^v^ Die Zofe ^v^
Der Wind liebkost eisig die Zinnen auf denen ich stehe
und tränenverschleiert in den Abgrund sehe.
Nichts auf dieser Welt hält mich noch hier,
ein Schritt nach vorne und ich währe bei dir.
Mir selbst das Ende bringen, was er dir gebracht,
er, der König, in jener Nacht.
Ein Bote wurd zum Schloss gesandt,
zu berichten, der Krieg hiele Einzug ins Land
Der König wollt vor seiner Pflicht nicht fliehen
musste in die Schlacht nun ziehen.
Dich ließ er allein zurück
so begann unser kurzes glück.
Du warst meine Königin, ich die Zofe dein
doch in der Nacht solltest du mir ergeben sein.
In meinen Armen du daniedersankst
und süßen Wein von meinen Lippen trankst
Kein Erbarmen ich mit dir kannte
bis die Leidenschaft in deinem Herzen brannte.
Durchs offene Fenster das Meer laut toste
als mein Mund deine zarte Haut liebkoste
Ließ meine Zunge in deinen Schoß hinab gleiten
um dir die süßesten Qualen zu bereiten.
Wollte dass du vor Lust fast vergehst,
leise seufzend mir deine Liebe gestehst.
Doch das Glück wurd' uns zu schnell genommen
denn der König ward zurückgekommen
Als er uns eng umschlungen fand
in rasende Wut er ist entbrannt.
Zerrte dich hinauf zu den höchsten Zinnen
so sehr du dich wehrtest, doch es gab kein entrinnen.
In seinem Zorn in den Tod er dich stieß
jedoch er mich am Leben ließ
Auf das ich ewig Leiden sollte
obwohl ich nur noch sterben wollte
Ich schrie und weinte ungehemmt
aber das Meer hatte dich, längst fort geschwemmt.
Nun sehe ich die Wellen am Gemäuer brechen
und tausend Messer in das Herz mir stechen.
All die Liebe die ich dir einst gab
zieht mich nun zu dir in dein nasses Grab
Nichts könnt mir noch Frieden geben
denn ohne dich kann ich nicht Leben.