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Abtreibung und Feminismus

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06.12.2017 23:18
von:
Weirdo2013
Status: offline  

@DonnaFortunata

Freiheit? Soviel ich weiss, haben klassische Verhütungsmittel in Russland keine "Tradition", da nicht staatlich gewollt, gefördert, unterstützt. Ich glaube, es wurden auch staatliche Geschäfte mit den Föten gemacht. Sexuelle Aufklärung? Foerderung von Frauen und ihren Kindern? Dem Mann die Verantwortung für die Vehuetung und Kinder übertragen?
Freiheit sieht für mich irgendwie anders aus....

editiert am 06.12.2017 23:19 Beitrag melden Zitatantwort
06.12.2017 23:45
von:
DonnaFortunat..
Status: offline  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 06.12.2017 um 23:18:

@DonnaFortunata

Freiheit? Soviel ich weiss, haben klassische Verhütungsmittel in Russland keine "Tradition", da nicht staatlich gewollt, gefördert, unterstützt. Ich glaube, es wurden auch staatliche Geschäfte mit den Föten gemacht. Sexuelle Aufklärung? Foerderung von Frauen und ihren Kindern? Dem Mann die Verantwortung für die Vehuetung und Kinder übertragen?
Freiheit sieht für mich irgendwie anders aus....


Ja da hast du wohl mehr Info das wusste ich nicht

06.12.2017 23:59
von:
Quilma
Status: offline  

{Apro pos Russland, ich hoffe es ist recht, wenn ich eine Reportage von Arte hier verlinke, nur zum Thema Frauen und Rechte. Es geht zwar um häusliche Gewalt aber es gibt auch einen Einblick in Frauenrechte und Freiheit, da es hier ein wenig Thema ist.

https://www.arte.tv/de/vi [...] -frauen/

"Verfügbar: vom 13. Oktober 2017 bis zum 31. August 2020
Nach Uno-Angaben sterben jährlich 14.000 russische Frauen durch die Gewalt ihrer Nächsten. In den USA sind es jährlich über 940 Frauen, dort aber leben aber doppelt so viele Menschen. Seit Jahren setzen sich Aktivisten in Russland für ein Gesetz gegen häusliche Gewalt ein, wie es in 142 anderen Ländern existiert – bislang vergeblich.
" }

07.12.2017 00:05
von:
Weirdo2013
Status: offline  

@DonnaFortunata

Ich war einmal in Russland und vergesse nie den Satz einer Frau: Es ist wichtig, mindestens einen Polizisten in der Familie zu haben und einen Ehemann zu finden, der nicht jeden Tag betrunken ist und die Frau schlägt. Ein Putin ist auch nicht gerade bekannt für seinen Feminismus. Die Ursachen für die dortigen Abtreibungen liegen somit nicht nur an der einzelnen Frau, sondern am System, welches noch auf die Sowjetzeiten zurückgreift. Westliche Dinge wie Verhütung und sexuelle Aufklärung waren "Propaganda". Die Frauen starben bei illegalen Abtreibungen, somit legalisierte und förderte der Staat Abtreibung als legale Methode zur Verhütung auf Krankenschein. Hier noch ein Artikel zur aktuellen Debatte in Russland. Ich wünsche den Frauen sehr, dass die Ursachen der hohen Abtreibungszahlen bekämpft werden und nicht ihr Recht auf ihren eigenen Körper.

http://www.deutschlandfun [...] d=390780

07.12.2017 20:26
von:
Kieselsteine
Status: mobile  

ZitatMinerva_ schrieb am 18.07.2017

Das ist ja hier auch immer mal wieder Thema, und ich erinnere, dass in meiner ersten Coming-out-Gruppe vor rd. 25 Jahren noch einige Frauen der Meinung waren, dass sie mit "Emanzen" nix zu tun haben wollen.

Wie ist das bei Euch?
Was bedeutet für Euch Feminismus und würdet Ihr Euch als Feministinnen bezeichnen?


Schwierige Frage, was genau "Feminismus" bedeutet. Vielleicht interpretiert es jede auch ein bisschen anders für sich.

Ich habe bisher leider nur Frauen, die sich selbst als "Feministinnen" bezeichnet haben, kennengelernt, bei denen eher die Aufmerksamkeit als die Inhalte im Vordergrund standen. Unter dem Aspekt würde ich mich nicht "Feministin" nennen wollen.

Wenn man jedoch einen Satz wie "ich mache, was ich will" als Feminismus bezeichnen möchte, würde ich das durchaus sofort für mich unterschreiben.

Vielleicht hängt es wirklich von der eigenen Interpretation der Begriffe ab.
Wo hört Emanzipation auf und fängt Feminismus an? Gibt es überhaupt eine Verbindung zwischen diesen Begriffen oder gar einen Übergang? Welche Rolle spielt zB Freiheit oder auch Selbstbestimmtheit? Wozu gehören diese Begriffe oder stehen sie wiederum für etwas Eigenes?

14.12.2017 18:29
von:
Quilma
Status: offline  

http://www.bbc.com/news/w [...] 42337426

"El Salvador rejects appeal in baby death case

Judges in El Salvador have rejected an appeal against a 30-year prison sentence for a woman jailed under the country's strict abortion laws.
{...}
Human rights groups have expressed concern at the fact that it is being heard by the same judges who sentenced her in 2008.
"



14.12.2017 18:32
von:
LeapOfFaith
Status: offline  

@Quilma: darüber hatte ich auch was gelesen, das ist ganz grauenhaft.

Hier ist ein Artikel dazu auf deutsch: http://www.sueddeutsche.d [...] .3792554


14.12.2017 18:53
von:
Quilma
Status: offline  

ZitatLeapOfFaith schrieb am 14.12.2017 um 18:32:

@Quilma: darüber hatte ich auch was gelesen, das ist ganz grauenhaft.


Ja, ist es und ich finde es so extrem, weil es knappe 1000 Kilometer weiter nordwestlich eine kleine Region bzw Stadt "Juchitán" mit matriarchaler Gesellschaftsstruktur gibt. Dieser Kontrast ist irgendwie krass.

14.12.2017 19:38
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Danke Quilma und LeapOfFaith für die Artikel. Das widerspricht der Menschenwürde und ich fasse es nicht, dass die UN hier wirklich nichts machen kann. Irgendein "Druckmittel" gibt es doch immer....

04.04.2018 15:44
von:
LeapOfFaith
Status: offline  

Ein, wie ich finde, sehr interessantes und vielschichtiges Interview mit Ulrike Busch über ungewollte Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland. Problematisch sei laut Frau Busch, dass manche Frauen sich die Pille nicht leisten könnten und deshalb ungewollt schwanger würden:

http://www.bento.de/polit [...] 2243025/

Und hier das im Interview verlinkte Fact Sheet von Pro Familia zu Verhütungsmitteln und deren Kosten:

https://www.profamilia.de [...] 2-11.pdf



04.04.2018 17:47
von:
vidda
Status: offline  

Abtreibungskampagne in deutscheland (1ste anfänge)
thema gab es und wird wohl nie enden

http://www.1000dokumente. [...] e_de.pdf

18.05.2018 10:31
von:
LeapOfFaith
Status: offline  

Trump plant, Planned Parenthood die gesamte staatliche Förderung zu entziehen:

https://www.zeit.de/polit [...] treichen

Die Leistungen von Planned Parenthood bestehen zu ca. 35% aus Hilfe bei der Verhinderung ungewollter Schwangerschaften und zu ca. 40% aus Beratung und Hilfe bei sexuell übertragbaren Krankheiten.
Außerdem bietet Planned Parenthood Mammografien und Pap-Abstriche an. Abtreibungen machen nur 3% der Tätigkeit aus. Ca. 80% der Menschen, die zu Planned Parenthood kommen, leben an oder unterhalb der Armutsgrenze.
Quelle: https://de.wikipedia.org/ [...] renthood

editiert am 18.05.2018 10:32 Beitrag melden Zitatantwort
18.05.2018 11:01
von:
KoKSundPRaDA
Status: offline  

Ich selbst war mal in der Situation, stand mal vor einer entsprechenden Entscheidung und da sieht man viele Dinge anders.
Von außen pro oder contra über Abtreibungen zu urteilen, ist sehr einfach, wenn man nicht in der Situation ist.
Ein Kind zu bekommen oder eines abzutreiben sind beides sehr, sehr weit reigende und tiefgreifende Entscheidungen mit sehr massiven weitreichenden onsequenzen auf verschiedensten Ebenen. Und in erster Linie nicht für den mann, sondern für die Frau. Die Frau trägt das ungeborene Kind jeden tag mit sich rum, einige Zentimeter von ihrem körperlichen Herzen entfernt, als Teil von sich, auf den alle Gefühle und Erlebnisse der Mutter noch im Mutterleib mit übergeht und sich miteinander verschmelzt.
Der Vater erlebt das nur von außen mit, einige stunden am Tag und kann auch ganz bequem jeden Tag weg sein, verschwinden, da trägt die Frau das Kind weiter mit sich rum.
Deshalb ist eine Abtreibung oder das Kind zu bekommen ganz alleine eine Entscheidung der Frau , weil sie mehr als die hauptbetroffene ist, die durch diese Ereignisse, genauso wie durch deren Konsequenzen massiv verändert wird und vielleicht nie mehr dasselbe sein wird.
Und Menschen, die noch nie abgetrieben haben, können auch von außen gar nicht beurteilen, warum eine Frau das macht, wie sie sich fühlt und was das für sie bedeutet. Es gibt manchmal gute Gründe und trotzdem ist es eine weitreichende Entschieung uud macht etwas mit der Frau, deshalb ist es ganz allein ihr Recht und ihre Entscheidung.

18.05.2018 13:51
von:
Weirdo2013
Status: offline  

KoKSundPRaDA


editiert am 18.05.2018 13:52 Beitrag melden Zitatantwort
25.06.2018 23:28
von:
Minerva_
Status: offline  

ZitatLeapOfFaith schrieb am 14.12.2017 um 18:32:

@Quilma: darüber hatte ich auch was gelesen, das ist ganz grauenhaft.

Hier ist ein Artikel dazu auf deutsch: http://www.sueddeutsche.d [...] l-salvad or-frau-erleidet-totgeburt-und-wird-wegen-mor des-zu-jahren-haft-verurteilt-1.3792554


Unsäglich!

26.06.2018 15:34
von:
rockyhills
Status: offline  

Zum Thema Abtreibungen
Schwierig, ich denke in einer vernünftig aufgeklärten Gesellschaft sollte es (abgesehen von Vergewaltigungen) keine "Unfälle" mehr geben.. Entschuldigungen wie Alkohol sind einfach nur fadenscheinig..
Die Frau sollte den Mann sicher nicht fragen müssen aber es wäre bestimmt wünschenswert wenn die Frau mit dem Mann darüber spricht wieso und weshalb sie das Kind nicht haben möchte, da es ja immer zu Problemen kommen kann in einer Schwangerschaft, beispielsweise wenn man schon früh erkennt dass das Kind behindert sein könnte..

Zum Thema Feminismus
Für mich sind alle Menschen gleich und sollten die gleichen Rechte & Pflichten haben.. Ich weiss nicht ob das jetzt eine feministische Ansichtsweise ist oder nicht..


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