warten
Well, well, well... Meine Gedanken drehen sich, drehen sich, drehen sich und mein Magen macht auch schon munter mit.
Natürlich ist die ganze Situation höchst privat und hat hier eigentlich gar nichts zu suchen - aber meine Freunde sind zu parteiisch, als dass ich noch länger mit diskutieren mag (ich liebe sie dafür - aber sie helfen mir mit ihrem Beschützerinstinkt überhaupt nicht weiter)
Seit zwei Monaten bin ich mit meiner Freundin zusammen. Wir sind ordentlich verliebt, die Funken fliegen, die Schmetterlinge machen was sie wollen und in dieser doch sehr kurzen Zeit ist eine absurde Vertrautheit entstanden (nein, wir reden hier noch nicht von "Liebe"
. Alles bestens - es ist schockierend, dass sich nichts negatives finden lässt.
Nun klopft aber plötzlich wieder ihre Exfreundin an und will sie zurück. Inklusive Heiratsantrag, Aussicht auf ein gemeinsames Haus, Kinder. Die beiden waren 6 Jahre zusammen - und eine "richtige Familie" war bis zur Trennung der grösste Traum meiner Freundin.
6 Jahre - die sich nicht wegdiskutieren, wegdenken, wegfühlen lassen.
Und nun dreht sich plötzlich das emotionale Karussell: Was ist stärker? Das alte, blinde Verstehen, die lange gewachsenen (und eigentlich sehr verletzten und unsicheren) Gefühle, die Gewohnheit (was, wenn es nur noch Gewohnheit ist?) - oder das neue, unbeschwerte Glück, das Kribbeln, die Verliebtheit?
Und ich sitze da und warte und da ist so viel Angst - vielleicht ist sie bald weg. Das würde verdammt weh tun, ich würde rasen, ich würde toben, ich würde es nicht verstehen (weil wir selbst in diesem Chaos mehr als bloss funktionieren, wenn wir zusammen sind, wir passen höchst harmonisch) - und schliesslich würde ich es überleben.
Meine grösste Angst aber - dass meine Freundin "zurück geht" - wieder in alte Beziehungsmuster fällt, die ihr einfach nicht gut tun. Sich wieder unterordnet und anpasst (was sie selber so empfindet) und den wundervollen, lebenslustigen und hochgradig kindischen Menschen versteckt, der sie ist - obwohl sie selber empfindet, dass sie sich bei mir nicht verstellen muss und gerade das sie glücklich macht.
Es ist ihre "Entscheidung". Endgültig loslassen (was schwer ist) oder eine sich sehr gut entwickelnde Beziehung beenden. Und es macht mich so dermassen hilflos, dass sie selber "theoretisch" weiss, wie sie sich entscheiden "sollte" und eigentlich auch will - aber trotzdem nicht aus ihrem Gefühlschaos rauskommt (von dem sie selber ganz irritiert ist).
Ich hoffe, man muss diesen Text noch nicht als "Roman" bezeichnen. Ansonsten: Es musste einfach raus.
Natürlich ist die ganze Situation höchst privat und hat hier eigentlich gar nichts zu suchen - aber meine Freunde sind zu parteiisch, als dass ich noch länger mit diskutieren mag (ich liebe sie dafür - aber sie helfen mir mit ihrem Beschützerinstinkt überhaupt nicht weiter)
Seit zwei Monaten bin ich mit meiner Freundin zusammen. Wir sind ordentlich verliebt, die Funken fliegen, die Schmetterlinge machen was sie wollen und in dieser doch sehr kurzen Zeit ist eine absurde Vertrautheit entstanden (nein, wir reden hier noch nicht von "Liebe"
. Alles bestens - es ist schockierend, dass sich nichts negatives finden lässt.Nun klopft aber plötzlich wieder ihre Exfreundin an und will sie zurück. Inklusive Heiratsantrag, Aussicht auf ein gemeinsames Haus, Kinder. Die beiden waren 6 Jahre zusammen - und eine "richtige Familie" war bis zur Trennung der grösste Traum meiner Freundin.
6 Jahre - die sich nicht wegdiskutieren, wegdenken, wegfühlen lassen.
Und nun dreht sich plötzlich das emotionale Karussell: Was ist stärker? Das alte, blinde Verstehen, die lange gewachsenen (und eigentlich sehr verletzten und unsicheren) Gefühle, die Gewohnheit (was, wenn es nur noch Gewohnheit ist?) - oder das neue, unbeschwerte Glück, das Kribbeln, die Verliebtheit?
Und ich sitze da und warte und da ist so viel Angst - vielleicht ist sie bald weg. Das würde verdammt weh tun, ich würde rasen, ich würde toben, ich würde es nicht verstehen (weil wir selbst in diesem Chaos mehr als bloss funktionieren, wenn wir zusammen sind, wir passen höchst harmonisch) - und schliesslich würde ich es überleben.
Meine grösste Angst aber - dass meine Freundin "zurück geht" - wieder in alte Beziehungsmuster fällt, die ihr einfach nicht gut tun. Sich wieder unterordnet und anpasst (was sie selber so empfindet) und den wundervollen, lebenslustigen und hochgradig kindischen Menschen versteckt, der sie ist - obwohl sie selber empfindet, dass sie sich bei mir nicht verstellen muss und gerade das sie glücklich macht.
Es ist ihre "Entscheidung". Endgültig loslassen (was schwer ist) oder eine sich sehr gut entwickelnde Beziehung beenden. Und es macht mich so dermassen hilflos, dass sie selber "theoretisch" weiss, wie sie sich entscheiden "sollte" und eigentlich auch will - aber trotzdem nicht aus ihrem Gefühlschaos rauskommt (von dem sie selber ganz irritiert ist).
Ich hoffe, man muss diesen Text noch nicht als "Roman" bezeichnen. Ansonsten: Es musste einfach raus.