Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Messages werden geladen
Postfach öffnen

silently broken

be_someone
HiddenNickname
offline
02.03.2007 00:23
0
Das Zimmer scheint leer, alles trägt einen Funken der Einsamkeit. Früher hättest Du auf einen der vielen Zettel, die auf meinem Schreibtisch liegen, einen kleinen Gruß hinterlassen. Neulich stieß ich beim Aufräumen auf einen dieser Zettel. Ganz klein standen am Rand die Worte „ich liebe Dich“. So klein und unscheinbar und so groß das Gefühl, das sie in mir auslösen. Ich erinnere mich daran, wie Du einst hinter mir saßt und Deinen Kopf über meine Schulter legtest, um mir beim Lernen zuzuschauen. Deine Nähe sprühte eine so große Wärme und Geborgenheit aus. Wenn ich die Augen schließe, bist Du noch immer hier. Doch im Moment des Erwachens beginnen die Tränen über mein Gesicht zu rinnen.
Das Buch, das Du mir geschenkt hast, trägt noch immer Dein Lesezeichen an der gleichen Stelle, an der ich aufhörte zu lesen, nachdem Du nicht mehr bei mir warst.
Hier habe ich noch ein Blatt gefunden. Mindestens hundert Mal habe ich Deinen Namen darauf geschrieben, in den verschiedensten Schreibweisen. In jeden einzelnen Buchstaben habe ich mein ganzes Herz gesteckt. Meine Verliebtheit überstieg jegliche Grenzen, die ich bis dahin kannte. Ich werde nie vergessen, wie ich Dir das erste Mal sagte, dass ich Dich liebe. Mein Herz klopfte so schnell, doch ich hatte den Drang es endlich auszusprechen, nachdem ich es so lange Zeit immer wieder leise in meinem Kopf vor mich hin sagte. Dieses Gefühl hörte nie auf. Immer wieder, wenn ich diese Worte in den Mund nahm, erhöhte sich mein Puls und Wärme durchflutete meinen Körper. Jedes einzelne Mal war für mich so besonders, denn wahre Liebe vermag nicht aus Leichtigkeit über die Lippen zu kommen.
Die Erinnerung lässt mich nicht los. In allem, was ich sehe, in jedem Lied, was ich höre, überall steckt ein Teil von Dir. Ich suche nach der Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen, die Vergangenheit zur Gegenwart zu machen, doch es bleibt mir verwehrt. Genauso verwehrt, wie Dich noch ein letztes Mal zu sehen, geschweige denn Dich ein letztes Mal zu küssen und diesen Kuss auf Ewigkeit in mir zu tragen. Hätte ich damals gewusst, dass es das letzte Mal sein würde, dass ich Dir in die Augen schauen konnte, dass ich ein letztes Mal Deine Lippen spüren durfte, hätte ich Dich nie gehen gelassen.
Ich frage mich, ob Du noch manchmal an mich denkst. Ob Du in bestimmten Zeiten unsere wunderschönen Momente herbeisehnst, so wie ich es jede Sekunde tue. Ich frage mich, ob Du mich vermisst.
Ich habe Angst vor dem nächsten Morgen. Ein Morgen an dem ich wieder allein erwachen werde. Ein weiterer Tag, der nur durch Gedanken an Dich ausgefüllt sein wird. Ein weiterer Tag, an dem ich nicht aufstehen mag und mein Blick an der weißen Wand hängen bleibt, für Sekunden, Minuten oder sogar Stunden. Ich habe begonnen, in meinen Gedanken mit Dir zu reden. Leise, heimlich, in meinem Kopf. Ich höre Deine Stimme, doch ich weiß, sie ist nicht echt. Der Schmerz nimmt mich völlig ein und ich weiß nicht, wie ich ihn aushalten soll. Wie ich ihn loswerden soll. In der realen Welt bin ich verstummt und hülle mich in eisiges Schweigen. Ich habe aufgehört, zu leben, doch ich existiere. Unwürdig den Schmerz äußerer Einflüsse zu spüren, reißt es mir das Herz in tausend Stücke. Innerlich. Äußerlich vermag es mir nicht einmal einen Bruchteil zu nehmen. Innerlich. Äußerlich. Innerlich.

And you bleed just to know you’re alive…
gzus
HiddenNickname
mobile
03.03.2007 12:52
0
melden
Gothiclady25
HiddenNickname
offline
02.03.2007 12:14
0
melden
be_someone
HiddenNickname
offline
02.03.2007 12:01
0
melden
Bender
HiddenNickname
offline
02.03.2007 08:17
0
melden