18.04.2009 21:31 Beitrag melden Zitatantwort
18.04.2009 21:37
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.04.2009 um 21:30:30:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.04.2009 um 21:16:28:
bevor du laienhaft irgendwelche Theorien verbreitet!

In einer Hinsicht aber scheint es tatsächlich einen Dualismus zu geben: Die Diskutantinnen teilen sich in Arrogante, Destruktive und Wohlmeinende, Konstruktive. Ich bin mir ziemlich sicher, dass weder Butler noch Beauvoir das gewollt haben und sich dafür benutzen lassen wollen.

sorry, aber sowas ist einfach Gift für jede Diskussion


Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass es eben auch noch andere Ansichten gibt ... ob das nun konstruktiv oder destruktiv ist, soll jeder selbst beurteilen!

Da ich mich zufällig ein klein wenig mit dem Themengebiet auskenne, sollte man vielleicht soziologische Theorien, über die es reihenweise Bücher gibt, nicht zu sehr verkürzen. 8)

editiert am 18.04.2009 21:39 Beitrag melden Zitatantwort
18.04.2009 21:39
HiddenNickname

Wie schätzt ihr die Vorlieben für bestimmte Spiele bei kleinen Kindern ein?
Ich habe beobachtet, dass es meistens Jungs sind, auch ganz kleine und auch aus Familien, die dieses gar nicht fördern, auch keinen Fernseher haben, so dass sie es da abgeschaut haben könnten und trotzdem mehr Jungen eine Vorliebe für Autos, Zusammenstöße und auch Kriegsspiele haben, während Mädchen eher mit Stofftieren spielen, Rollenspiele:Mutter Vater Kind, ecc..
Wie bewertet ihr den Umstand,, dass die Kulturen erst mit der Patriarchialisierung, klassengesellschaftlich und kriegerisch wurden?

18.04.2009 21:45
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.04.2009 um 21:37:38:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.04.2009 um 21:30:30:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.04.2009 um 21:16:28:
bevor du laienhaft irgendwelche Theorien verbreitet!

In einer Hinsicht aber scheint es tatsächlich einen Dualismus zu geben: Die Diskutantinnen teilen sich in Arrogante, Destruktive und Wohlmeinende, Konstruktive. Ich bin mir ziemlich sicher, dass weder Butler noch Beauvoir das gewollt haben und sich dafür benutzen lassen wollen.

sorry, aber sowas ist einfach Gift für jede Diskussion


Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass es eben auch noch andere Ansichten gibt ... ob das nun konstruktiv oder destruktiv ist, soll jeder selbst beurteilen!

Da ich mich zufällig ein klein wenig mit dem Themengebiet auskenne, sollte man vielleicht soziologische Theorien, über die es reihenweise Bücher gibt, nicht zu sehr verkürzen. 8)


es ist schön, dass du dich ein klein wenig auskennst. darauf kannst du sicher stolz sein. aber ich denke, du verkennst, dass das ganze vor allem auch eine politische Auseinanderstzung ist. Der Geschlechterdualismus, so wie wir ihn heute kennen, ist teils Ideologie, teils soziale Praxis, die sich im Verlaufe der letzten etwa 200 Jahre herausgebildet hat, auf Grundlage der bestehenden bzw. sich verändernder politisch-ökonomischer Verhältnisse. Ich denke nicht, dass man gegen eine Ideologie ankommt, indem man anderen in arroganter Weise mangelnde Bildung vorwirft. Sondern es gilt, mit den gesellschaftlichen Verhältnissen zu argumentieren und die Ideologie zu entkräften. Die Mär vom naturgegebenen Dualismus der Geschlechtsidentitäten kann ich zum Beispiel entkräften, indem ich zeige, dass diese Geschlechtsidentitäten von Kultur zu Kultur und von einer geschichtlichen Epoche zur nächsten sich wandeln. Oder auch auf andere Art, da gibt es viele Möglichkeiten.

editiert am 19.04.2009 00:21 Beitrag melden Zitatantwort

Thema abonnieren antworten

Seite: 1 | 2 | 3 |








>>> Laufband-Message ab nur 5,95 € für 3 Tage! <<<