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20.06.2006 16:13
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0 Kleinkind angeblich mit Rotkohl zu Tode gequält Kaiserslautern (dpa) - Eine Mutter soll ihren 17 Monate alten Sohn beim Füttern mit Rotkohl zu Tode gequält haben. Deshalb muss sich die 24-Jährige seit Dienstag vor dem Landgericht Kaiserslautern verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, den kleinen Justin am ersten Weihnachtsfeiertag 2005 solange mit dem Gemüse voll gestopft zu haben, bis er in Todesgefahr geraten sei. Der Rotkohl hatte die Atemwege des Jungen verstopft, wenige Tage danach war er im Krankenhaus an den Folgen des Sauerstoffmangels gestorben. Die 24-Jährige und ihr mitangeklagter Freund schwiegen zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen. In den Tagen vor der Tat sei Justin bereits mehrfach misshandelt worden, sagte Staatsanwältin Anne Herrmann. So seien an den Beinen und am Kopf des Jungen Hämatome entdeckt worden. Wie genau es zu den Verletzungen kam, ließ die Staatsanwältin offen. Verbrennungen am Gesäß des Kindes seien darauf zurückzuführen, dass der Junge entweder in eine heiße Flüssigkeit oder auf eine Herdplatte gesetzt worden sei - "mit dem Ziel, Justin zu quälen", sagte Herrmann. Die 24-Jährige und ihr ein Jahr jüngerer Lebensgefährte sind wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt - im Falle des 23-Jährigen durch Unterlassen, weil er nicht gegen die Misshandlung mit Rotkohl eingeschritten sei, "obwohl er dazu in der Lage und verpflichtet gewesen wäre", sagte Herrmann. Außerdem wird den beiden in zwei Fällen die Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Wer von beiden letztlich die Misshandlungen vornahm, spielt bei der juristischen Bewertung laut Staatsanwaltschaft keine Rolle. In den bisherigen Vernehmungen hatten die beiden die ihnen zur Last gelegten Taten bestritten. An Justin entdeckte Verletzungen hatten sie als dessen eigenes Verschulden dargestellt. So sei er wegen einer Fehlstellung der Füße ständig hingefallen. Dass die 24-Jährige zum Prozessauftakt schwieg, begründete ihr Verteidiger Matthias Brombach mit einer "starken Vorverurteilung in der Presse". Außerdem wolle man die ersten Zeugenaussagen abwarten. Der Prozess soll am Freitag fortgesetzt werden. Das Gericht hat zunächst acht Verhandlungstage bis Ende August angesetzt. Erst vor wenigen Tagen war in Mecklenburg-Vorpommern ein ähnlich grausamer Fall von mutmaßlicher Kindesmisshandlung bekannt geworden. Ein vier Jahre altes Mädchen aus Teterow soll jahrelang von seiner Mutter gequält worden sein. Dem Kind war laut Staatsanwaltschaft mehrfach mit Gewalt Essig- und Kalkreiniger eingeflößt worden. Kinder aus Bus-Feuer in Niedersachsen gerettet 24. Apr 2006 10:45 Gerade noch rechtzeitig vor dem Ausbreiten der Flammen haben sich mehr als 40 Schulkinder aus einem Bus in Sicherheit bringen können. Ein Autofahrer hatte den Brand bemerkt. Dank der Geistesgegenwart eines Autofahrers und des Busfahrers sind in Niedersachsen 45 Schulkinder und ihre Lehrer aus einem brennenden Bus gerettet worden. Wie die Polizei in Vienenburg im Landkreis Goslar am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am Sonntagmittag auf der Bundesstraße 6. Ein Autofahrer hinter dem Bus sah demnach das Feuer und machte den Busfahrer durch Handzeichen und Zurufen darauf aufmerksam. Der Busfahrer hielt sofort an und ließ alle Insassen schleunigst aussteigen. Wie die Polizei mitteilt, breitete sich das Feuer danach sehr schnell aus. Der Bus brannte vollständig aus. Bei den 45 Kindern handelt es sich um Fünftklässler einer Hamburger Grundschule, die auf dem Rückweg von einem Ausflug in den Harz waren. Sie wurden in den nahen Ort Vienenburg gebracht und vom Roten Kreuz betreut. Lediglich ein Kind sei mit einem Schock kurzzeitig im Krankenhaus behandelt worden, sagte ein Polizeisprecher. (nz) als ich das Oberste zuerst las, dachte ich: Jetzt brauch ich ne positive Nachricht. Gar nicht so einfach, solche zu finden. wie geht ihr damit um, wenn ihr von brutalen Quälereien lest, oder hört?
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