spring!
der brand (leon-joseph suenens)
"eines nachts bricht in einem haus ein brand aus.während die flammen hervorschießen,stürzen eltern und kinder aus dem haus.entsetzt sehen sie dem schauspiel dieses brandes zu.plötzlich bemerken sie,dass der jüngste fehlt,ein fünfjähriger junge,der sich im augenblick der flucht vor rauch und flammen gefürchtet hat und in den oberen stock geklettert ist.man schaut einander an.keine möglichkeit,sich in etwas hineinzuwagen,das immer mehr zu einem glutofen wird.
da öffnet sich oben ein fenster..das kind ruft um hilfe.sein vater sieht es und schreit ihm zu:"spring!"das kind sieht nur rauch und flammen.es hört aber die stimme des vaters und antwortet:"vater,ich sehe dich nicht!"der vater ruft zurück:"aber ich sehe dich,und das genügt.spring!"das kind springt und findet sich heil und gesund in den armen seines vaters,der es gefangen hat."
eine etwas farblose geschichte,zugegeben.aber in der bedeutung deswegen nicht minder kraftvoll.wer kennt nicht das gefühl von flammen umgeben zu sein,hilfe zu brauchen.danach schreien zu wollen,auch wenn der rauch im hals kratzt und es eher ein verzeifeltes krächzen,als ein ruf ist.man selbst kann sich nicht befreien,aus dieser,aus dem nichts kommenden,ausweglosen situation.wie gut,wenn dort jemand ist,der die arme ausbreitet.doch dieser jemand kann uns nur auffangen.aus dem feuer holen,kann er uns nicht.wir haben ebenfalls eine aufgabe.
so auch hier.der junge muß springen.und er muß zuerst springen,ehe der vater ihn auffangen kann.er muß sozusagen einen vertrauensvorschuß leisten.doch da ist auch schon das hinderniss: die angst.noch geschürt wird diese durch das nicht-sehen-können.der junge sieht nur rauch und flammen.dieses bild erinnert an leidende menschen aller art,deren wahrnehmungsfeld in extremsituationen stark eingeschränkt,bis schlicht nicht vorhanden,ist.und genau hier,wo das leben auf der kippe steht,dringt die lehre der geschichte,mit einem schwenk in die metaebene,durch.
wenn du nichts mehr siehst.einer sieht dich,das genügt.
wenn du niemanden mehr liebst.einer liebt dich,das genügt.
wenn du an gar nichts mehr glaubst.einer glaubt an dich,das genügt.
spring!trotz angst und blindheit,hinein ins urvertrauen.
"eines nachts bricht in einem haus ein brand aus.während die flammen hervorschießen,stürzen eltern und kinder aus dem haus.entsetzt sehen sie dem schauspiel dieses brandes zu.plötzlich bemerken sie,dass der jüngste fehlt,ein fünfjähriger junge,der sich im augenblick der flucht vor rauch und flammen gefürchtet hat und in den oberen stock geklettert ist.man schaut einander an.keine möglichkeit,sich in etwas hineinzuwagen,das immer mehr zu einem glutofen wird.
da öffnet sich oben ein fenster..das kind ruft um hilfe.sein vater sieht es und schreit ihm zu:"spring!"das kind sieht nur rauch und flammen.es hört aber die stimme des vaters und antwortet:"vater,ich sehe dich nicht!"der vater ruft zurück:"aber ich sehe dich,und das genügt.spring!"das kind springt und findet sich heil und gesund in den armen seines vaters,der es gefangen hat."
eine etwas farblose geschichte,zugegeben.aber in der bedeutung deswegen nicht minder kraftvoll.wer kennt nicht das gefühl von flammen umgeben zu sein,hilfe zu brauchen.danach schreien zu wollen,auch wenn der rauch im hals kratzt und es eher ein verzeifeltes krächzen,als ein ruf ist.man selbst kann sich nicht befreien,aus dieser,aus dem nichts kommenden,ausweglosen situation.wie gut,wenn dort jemand ist,der die arme ausbreitet.doch dieser jemand kann uns nur auffangen.aus dem feuer holen,kann er uns nicht.wir haben ebenfalls eine aufgabe.
so auch hier.der junge muß springen.und er muß zuerst springen,ehe der vater ihn auffangen kann.er muß sozusagen einen vertrauensvorschuß leisten.doch da ist auch schon das hinderniss: die angst.noch geschürt wird diese durch das nicht-sehen-können.der junge sieht nur rauch und flammen.dieses bild erinnert an leidende menschen aller art,deren wahrnehmungsfeld in extremsituationen stark eingeschränkt,bis schlicht nicht vorhanden,ist.und genau hier,wo das leben auf der kippe steht,dringt die lehre der geschichte,mit einem schwenk in die metaebene,durch.
wenn du nichts mehr siehst.einer sieht dich,das genügt.
wenn du niemanden mehr liebst.einer liebt dich,das genügt.
wenn du an gar nichts mehr glaubst.einer glaubt an dich,das genügt.
spring!trotz angst und blindheit,hinein ins urvertrauen.