regnerische gedanken
Ich liege in meinem Bett und um mich herum ist Stille.
Fühle die Wärme, die mich umgibt.
Kann meine Gedanken hören, die keiner kennt.
Verfolge meinen Herzschlag, fühle was niemand fühlt.
Schließe meine Augen, sehe was keiner sieht.
Meine Hände berühren sich, fühle die Wärme aufsteigen.
Konzentriere mich auf meine Umgebung und versuche nichts zu sehen.
Es gibt nur noch mich,die Wärme, meinen Atmen, meinen Herzschlag,
den Wind und den Regen.
Ich kann hören wie der Regen niederfällt, wie er schwächer und wieder
stärker wird.
Ich schließe meine Augen erneut um das hin und her zu erfassen.
Es wird wärmer in mir, fühle mich entspannt und es herrscht ein Gleichgewicht, das mich entspannen läßt.
Vor mir wird ein Wald sichtbar und ich kann in die Ferne schauen und sehe riesige Felder vor mir, die durch den Regen leuchten.
Die Sonne erscheint, ich kann sie überall fühlen, strecke ihr meine Hand entgegen, greife nach ihr und hab das Gefühl sie zu berühren.
Sie umgibt mich und läßt einen warmen und kalten Schauer über meinen Rücken gleiten.
Ich erhebe meinen Kopf zum Himmel und kann jeden Tropfen in meinem Gesicht fühlen.
Bemerke wie sich ein Tropfen in meinem Haar verirrt hat, meine Haut berührt und mich erschaudern läßt.
Der Tropfen setzt seinen Weg fort und rollt über meine Stirn.
Er berührt meine Augenbraun, dann meine Nase und landet auf meinen Lippen.
Sie lassen ihn verschwinden, wie einen Tropfen auf dem heißen Stein.
Der Regen wird immer stärker und die Regentropfen umhüllen mein Gesicht, fließen an meinen Lippen vorbei und erkäpfen sich den Weg am Hals entlang.
Ich öffne meine Augen, du stehst vor mir stillschweigend und alles um uns herum ist still.
Ich fühle die Wärme, die dich umgibt.
Kann die Gedanken hören, die du denkst.
Verfolge deinen Herzschlag, fühle was du fühlst.
Du schließt deine Augen, ich kann sehen was du siehst.
Deine Hände ausgestreckt, berühren meine und ich fühle wie Ruhe in dir einkehrt.