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traumselbstsexliebe

twinkle2
HiddenNickname
offline
26.07.2004 02:04
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Wieder ein Tag zu ende. Ein weiterer Tag, an dem ich mich frage, wo sie ist. Doch eine Antwort zu finden, gestaltet sich als eher schwierig, da ich nicht einmal weiß, wen ich suche. Hübsch soll sie sein.
Mein Cd- Player singt immer wieder „if you wanna come to my hotel…“ mmh, wann kommt sie in mein Hotel, wann darf ich ihr die Rosen ums Bett streuen und den Pagen ins Zimmer lassen, mit Tellern voller unbezahlbarer Speisen, einem Blick, der mir verrät, dass er einiges an Trinkgeld möchte und lieber an einem anderen Ort als in dem Zimmer zweier halbnackter Frauen wäre. Ja, ich dachte mir schon beim Einchecken in diesem Hotel, dass der gut gebaute blonde Jüngling wohl lieber mit einem männlichen Begleiter die Dünen vorm Hotel besteigt, als mit einer attraktiven Lady im Bett zu liegen. Meine Gedanken verfangen sich im Bild des schwulen Pagen und bevor ich mich recht versehe, stürzt meine Mutter ins Zimmer und knallt mir eine meiner heiß geliebten Lesbenzeitschriften vor die Füße „Reicht es nicht eine Lesbe im Haus zu haben, müssen es dann noch die ganzen Kurzhaarigen Butchs in er Zeitung sein?“
„Na wenigstens hat sie schon mal einen der Lesbenbegriffe im Kopf behalten!“, denke ich mir und drehe mich um. Ich sehe neben meinem geöffneten Fenster ein Bild auf dem in Lebensgröße ein Mädchen zu sehen ist, das sanft den Rücken eines weiteren Mädchens streichelt. Beide haben lange Haare „So viel zu den Kampflesben“, sage ich zu meiner Mutter. Sie blickt mich fragend an, als ich mich ihr wieder zuwende. Das passiert mir oft. Meine Mitmenschen haben sich schon langsam daran gewöhnt von mir nur gelegentliche Gedankenphrasen zu hören und sich dann selbst das Nötigste zusammen zu reimen, um mich zu verstehen. Die inzwischen alt gewordene, aber auch heute noch unheimlich starke Frau, die mich vor zwanzig Jahren auf die Welt gebracht hatte, tut sich auch immer wieder schwer, die ihr hingeworfenen Worte zu kombinieren. Aber wie sollte sie auch. Ist es nicht eins der schwersten zwischenmenschlichen Dinge, die Gedanken des anderen in vollem Maße zu erfassen, zu verstehen. Hast du schon mal versucht, deiner Freundin zu erklären, wie wundervoll sie ist…egal was du auch sagst, du wirst es nicht schaffen, die genaue Gefühlsmacht deiner Liebe zu vermitteln.. In meinem Gedanken verloren, merke ich erst spät, dass meine Mutter bereits mein Zimmer verlassen hat und draußen beginnt mit sich selbst zu sprechen. Sie nennt diese Konversation gerne „den Kontakt zu ihrem innersten Sein“. Ich glaube sie ist einsam. Ich bücke mich hinunter, um die Zeitung, die mir meine Mutter freundlicherweise auf mein Zimmer brachte aufzuheben. Die Zeitung in der Hand stelle ich mich vor meinen überdimensional großen Spiegelschrank. Das bist du nun...ich muss schmunzeln. Neben mein Gesicht halte ich das aufgeschlagene Magazin, das jetzt eine sehr androgyne Schönheit zum Vorschein gebracht hat. Androgyn, ja so würde frau mich ebenfalls bezeichnen können, wenn sie sich auf diese Einteilung des lesbischen Aussehens einlässt. Ich tue das nicht. Ich werfe das „Femme-Butch-Magazine“ auf mein Bett und trete näher an den Spiegel heran. Wo war ich vorhin? Gelegentlich bereitet es auch mir Schwierigkeiten meine Gedanken in den richtigen Abläufen einzufangen. Gerne schweife ich ab, immer jedoch Stift und Papier bei mir, um nicht doch einiges meines wertvollen Gedankenguts zu verlieren. Ja, ich weiß es wieder…wann werde ich sie finden…
Und wen suche ich überhaupt? Sollte frau überhaupt suchen, heißt es nicht „Die Liebe findet?“ Wenn ja, dann glaube ich, hat sie sich bei mir verlaufen.
Aber hübsch sein sollte sie nicht nur. Intelligenz, Warmherzigkeit, Verrücktheit, einfach so vieles, vereint in einer Person. Inzwischen habe ich meinen heute etwas trägen Körper Richtung Bett befördert. Ich blicke langsam nach links:
Da liegt sie.
Ihr blondes langes oder doch kurzes schwarzes Haar trägt sie angenehm zart und wild verstruppelt zu einem offenen Zopf geflochten. Ihr Körper schmiegt sich in die Warme und weiche schwarz rote Bettdecke, die ich erst heute frisch bezogen hatte. Ihr Gesicht ist sanft und alles scheint zueinander zu passen. Die Stellung und Größe ihrer Augen, der Abstand zur Nase und die wohlgeformten Lippen zwingen mich, sie unentwegt anzublicken. Ihre Augen, mögen sie blau- grau- grün oder braun sein, sie strahlen mich an. Sie fesseln mich. Ich weiß nicht, ob ich es wagen kann, sie noch näher zu betrachten, oder ob ich mich dann wie an einem Feuer verbrenne. Meine Vorliebe für das Zündeln überwiegt jedoch die Angst vor dem schmerz. Sie liegt auf der Seite und ist mir zugewandt. Ich tue es ihr gleich.
Soll ich- soll ich nicht?
Langsam bewege ich meine linke Hand an ihr Gesicht.
Gestern habe ich diesen unheimlich langen Film gesehen…Mann war der langwierig, wie hieß der noch mal…
Ich konzentriere mich wieder auf sie. Sie ist immer noch so schön wie eben. Schön, kann ich das sagen? Ich glaube ich kann sie erst als schön bezeichnen, wenn ich auch ein paar Worte von ihr gehört habe, ein wenig von ihrem Geist erblickt habe. Bis dahin ist sie für mich eben doch nur, aber immerhin, fast schön. Meine Hand streichelt ihre Wange, ich habe das Gefühl es sind die Meinen. Umso länger ich ihren Körper berühre, umso mehr verliere ich mich in ihr. Meine Hände wandern weiter über ihren Hals zu ihren sehr wohlgeformten Brüsten, die mich vor Entzücken aufstöhnen lassen. Ich bitte sie doch etwas zu sagen, wenigstens ihren Namen. Doch ich kann sie nicht hören, mir ihre Stimme nicht vorstellen. Ich habe das Gefühl, sie berührt mich überall. Mein Körper brennt und ich spüre wie die Lust in mir brodelt, wie ein Vulkan, der voller Magma ist. Doch dieser Vulkan hat Angst vor der Zerstörung. Aber es ist sein Recht zu explodieren und sein Magma ins Tal der Liebenden zu spucken, oder etwa nicht? Soll er verzichten, weil die Frommen predigen, dass Gott, die eigens herbeigeführte Ejakulation des Berges nicht für richtig hält…aber ist nicht, die von Gott selbst geschaffene Energie der Sonne Schuld, die den Vulkan tief unter der Erde zum brodeln bringt, so wie mich die von Gott geschaffenen Mädels, die ich in meinen Gedanken reproduziere, schuld sind, dass auch mein Körper einem Höhepunkt nahe ist. Gedanken sind frei. Gott sah alles und liebte alles, heißt es fast richtig zitiert.
Meine Gedanken werden skurril und ich frage mich, ob sie noch einen rechten Sinn ergeben. Ich scheine die Frau zu verlieren, nur noch verschwommen sehe ich ihre Augen, während sich ihr Körper langsam in Gesteinsbrocken verwandelt, die von der Lava schon glühend heiß geworden zu sein scheinen. Aber ich hole sie zurück. Ich kämpfe, ich stelle mir ihren Bauch, ihre Beine vor, und langsam erobert sie wieder die Regionen meines Gehirns, die mir helfen, mich vollkommen in ihr zu verlieren….

eure twinkle2
twinkle2
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07.11.2004 16:18
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pink28
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06.11.2004 15:39
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screeni87
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05.11.2004 22:40
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twinkle2
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05.11.2004 22:31
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twinkle2
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24.08.2004 14:37
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