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Belohnen für guten Forenumgang

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02.03.2019 19:30
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Und wenn schon hier das Wort "Tacheles" erwähnt wurde. All die Kommentare in "was denkst du etc.", all das Mobbing gegenüber user*innen - all das interessierte nicht bzw. wurde sogar verniedlicht, bis es plötzlich aufgrund der Ereignisse des letzten Jahres manche selbst betraf. Und auch wenn das Politikforum wieder in den Fokus gerückt ist - mir geht es auch um den allgemeinen Umgang. Moderation wird abgelehnt bzw. ist nicht seitens des Betreibes möglich (?), das Meldesystem scheint augenscheinlich nicht die Lösung zu sein, Selbstregulation über user*innen funktioniert auch nicht Tja, was dann? Plattform verlassen, wie es schon viele getan haben? Als Einzelkämpfer*in weiter machen? Mir gehen die Ideen aus

02.03.2019 19:44
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 19:28:

Wer macht das denn?


Ich finde, das machen viele - ich kann mich da gar nicht ausschließen. Auf den eigenen Standpunkt festgetackert stehen bleiben und damit auch manchmal "blind" gegenüber andere Optionen sein.

Hat irgendjemand zum Beispiel versucht direkten und dialogbereiten Kontakt mit dem Betreiber zu suchen? Oder auch mit mehreren zusammen? Aufgrund der Schließung des Politikforums? Zumindest weiß ich nichts davon. Nur ein Minibeispiel möglicher Optionen.

02.03.2019 20:12
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 19:44:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 19:28:

Wer macht das denn?


Ich finde, das machen viele - ich kann mich da gar nicht ausschließen. Auf den eigenen Standpunkt festgetackert stehen bleiben und damit auch manchmal "blind" gegenüber andere Optionen sein.

Hat irgendjemand zum Beispiel versucht direkten und dialogbereiten Kontakt mit dem Betreiber zu suchen? Oder auch mit mehreren zusammen? Aufgrund der Schließung des Politikforums? Zumindest weiß ich nichts davon. Nur ein Minibeispiel möglicher Optionen.


Ähm...ja....in dem Thread, den ich eröffnete, gab es 31 EINUNDREIßIG! likes für die Öffnung....Kai hat in dem Thread Stellung bezogen und zwar gegen die Mehrheit der Userinnen....Dialogbereit hat er sich dabei nicht gezeigt, sondern sich einer Minderheit angeschlossen. So what. Die Würfel sind gefallen. Es gibt andere Möglichkeiten...in der Tat....auch wenn es eine Schande ist, dass gerade hier nicht über Politik geredet werden darf ohne Bedingungen...Ich kann das allerdings hinnehmen und mir andere Orte suchen.

03.03.2019 10:31
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 19:30:

Und wenn schon hier das Wort "Tacheles" erwähnt wurde. All die Kommentare in "was denkst du etc.", all das Mobbing gegenüber user*innen - all das interessierte nicht bzw. wurde sogar verniedlicht, bis es plötzlich aufgrund der Ereignisse des letzten Jahres manche selbst betraf. Und auch wenn das Politikforum wieder in den Fokus gerückt ist - mir geht es auch um den allgemeinen Umgang. Moderation wird abgelehnt bzw. ist nicht seitens des Betreibes möglich (?), das Meldesystem scheint augenscheinlich nicht die Lösung zu sein, Selbstregulation über user*innen funktioniert auch nicht Tja, was dann? Plattform verlassen, wie es schon viele getan haben? Als Einzelkämpfer*in weiter machen? Mir gehen die Ideen aus


Das sind sehr gute Fragen, finde ich, und ehrlich gesagt habe ich noch keine guten Antworten darauf.

Die Unfreundlichkeiten sind hier, wie Du ganz richtig sagst, nicht weniger geworden, sondern höchstens subtiler und persönlicher. Ich denke nicht, dass sich Lesarion jetzt noch so gestalten ließe wie das Forum Ahwaa aus dem Interview, auch wenn ich diesen Ansatz sehr interessant finde und mich beeindruckt, wie gut er bei Ahwaa funktioniert.

Über viele mir wichtige Themen kann ich hier nicht mehr diskutieren, dabei war dies mit ein Grund, der mich mal hierher gebracht und hier gehalten hat.

Diesen Ruf hat Lesarion ja auch: dass es hier ein lebendiges Forum gibt, in dem ein reger und interessanter Austausch möglich ist. Ich habe den Eindruck, im Forum ist immer weniger los, und wenn sich dieser Trend fortsetzt, ist das halt mal eine Datenbank mit vielen queeren Menschen und ein Forum mit immer weniger Einträgen.

Was der Betreiber beim Umbau zur reinen Datingplatform eventuell unterschätzt ist, wie viele sich hier erst über den Austausch im Forum gefunden haben und diese Form des Kennenlernens auch schätzen. Und wie viele hier angemeldet sind, auch mit Bezahlaccount, die gar nicht daten möchten, sondern bei Lesarion eben diesen Austausch suchen.

Rein pragmatisch denke ich: ich kann mich hier noch über ein paar wenige Themen austauschen, die mich interessieren, und werde somit einfach weniger hier sein.



03.03.2019 11:51
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Zu der Idee im Eingangsbeitrag denke ich, daß sie eine Option ist, um, wie anamaria es beschrieb, überhaupt ersteinmal einen sicheren Ort zu schaffen. Der Ort an sich wird aber irgendwann Vielfalt beschränken oder sich vor neuen Ideen/Innovationen z.B. neuer Generationen ggf. verschließen, wenn dann alte gute Ideen an Nützlichkeit verlieren. Das System ist jetzt zwar gut aber ist zu undynamisch, um neue Dynamiken mitnehmen zu können, wenn sie in größerem Umfang auftreten, denke ich.

Mal ungeachtet meiner Meinung zum z.B. Sanktionsverhalten von Lesarion, denke ich, daß diese Dynamik auch Lesarion fehlt. Lesarion beschreibt die eigene Geschichte auf einem Buchladen basierend. Der Buchladen hier läuft leider nicht mehr ganz rund. Ich denke, daß an einigen Stellen gearbeitet wird, so wurden z.B. die User*Innen in die Bearbeitung des Cityguide einbezogen.

Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wenn z.B. der Support unterbesetzt ist (es wird schließlich um neue Supportmitglieder geworben), warum sich dann nicht auf die Dinge konzentriert wird, die von Kunden*Innen als am dringlichsten erachtet werden. Z.B. ließen sich an einigen Stellen Baustellen einfügen, solange es nicht läuft oder niemand sich findet, der/die/* hier Arbeit übernehmen würde. Das Gleiche fällt mir auch beim Fotocheck auf. An sich läuft der rund m.E.n. zumindest bezüglich dessen, daß sich Lesarion schützen kann vor z.B. Copyright-Problemen mit Grafiken, etc.
In vielen dieser Bereiche werden oft Beschwerdethreads eröffnet, die sich thematisch immer wiederholen und die von u.a. Trollen dann auch genutzt werden, um z.B. die Community zu spalten und ggf. Einzelpersonen zu diskriminieren.
Insgesamt fehlt mir hier Transparenz und klare Stellungnahmen!
Kaum ein/e/* User*In hat Probleme damit, wenn klar gesagt wird, welche Möglichkeiten da sind und welche eben nicht. Stattdessen wird von Lesarion suggeriert, daß Ideen und dadurch Mitgestaltung erwünscht wären. Darauf wird aber dann nicht klar eingegangen, wodurch Frust geschürt wird, den dann wieder Supporter*Innen abbekommen und das Verhältnis zwischen Support und User*Innen schwierig wird.
Die Schließung des Politik-Forum ist m.E.n. eine Art "backlash" bezüglich der offiziell gewollten Vielfalt, die nun aber, durch das Handeln aufgezeigt, hier nicht umsetzbar zu sein scheint und damit auch nicht wirklich gewollt ist, ausgenommen im Bezug auf den Wirtschaftssektor. Auch in den Stellungnahmen dazu wird genau das nicht klar angesprochen und dadurch ist das einzige was vom Politik-Forum im Sinne von Vielfalt übriggeblieben ist, die Debatte über das nun eingeschränkte Politik-Forum, denn innerhalb ist die Vielfalt eben eingegrenzt worden.
Und ich denke auch, daß Lesarion nicht zum ersten Mal so gehandelt hat. Ähnliches (ich war damals noch nicht hier angemeldet) soll sich ja einst z.B. bezüglich des Transgender/Intersexuell-Forum zugetragen haben. Im Forum gab es Probleme bzw. Streitigkeiten und dann wurde Vielfalt in diesem Sinne eingegrenzt, indem z.B. auf der Homepage Lesarion insgesamt anders beworben und das Transgender/Intersexuell-Forum aus den Top7 genommen wurde.

Ob diese Handlungen primär immer dem Bedacht auf den Wirtschaftssektor Lesarions zugeschnitten waren, ist hier m.M.n. wieder nicht klar zu entnehmen, da sich Lesarion dennoch so verkauft als ob Vielfalt gewollt wäre, im Handeln aber Vielfalt beschränkend wirkt.

Ich glaube auch nicht wirklich, daß Lesarion im Bereich Politik und Soziales Vielfalt nicht will, doch ich nehme es so wahr, daß Lesarion hier an eigene Grenzen kommt und diese nun so umsetzt, wie es für richtig gehalten wird und ge-bzw. ertragen werden kann.
Ich selbst würde es anders machen, da ich allein im Potenzial der User*Innen als Gruppe sowie als Individuen sehr viel mehr Möglichkeiten sehe, Konflikte autonomer angehen zu können/angehen zu lassen. Wenn so ein als Plattform gegebener Raum aber nicht klar beschrieben ist, werden Möglichkeiten beschränkt, für die an sich geworben wird. Zudem läge mein Fokus, eben durch meinen Glauben an Potenzial, nicht auf dem Wirtschaftssektor, welcher für mich persönlich generell "bloß" eine Säule von Lebensbasics darstellt und daher nicht "Charackter" einer Plattform ausmachen würde.

Das Verhalten Lesarions ist eine klare und offene Entscheidung. Diese Entscheidung wird aber nicht klar, offen und somit ausreichend transparent für die Kundschaft beschrieben (zumindest nicht in Sektoren außer Wirtschaft) - die zum Großteil nicht aufgrund des Wirtschaftssektors Lesarions hier angemeldet ist - damit sie die Möglichkeit hat sich ebenfalls klar zu entscheiden.

Nachtrag:
Das Entscheiden von Einzelpersonen äußert sich übrigens oft eher in Unzufriedenheit anstatt als "freie"/"offene" Entscheidung. Ich habe hier bisher nur von einer Person gelesen, die einen Abschiedsthread eröffnet hatte und darin schrieb, daß sie für sich empfindet und entschieden hat, daß Lesarion nicht zu ihr passt. Viele verabschieden sich, weil sie nach vielen Streitereien das Interesse an der Plattform verloren haben, mit dem Service unzufrieden sind, es als Zeitverschwendung empfunden wird sich hier aufzuhalten, Anfeindungen nicht mehr ertragbar sind, etc.



editiert am 03.03.2019 12:07 Beitrag melden Zitatantwort
03.03.2019 13:04
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 09:26:
muss man erst mal zeigen, dass man ein nettes, hilfsbereites Forumsmitglied ist. Wer andere unterstützt, bekommt Punkte – und je mehr Punkte man hat, desto mehr Zugang bekommt man auch. Insgesamt gibt es drei Level, die jeweils ab einer bestimmten Punktzahl freigeschaltet werden. Wer negativ auffällt, wird sofort gelöscht.

...aber wäre so etwas nicht auch für das lesarische Forum denkbar? Was haltet ihr davon?


Gar nichts, weil nur der/diejenige mit stromlinienförmigen und bequemen\mehrheitsfähigen Ansichten\Meinungen weiterkommt. Letztendlich wird Konformismus belohnt. Ein Forum muß auch Unangenehmes aushalten, und ich meine hier nicht Beleidigungen, die selbstverständlich zu löschen sind.

03.03.2019 13:32
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 13:04:
{...}
Gar nichts, weil nur der/diejenige mit stromlinienförmigen und bequemen\mehrheitsfähigen Ansichten\Meinungen weiterkommt. Letztendlich wird Konformismus belohnt. Ein Forum muß auch Unangenehmes aushalten, und ich meine hier nicht Beleidigungen, die selbstverständlich zu löschen sind.


Das sehe ich auch so. Und in dem Beispiel, das im EP angeführt wurde ist genau dies gegenwärtig auch passend und das genannte Forum muss eben nicht Unangenehmes aushalten, wovon es sich klar abgrenzt durch die angegebenen Normen.
Im Fall von Lesarion ist es aber so, daß die angegebenen Normen nicht mehr zu dem passen, um das sozusagen geworben wird. Es geht nicht zu schreiben "Vielfalt und gleiche Gegebenheiten für Alle", wenn die eigenen Möglichkeiten hier nicht gegeben oder nicht wirklich in allen Bereichen gewollt sind. Das muss klar sein, sonst ist keine Orientierung da und die Plattform-"Werbung" wird automatisch unglaubwürdig.
Du schreibst ja z.B. Beleidigungen wären für dich selbstverständlich zu löschen. Dann würde ich auch als Kundin erwarten, daß dies, wenn nicht genau definiert, nach offiziellen Regeln (z.B. allgemeingültiges Gesetz) geregelt/konform ist und für Alle gilt.

Nachtrag:
Wenn Konformität ganz rausgenommen werden soll, dann könnte z.B. ein "Anarchie-Forum" eröffnet werden, in dem Anarchie tatsächlich zelebriert werden darf/soll. Dann würde hier aber auch klar sein, daß sich diese Plattform irgendwann mit dem allgemeingültigen Gesetz konfrontiert sehen müsste, da es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht gesetzeskonform wäre und von außen Sanktionen erhalten würde.

editiert am 03.03.2019 13:46 Beitrag melden Zitatantwort
03.03.2019 15:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 20:12:

Ähm...ja....in dem Thread, den ich eröffnete, gab es 31 EINUNDREIßIG! likes für die Öffnung....Kai hat in dem Thread Stellung bezogen und zwar gegen die Mehrheit der Userinnen....Dialogbereit hat er sich dabei nicht gezeigt, sondern sich einer Minderheit angeschlossen. So what. Die Würfel sind gefallen. Es gibt andere Möglichkeiten...in der Tat....auch wenn es eine Schande ist, dass gerade hier nicht über Politik geredet werden darf ohne Bedingungen...Ich kann das allerdings hinnehmen und mir andere Orte suchen.


Ähmm...neee...sowas meinte ich nicht, so sehr ich und andere die Aktion unterstützt haben. Dies war eine Forderung - wie sie auch vorher gefühlt 100 mal gestellt wurde.

Ich meinte einen Dialog zu dem Zeitpunkt der Ankündigung der Schließung und auch hier nicht "Dialog" über das Forum, sondern direkten Kontakt - mit mehreren z.B..

Aber, das Kind sitzt im Brunnen und der Deckel scheint fest verschlossen zu sein.

03.03.2019 15:39
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Also, wenn ich alles richtig verstanden und erfasst habe, wird ein Belohnungssystem kritisch gesehen, da Konformität bzw. eine Art "Gleichschaltung" befürchtet wird.

Nja...genauso können auch Bestrafungssysteme wirken und tun sie auch....

Eine Kombination aus beiden?

Zitat Quilma:
ZitatIch selbst würde es anders machen, da ich allein im Potenzial der User*Innen als Gruppe sowie als Individuen sehr viel mehr Möglichkeiten sehe, Konflikte autonomer angehen zu können/angehen zu lassen.


Schon in kleinen Gruppen manchmal eine Herausforderung - bei einer Größe wie lesarion sehe ich das als sehr herausfordernd an und bedürfte einer Art Gruppe an user*innen, die solches verpflichtend übernehmen - was wiederum fast einer Moderation gleichen würde. Was ich im übrigen immer noch als die beste Lösung empfinde. Zumindest besser als das für mich manchmal unnötige Löschen von Beiträgen, versetzen auf die Strafbank etc. oder die Absonderung des Politikforums.



03.03.2019 17:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 15:39:

Also, wenn ich alles richtig verstanden und erfasst habe, wird ein Belohnungssystem kritisch gesehen, da Konformität bzw. eine Art "Gleichschaltung" befürchtet wird.

Nja...genauso können auch Bestrafungssysteme wirken und tun sie auch....

Eine Kombination aus beiden?

Zitat Quilma:
ZitatIch selbst würde es anders machen, da ich allein im Potenzial der User*Innen als Gruppe sowie als Individuen sehr viel mehr Möglichkeiten sehe, Konflikte autonomer angehen zu können/angehen zu lassen.


Schon in kleinen Gruppen manchmal eine Herausforderung - bei einer Größe wie lesarion sehe ich das als sehr herausfordernd an und bedürfte einer Art Gruppe an user*innen, die solches verpflichtend übernehmen - was wiederum fast einer Moderation gleichen würde. Was ich im übrigen immer noch als die beste Lösung empfinde. Zumindest besser als das für mich manchmal unnötige Löschen von Beiträgen, versetzen auf die Strafbank etc. oder die Absonderung des Politikforums.



Für mich ist Lesarion keine "Größe", sondern tatsächlich eine sehr kleine Gruppe von wirklich aktiven TeilnehmerInnen....lass es ein paar Handvoll sein, die sich hier regelmäßig beteiligen...deshalb sind 31 likes auch eine durchaus aussagekräftige Zahl gewesen, die durchaus eine Mehrheit dargestellt hat.

Ich halte die Probleme, die es hier gibt für ein Phänomen, das entstand, weil es eine sehr kleine aber extrem inkompatible Gruppe ist, die hier regelmäßig postet.

Die Lager sind leicht zu durchschauen und es gibt kaum Möglichkeiten sich auszuweichen. Gruppen sind unattraktiv, weil zu schwach frequentiert. Der Chat lässt extrem zu wünschen übrig und die Forenthemen locken auch keinen an echtem Austausch interessierten Menschen hinter dem Ofen vor.

Der Politikthread und das Erotikforum sind tot, um genau zu sein ist ganz Lesarion mittlerweile zu einem Fake mutiert, der vorgibt wahnsinnig viele UserInnen zu bedienen und in Wahrheit bedient es keine 50 aktiven UserInnen....deren Wünsche den Betreiber reichlich wenig interessieren.

Es gibt kaum Themen, die aus den verhassten Lagern eine kompatible Gruppe bilden lässt. Selbst wenn es um Themen wie Vergewaltigung in der Kirche geht, gibt es UserInnen, die die Kirchen noch in Schutz nehmen. Es gibt kein einziges Thema, in denen es eine gewisse Solidarität gibt.

Es gibt hier keine Frauensolidarität. Stattdessen wird das Patriarchat bedient, ob mit Kirchenfreundlichkeit, mit sexistischen Sprüchen, mit von Männern übernommener Frauenfeindlichkeit, die noch nicht einmal mehr bemerkt wird.

Es ist also besser sich woanders Gruppen anzuschließen, die da anders ticken, als hier für 31 UserInnen zu kämpfen, die sich gerne politisch äußern würden, sich aber dennoch nicht grün sind und auch auf keinen grünen Zweig kommen.


03.03.2019 17:35
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 17:25:

{...}

Die Lager sind leicht zu durchschauen und es gibt kaum Möglichkeiten sich auszuweichen. {...}


Aha...sehe ich komplett anders...Beides.

03.03.2019 18:01
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 17:25:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 15:39:

Also, wenn ich alles richtig verstanden und erfasst habe, wird ein Belohnungssystem kritisch gesehen, da Konformität bzw. eine Art "Gleichschaltung" befürchtet wird.

Nja...genauso können auch Bestrafungssysteme wirken und tun sie auch....

Eine Kombination aus beiden?

Zitat Quilma:
ZitatIch selbst würde es anders machen, da ich allein im Potenzial der User*Innen als Gruppe sowie als Individuen sehr viel mehr Möglichkeiten sehe, Konflikte autonomer angehen zu können/angehen zu lassen.


Schon in kleinen Gruppen manchmal eine Herausforderung - bei einer Größe wie lesarion sehe ich das als sehr herausfordernd an und bedürfte einer Art Gruppe an user*innen, die solches verpflichtend übernehmen - was wiederum fast einer Moderation gleichen würde. Was ich im übrigen immer noch als die beste Lösung empfinde. Zumindest besser als das für mich manchmal unnötige Löschen von Beiträgen, versetzen auf die Strafbank etc. oder die Absonderung des Politikforums.



Für mich ist Lesarion keine "Größe", sondern tatsächlich eine sehr kleine Gruppe von wirklich aktiven TeilnehmerInnen....lass es ein paar Handvoll sein, die sich hier regelmäßig beteiligen...deshalb sind 31 likes auch eine durchaus aussagekräftige Zahl gewesen, die durchaus eine Mehrheit dargestellt hat.

Ich halte die Probleme, die es hier gibt für ein Phänomen, das entstand, weil es eine sehr kleine aber extrem inkompatible Gruppe ist, die hier regelmäßig postet.

Die Lager sind leicht zu durchschauen und es gibt kaum Möglichkeiten sich auszuweichen. Gruppen sind unattraktiv, weil zu schwach frequentiert. Der Chat lässt extrem zu wünschen übrig und die Forenthemen locken auch keinen an echtem Austausch interessierten Menschen hinter dem Ofen vor.

Der Politikthread und das Erotikforum sind tot, um genau zu sein ist ganz Lesarion mittlerweile zu einem Fake mutiert, der vorgibt wahnsinnig viele UserInnen zu bedienen und in Wahrheit bedient es keine 50 aktiven UserInnen....deren Wünsche den Betreiber reichlich wenig interessieren.

Es gibt kaum Themen, die aus den verhassten Lagern eine kompatible Gruppe bilden lässt. Selbst wenn es um Themen wie Vergewaltigung in der Kirche geht, gibt es UserInnen, die die Kirchen noch in Schutz nehmen. Es gibt kein einziges Thema, in denen es eine gewisse Solidarität gibt.

Es gibt hier keine Frauensolidarität. Stattdessen wird das Patriarchat bedient, ob mit Kirchenfreundlichkeit, mit sexistischen Sprüchen, mit von Männern übernommener Frauenfeindlichkeit, die noch nicht einmal mehr bemerkt wird.

Es ist also besser sich woanders Gruppen anzuschließen, die da anders ticken, als hier für 31 UserInnen zu kämpfen, die sich gerne politisch äußern würden, sich aber dennoch nicht grün sind und auch auf keinen grünen Zweig kommen.


Hmmm..was bedeutet denn "Frauensolidarität" - nur mit denjenigen, die im allen gleich "ticken"? Sehe ich nicht so - ich solidarisiere mich auch mit Kirchengegner*innen, wenn andere Themen überschneiden. Ich habe damit kein Problem Denn genau dieses ist Vielfalt, die hier augenblicklich nicht dargestellt wird. Genauso gehört für mich Vielfalt, dass user*innen immer wieder zu den Diskussionen neu hinzukommen - zu dem ehemaligen "harten Kern". Und "hart" kann man hier gerne auf vielerlei Weise interpretieren - nichts für sanfte Gemüter. Leider. Auch wieder weniger Vielfalt.

Muss man sich denn in allem "grün" sein, um einigermaßen miteinander auszukommen? Siehe alleine uns beide Wir sind uns in Sachen Glauben/Kirche nicht wirklich grün und dennoch können wir bisher einigermaßen miteinander damit zurecht kommen.

Es müssten alle etwas über ihren eigenen Schatten springen und dieses Lagerdenken über Bord werfen. Ich hatte mich immer gegen diese Denke gewehrt und wurde auch dafür angefeindet. Mir wurscht. Lesarion ist nicht mein privates Umfeld, da ticke ich natürlich anders, aber bei so einer großen Vielfalt an Charakteren, muss man auch mit denjenigen irgendwie zurande kommen, die vieleicht nicht in das eigene Weltbild passen. Und diese Momente gab es . nur diese Art von Menschen, die kompromissbereiten, werden irgendwie immer weniger. Zumindest mein Gefühl.



03.03.2019 20:03
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 09:26:

...

In der Zeit las ich heute folgenden Artikel

https://www.zeit.de/die-a [...] 03/cyber mobbing-lgbt-forum-chatroom-user-bewertung
"Wir zwingen Trolle dazu, nett zu sein"
Viele Onlineplattformen kämpfen mit Hasskommentaren und Mobbing. Ein LGBT-Forum hat das Problem im Griff: Nur wer von anderen Usern positiv bewertet wird, darf chatten.

...


Ich habe den Artikel auch gesehen und quergelesen. Ich denke, dieses Forum hat eine ganz andere Geschichte und andere Ziele als die Onlinecommunity für queere Menschen in der arabischen Welt. Das war hier eine Bücherseite, persönliche Profile und Forum kamen erst später dazu. Heute wird es nach einigen Umgestaltungen als „Dating-Plattform“ beworben und wahrgenommen. Ich nehme Lesarion nicht (mehr) als Treffpunkt „aus der Community für die Community“ wahr, sondern als Unternehmen, das halt sein Geld damit verdient, dass auch Lesben nicht gern allein alt werden wollen. Daran ist ja auch nichts Böses. Aber es ist ganz genau nicht mehr ein Ort der Begegnung für queere Menschen, denn sonst wäre aktuelle Tagespolitik, Wissenschaft etc. kein „exklusiver Bereich“. Jede Handlung – alles - ist politisch, insbesondere wenn du einer gesellschaftlichen Minderheit angehörst.

Zum besseren Umgang untereinander: Das läuft ja immer auf eine Art Moderation hinaus. Punkte sammeln? Hm. In dem Artikel geht es u.a. um krasse Homophobie. Solche Profile werden auch hier zügig gelöscht.


03.03.2019 20:15
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 20:03:

(...)

Zum besseren Umgang untereinander: Das läuft ja immer auf eine Art Moderation hinaus. Punkte sammeln? Hm. In dem Artikel geht es u.a. um krasse Homophobie. Solche Profile werden auch hier zügig gelöscht.


Ich fand den anderen Blick einfach interessant - nicht nur auf lesarion bezogen. Alle Welt hofft jetzt auf den Uploadfilter und alle Welt ist gegen ihn. Es gibt großartige Ideen, wie die Datensicherheit im Internet verbessert werden kann - aber, die Innovationen im Bereich "sozialer Umgang im Netz" bleiben aus...dabei ist es nur ein Bruchteil der Teilnehmenden das Problem. Da wird der Hund weiterhin in der Pfanne verrückt.

04.03.2019 00:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 20:03:

{...}Heute wird es nach einigen Umgestaltungen als „Dating-Plattform“ beworben und wahrgenommen. Ich nehme Lesarion nicht (mehr) als Treffpunkt „aus der Community für die Community“ wahr, sondern als Unternehmen, das halt sein Geld damit verdient, dass auch Lesben nicht gern allein alt werden wollen. {...}


Ach so? ...Letzteres steht nirgends festgeschrieben. Ich sehe es aber auch, daß Lesarion sich umstrukturiert hat. Extrem empfinde ich aber den Umgang mit der bis dato und ehemals auch gewollten queeren Kundschaft. Und hier beißt sich für mich auch der angegebene Fokus auf den Wirtschaftssektor. Ein Teil der Kundschaft wird einfach nicht gleich behandelt und auch nicht klar darüber informiert, warum das so ist.

04.03.2019 03:15
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 15:39:

{...}
Schon in kleinen Gruppen manchmal eine Herausforderung - bei einer Größe wie lesarion sehe ich das als sehr herausfordernd an und bedürfte einer Art Gruppe an user*innen, die solches verpflichtend übernehmen - was wiederum fast einer Moderation gleichen würde. Was ich im übrigen immer noch als die beste Lösung empfinde. Zumindest besser als das für mich manchmal unnötige Löschen von Beiträgen, versetzen auf die Strafbank etc. oder die Absonderung des Politikforums.



Nein, ich empfinde Moderation als unnötig grade in einem größeren Forum. Ich denke, daß es allemal ausreichen würde entsprechende Konfliktlösungsräume zu schaffen. Dafür bräuchte es lediglich eine technisch verwaltende Instanz, die bei den Adminoptionen entsprechende Häkchen setzt, um eben diese Räume zu schaffen. Und hier gibt es meinen Beobachtungen nach eine Diskrepanz zwischen Lesarion und Kundschaft. Es gibt keine klare offizielle Stellungnahme dazu, während Kundschaft im Prinzip die oben genannte Option des Raum-schaffens hier bei Lesarion schon ausprobiert hat, indem bei Auftritt von Konflikten innerhalb von Threads, extra Threads eröffnet und dort verlinkt wurden. Das bietet die Möglichkeit der Deeskalation sowie eines weiterführenden Austausches in Detailbereichen eines Themenverlaufs. Manchmal haben sich Konflikte sogar sofort aufgelöst durch die Option einen Konfliktraum nutzen zu können, weil dann schnell klar wurde, daß es sich weniger um einen sachbezogenen Konflikt handelte als einen der durch hochgekochte Emotionen entstand. Darüber hinaus und das fand ich erstaunlich, ergaben sich in solchen Threads, die aus anderen Threads heraus entstanden waren Unterhaltungen mit User*Innen, die ich zuvor nie oder kaum gelesen hatte. Soviel zu den auf Seite 1 dieses Threads erwähnten "Stillen User*Innen".
Auch interessant ist, daß in diesen oben beschriebenen weiterführenden Threads die üblichen Trolligkeiten aufkamen.
Es wäre so auch ein Leichtes Trolle zu identifizieren, die gelebte Vielfalt stören wollen.
Nichtsdestotrotz ist immer noch nicht klar an die derzeitige Kundschaft von Lesarion herangetragen worden, wie die als gewollt beschriebene "Vielfalt" hier gelebt werden darf. Lediglich das Handeln zeigt auf, daß sie nach allgemeingültiger Definition nicht (oder eben in für die Kundschaft nicht ersichtlichen Grenzen) willkommen ist.
Moderation würde lediglich das Einhalten von Konformität kontrollieren. Aber ein Norm ist hier gar nicht klar formuliert, weshalb eben Orientierungslosigkeit entsteht. An diesem Punkt würde auch keine Moderation helfen. Selbst die wüsste dann ja nicht wirklich, welche Geflogenheiten zum Forum passen.



editiert am 04.03.2019 03:21 Beitrag melden Zitatantwort
04.03.2019 09:21
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 04.03.2019 um 00:19:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.03.2019 um 20:03:

{...}Heute wird es nach einigen Umgestaltungen als „Dating-Plattform“ beworben und wahrgenommen. Ich nehme Lesarion nicht (mehr) als Treffpunkt „aus der Community für die Community“ wahr, sondern als Unternehmen, das halt sein Geld damit verdient, dass auch Lesben nicht gern allein alt werden wollen. {...}


Ach so? ...Letzteres steht nirgends festgeschrieben. Ich sehe es aber auch, daß Lesarion sich umstrukturiert hat. Extrem empfinde ich aber den Umgang mit der bis dato und ehemals auch gewollten queeren Kundschaft. Und hier beißt sich für mich auch der angegebene Fokus auf den Wirtschaftssektor. Ein Teil der Kundschaft wird einfach nicht gleich behandelt und auch nicht klar darüber informiert, warum das so ist.


Naja, das war frei übernommen von der Startseite, bi wird allerdings auch erwähnt.

ZitatLesarion kurz erklärt:
Lesarion ist die beliebteste Dating Community für Lesben. Date dich, finde neue Freunde oder deine große Liebe.
Ob lesbisch oder bisexuell, Femme oder Butch · Kostenlos und sicher · Mit Chat, App & Forum · Partnersuche
Lesarion als Lesbentreff | Lesbenchat | bin ich lesbisch?


Wie auch immer, da steht nichts von Community-Treffpunkt, abgesehen von Dating.

04.03.2019 09:42
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 04.03.2019 um 09:21:
{...}

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieben.


04.03.2019 10:07
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.03.2019 um 09:26:

Hallo an alle,
das Politikforum ist angeblich nicht mehr ohne POST ID zugänglich, da es zuviele Beleidigungen etc. gab. Aus meiner Sicht existieren sie in allen Threads und meine Bauchschmerzen hinsichtlich der Verdammung polit. Themen in einen exklusiven Bereich habe ich schon oft genug geäussert, dies soll auch hier nicht Thema sein. Sondern eher - wie ginge eine andere Lösung?

In der Zeit las ich heute folgenden Artikel

https://www.zeit.de/die-a [...] 03/cyber mobbing-lgbt-forum-chatroom-user-bewertung
"Wir zwingen Trolle dazu, nett zu sein"
Viele Onlineplattformen kämpfen mit Hasskommentaren und Mobbing. Ein LGBT-Forum hat das Problem im Griff: Nur wer von anderen Usern positiv bewertet wird, darf chatten.

Daraus Zitat:
ZEIT ONLINE: Frau Al-Shafei, Sie haben eine Onlinecommunity für queere Menschen in der arabischen Welt gegründet – fast ohne Trolle. Wie haben Sie das geschafft?

Esra'a al-Shafei: Die Grundidee ist: Unsere Plattform ist öffentlich. Aber um in die intimeren Bereiche des Forums zu kommen, muss man erst mal zeigen, dass man ein nettes, hilfsbereites Forumsmitglied ist. Wer andere unterstützt, bekommt Punkte – und je mehr Punkte man hat, desto mehr Zugang bekommt man auch. Insgesamt gibt es drei Level, die jeweils ab einer bestimmten Punktzahl freigeschaltet werden. Wer negativ auffällt, wird sofort gelöscht.


Den Begriff des Trolls mal weiter gedacht in Richtung "respektvollen Umgang" - ich finde die Idee eines Belohnungssystem überlegenswert. Bisher existiert nur ein "Bestrafungssystem".

Selbst die oben angesprochene Communitygründerin weiß nicht, ob es für große Foren geeignet wäre, aber wäre so etwas nicht auch für das lesarische Forum denkbar? Was haltet ihr davon?


Wer sagt, dass mein ein Troll ist? Wer bestimmt darüber? Belohnungssystem bedeutet auch Bestrafungssystem. Respektvolle Beziehungen da bin ich dakor.
Aber was ist respektvoll, manche fühlen sich schon angekackt, wenn man nur die kleinste Kritik äußert.

04.03.2019 10:18
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Ganz ehrlich, den ganzen Socialmediahyp liken, gefällt mir, followers mißfällt mir. Es ist nicht die reale Welt. Es ist eine Welt, in denen wir ein 2. Life aufbauen, ich bin für die Realität! Online kann ich sein, wer ich möchte.


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