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Forum » News, Politik & Wissenschaft » Threadwas fällt euch dazu ein?!
01.08.2003 09:55
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0 Lest euch das mal durch..dazu fällt mir ja gar nix mehr ein.Die Kirche scheint noch im Mittelalter stecken geblieben zu sein.Da bin ich froh das ich schon seit Jahren nicht mit Mitglied in der kath. Kirche bin. Gruß Rosendiebin75 Rom/Berlin (dpa) - Der Vatikan hat katholische Politiker weltweit zum Widerstand gegen homosexuelle Lebensgemeinschaften aufgerufen. Homo-Ehen seien eine Gefahr für die Gesellschaft und dürften nicht rechtlich anerkannt werden. «Die Ehe ist heilig, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen», heißt es in einem am Donnerstag in Rom veröffentlichten Dokument. Katholische Parlamentarier hätten «die sittliche Pflicht, klar und öffentlich Widerspruch zu äußern». Deutsche Politiker reagierten zumeist mit Unverständnis und Empörung. Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßte das Papier. Das 14-Seiten-Dokument der Glauben-Kongregation ist von deren Präfekten, Kardinal Joseph Ratzinger, unterzeichnet. Ausdrücklich heißt es, auch Papst Johannes Paul II. habe zugestimmt. Vatikanbeobachter in Rom sprachen von ungewöhnlich harten und kompromisslosen Ausführungen. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) meinte, die Haltung sei «Menschen ANZEIGE verachtend». LSVD-Sprecher Klaus Jetz: «Diese scharfen Worte haben uns sehr verletzt.» Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorsitzende Jürgen Rüttgers wies den Appell zum Widerstand zurück. «Ich bin praktizierender Katholik. Aber es ist nicht meine Aufgabe, als Politiker den Leuten zu sagen, wie sie zu leben haben.» Der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hermann Kues, sagte, der Vatikan bekräftige die Ansicht der Union, wonach die Ehe zwischen Mann und Frau «absoluten Vorrang» habe. Gleichgeschlechtliche Gemeinschaften hätten aber Anspruch auf Respekt. Die Grünen sprachen von einem «Kardinalfehler, die Liebe zu bekämpfen». Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle sagte, das Ratzinger-Dokument erinnere an die «absurde» Tradition, als die Kirche gegen Kondome zu Felde zog. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, stellte sich hinter das Vatikan-Papier. Er fügte hinzu, Homosexuelle dürften nicht diskriminiert werden. In dem offiziellen Dokument, das jedoch kein Lehrschreiben ist, heißt es an die Politiker: Wer einer rechtlichen Anerkennung der Homo-Ehe zustimme, begehe «eine schwerwiegende unsittliche Handlung». Wo es solche Gesetze schon gibt, gehe es um Schadensbegrenzung. Adoptierten homosexuelle Paare Kinder, würde dies «faktisch eine Vergewaltigung der Kinder» bedeuten. Homosexuelle Praktiken «gehören zu den Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstoßen.» Das Dokument trägt den Titel «Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen». Es wird auch vor Toleranz der Politiker gegenüber faktisch bestehenden homosexuellen Lebensgemeinschaften gewarnt. Zur Begründung des geforderten Widerstandes heißt es, die Ehe sei ausschließlich eine Gemeinschaft von Mann und Frau zur Fortpflanzung. Daher werde sie von der Gemeinschaft geschützt und gefördert. «Die Ehe ist nicht eine beliebige Gemeinschaft von menschlichen Personen.» Eine Legalisierung der Homosexuellen-Ehe führe dazu, «dass das Verständnis der Menschen für einige sittliche Grundwerte verdunkelt und die eheliche Institution entwertet würde». «Die homosexuellen Lebensgemeinschaften bedürfen hingegen keiner spezifischen Aufmerksamkeit von Seiten der Rechtsordnung, da sie nicht die genannte Aufgabe für das Gemeinwohl besitzen.» In den Niederlanden und in Belgien dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten. In Deutschland und Frankreich können sie eheähnliche Lebenspartnerschaften schließen; Kinder adoptieren dürfen sie in beiden Ländern nicht. In Großbritannien gibt es entsprechende Pläne. In Kanada wird diskutiert, Eheschließung zu erlauben. Unterdessen brach im Lutherischen Weltbund (LWB) eine Kontroverse über die Haltung gegenüber Homosexuellen aus. Die Vollversammlung in Winnipeg (Kanada) konnte sich nicht auf eine gemeinsame Position einigen. Vertreter aus Europa wie die Hamburger Landesbischöfin Maria Jepsen forderten die Anerkennung schwuler und lesbischer Paare. Delegierte aus Afrika betonten dagegen das biblische Leitbild der Ehe. Auch US-Präsident George W. Bush sprach sich gegen Ehen gleichgeschlechtlicher Partnern aus. Er glaube an die Heiligkeit der Ehe und glaube, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werde, sagte er am Mittwoch (Ortszeit). Er rief aber zugleich zur Toleranz gegenüber Homosexuellen auf.
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