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hier wird gesplittert, nicht gepökelt!


27.12.2010 07:00
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Wenn ihr einem Baum
was Gutes tun wollt, was tut ihr dann?

Ihr gebt ihm SALZ! Klar!

oder?

Alle Jahre wieder
werden zur Winterzeit vielerorts Straßen, Plätze und andere Flächen mit Streusalz "gepökelt". Beträchtliche Mengen kommen so zusammen und belasten die natürlichen Kreisläufe der Natur.

Schließlich verstärkt sich im privaten Bereich der Trend, auf Gehwegen und anderweitig Salz zu streuen, statt mit Besen und Schaufel den Schnee zu räumen und wenn nötig, mit Sand oder Splitt abzustumpfen. Sicher fördert das im Handel breit gefächerte Angebot an handlichen Streusalzpackungen solch unbedachtes Handein.

Wo verbleiben die enormen Salzmengen?

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bildet sich ein Gemisch aus Wasser, Salz und Straßenschmutz. Dieses wird im Fahrbetrieb aufgewirbelt. Es gelangt als Spritzbrühe auf den Grünstreifen, ein Teil direkt an Baumstämme oder auf Gehölze. Bei entsprechenden Windverhältnissen können salzhaltige Aerosole mehr als 100 Meter in die Landschaft verweht werden. Beträchtliche Mengen bleiben an den Kraftfahrzeugen haften und werden in Garagen oder Grundstücke verschleppt. Salzlösung setzt sich auch im Straßenbelag, in Mauerwerken oder anderweitig fest. Letztendlich wird über Schmelz- und Niederschlagswasser restliches Salz ausgeschwemmt. Es versickert im Boden, gelangt in den Wurzelbereich der Pflanzen oder bis ins Grundwasser. Weitere Mengen werden über die Kanalisation "entsorgt".

Schäden an der Vegetation und somit auch an den Tieren und letztlich an uns?

Wir vertrocknen unsere Landschaft. Die Blätter werden gelb, rollen sich ein und fallen ab.
Schon mal aufgefallen, dass in manchen Jahren die Bäume viel eher Laub bilden und teilweise im August schon gelb sind?

Darüber hinaus zerstört Natrium die natürliche Bodenstruktur und wirkt verschlämmend. Eine mangelnde Bodendurchlüftung ist die Folge. Außerdem werden für die Bodenqualität wichtige Kleinlebewesen abgetötet. Diese negativen Eigenschaften besitzen die Magnesium-Ionen nicht. Die giftigen Wirkungen von Tausalz erstrecken sich nicht allein auf Flora, Fauna und Boden. Das aggressive Salz greift Straßenbelag, Stahlbeton, Mauerwerk (insbesondere von Altbauten), Karosserie und Elektronik von Fahrzeugen sowie Schuhwerk an. Haustierpfoten erleiden Verätzungen oder Entzündungen. An gesalzene Straßen angrenzende Gärten sind durch Spritzwasser oder abfließendes Schmelzwasser gefährdet. Gartenexperten empfehlen, immergrüne Pflanzen mit Schilfmatten zu schützen, an Zäunen Folien anzubringen oder einen kleinen Erdwall zur Straße hin anzulegen.

Als Begründung der jährlich massiven Fällaktionen - 2004 fielen an Bundes- und Landesstraßen Brandenburgs 11.235 Bäume der Säge zum Opfer (NUR in Brandenburg!) - werden vorrangig starker Pilzbefall und Fäulnis genannt. Fakt ist, daß jahrelanger Salzstrss die Bäume hochgradig schwächt und sie für Infektionen besonders anfällig macht.

Möge dieser Artikel zum bewußteren Umgang mit unserer bedrohten Natur beitragen!

http://www.alleenportal.d [...] sio.html



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