meine Großeltern
Tut mir leid wenn ich euch dass jetzt reindrücke.... aber ich habe irgendwie das Bedürfnis darüber zu schreiben, und vielleicht versteht mich jemand und kann diese meine Gefühle nachvollziehen.
Meine Großmutter Eva ist nachdem sie viele Jahre in Düsseldorf als Sekretärin gearbeitet hat in ein Dorf nach Baden-Württemberg gezogen, gemeinsam mit ihrer Schwester.
In dem Dorf lebte auch ein Witwer, Friedrich, mein Großvater, welcher damals einmal wöchentlich zu uns zum Mittagessen kam und ansonsten – im dem Haus weiterlebte in dem er einst mit seiner Frau als sie noch lebte, seine zwei Kinder großgezogen hat.
Meine Großeltern lernten sich kennen – in einem kleinen Dorf mit nichteinmal 50 (?) Einwohnern nichts besonderes. Irgendwann, ich war damals noch nicht auf der Welt, haben sie sich ineinader verliebt. Geheiratet haben sie, als sie beide über 70 waren. Für Eva war uns ist Friedrich die einzige Liebe, die große Liebe im Leben. Für meinen Großvater hat ein zweiter Frühling begonnen.
Heute sind beide Mitte 90, leben nicht mehr in ihrem jahrelang gemeinsam bewohnten Haus im Dorf sondern jetzt in einer Kleinstadt, nahe meinen Eltern. Sie sind relativ gesund und nicht bis kaum auf Hilfe anderer angewiesen.
Wenn ich sie zusammen sehe sind sie am turteln und flirten, halten Händchen.
Ich denke mir – Liebe kann ewig dauern.
Ich bin nur sehr traurig über den Umstand, dass sie dem Lebensende immer näher rücken. Weil sie etwas ganz besonderes sind und in sich etwas ganz besonderes gefunden haben.
Eigentlich bin ich so, dass ich wenn ein Mensch oder Tier an seinem Lebensende stirbt ich nicht trauern kann. Einfach – weil es das Rad des Lebens ist. Jedoch wird jemand aus der Lebensmitte gerissen – ist es für mich nur schwer zu akzeptieren und sehr schmerzvoll.
Obwohl meine Großeltern altersmäßig schon sehr am Ende des Lebens sind bin ich doch der Meinung, dass sie noch mitten drin stehen.
Und dann, so wie gestern, bekam ich eine Geburtstagskarte von ihnen und breche ich Tränen aus über den Text.
Sie haben ein bisschen Bargeld mitgeschickt und nur geschrieben: „Für einen Besuch im Prater. Wir werden an Euch denken.“
Meine Gedanken dazu ganz einfach: Sie fühlen selbst dass sie bald gehen müssen, dass sie bestimmte Dinge nie wieder tun, erleben, sehen, spüren können – und deshalb haben sie mich, bzw. uns gebeten in den Prater zu gehen und das zu tun, zu erleben, zu sehen und zu spüren, was sie nie wieder erleben werden.....
.... es bringt mir einfach Tränen in die Augen und ich finde jetzt keine Worte mehr.
Meine Großmutter Eva ist nachdem sie viele Jahre in Düsseldorf als Sekretärin gearbeitet hat in ein Dorf nach Baden-Württemberg gezogen, gemeinsam mit ihrer Schwester.
In dem Dorf lebte auch ein Witwer, Friedrich, mein Großvater, welcher damals einmal wöchentlich zu uns zum Mittagessen kam und ansonsten – im dem Haus weiterlebte in dem er einst mit seiner Frau als sie noch lebte, seine zwei Kinder großgezogen hat.
Meine Großeltern lernten sich kennen – in einem kleinen Dorf mit nichteinmal 50 (?) Einwohnern nichts besonderes. Irgendwann, ich war damals noch nicht auf der Welt, haben sie sich ineinader verliebt. Geheiratet haben sie, als sie beide über 70 waren. Für Eva war uns ist Friedrich die einzige Liebe, die große Liebe im Leben. Für meinen Großvater hat ein zweiter Frühling begonnen.
Heute sind beide Mitte 90, leben nicht mehr in ihrem jahrelang gemeinsam bewohnten Haus im Dorf sondern jetzt in einer Kleinstadt, nahe meinen Eltern. Sie sind relativ gesund und nicht bis kaum auf Hilfe anderer angewiesen.
Wenn ich sie zusammen sehe sind sie am turteln und flirten, halten Händchen.
Ich denke mir – Liebe kann ewig dauern.
Ich bin nur sehr traurig über den Umstand, dass sie dem Lebensende immer näher rücken. Weil sie etwas ganz besonderes sind und in sich etwas ganz besonderes gefunden haben.
Eigentlich bin ich so, dass ich wenn ein Mensch oder Tier an seinem Lebensende stirbt ich nicht trauern kann. Einfach – weil es das Rad des Lebens ist. Jedoch wird jemand aus der Lebensmitte gerissen – ist es für mich nur schwer zu akzeptieren und sehr schmerzvoll.
Obwohl meine Großeltern altersmäßig schon sehr am Ende des Lebens sind bin ich doch der Meinung, dass sie noch mitten drin stehen.
Und dann, so wie gestern, bekam ich eine Geburtstagskarte von ihnen und breche ich Tränen aus über den Text.
Sie haben ein bisschen Bargeld mitgeschickt und nur geschrieben: „Für einen Besuch im Prater. Wir werden an Euch denken.“
Meine Gedanken dazu ganz einfach: Sie fühlen selbst dass sie bald gehen müssen, dass sie bestimmte Dinge nie wieder tun, erleben, sehen, spüren können – und deshalb haben sie mich, bzw. uns gebeten in den Prater zu gehen und das zu tun, zu erleben, zu sehen und zu spüren, was sie nie wieder erleben werden.....
.... es bringt mir einfach Tränen in die Augen und ich finde jetzt keine Worte mehr.