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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadBundeswehr spielt mit Kindern Wehrmacht-Massa
07.06.2011 19:39
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0 Im Jahr 1941 setzte die faschistische deutsche Wehrmacht den Ort Mitrovica im Kosovo in Brand und richtete ein Massaker unter der Bevölkerung an. Heute, 70 Jahre später, veranstaltet die Bundeswehr ein Fest, bei dem sie Kinder auf eine Miniatur-Ausgabe eines Dorfes schießen lässt, das sie per Ortsschild als "Klein-Mitrovica bezeichnet. http://www.taz.de/1/polit [...] trovica/ " Ballern auf Mitrovica Geschmacklose Nachwuchswerbung: Gebirgsjäger ließen in Bad Reichenhall Kinder mit Waffenattrappen auf ein Modelldorf zielen. Inklusive angekokelten Dächern wie im Krieg. VON BERNHARD HÜBNER MÜNCHEN taz | Was die Bundeswehr derzeit nicht alles veranstaltet, um junge Freiwillige für den Dienst an der Waffe zu gewinnen: Beachvolleyballturniere, Schulbandwettbewerbe, eine Deutschlandtour mit dem Bundeswehr-"Karrieretreff "-Truck. Doch geschmackloser als beim Tag der offenen Tür der Gebirgsjäger in Bad Reichenhall kann Nachwuchswerbung kaum aussehen. Die Truppe hatte extra für Kinder eine Stadt im Modellformat aufgebaut - kleine Häuschen mit bunten Dächern, eine Fabrik, eine Kirche. Einige Gebäude sahen halb zerstört und angekokelt aus wie im Krieg. Hinter Sandsäcken, unter einem Tarnnetz konnten Kinder unter Anleitung von Bundeswehrsoldaten mit Gewehrattrappen auf das Modelldorf zielen. Das eh schon wenig geschmackvolle Kriegsspiel wurde noch durch ein kleines Ortsschild getoppt, das die Soldaten neben dem Modelldorf in die Erde gesteckt hatten: "Klein Mitrovica" - nach der Stadt Mitrovica im Kosovo. Dort waren im Zweiten Weltkrieg Soldaten der 1. Gebirgsdivision der Wehrmacht eingesetzt, um den Widerstand von Partisanen zu bekämpfen. Untersuchung ist eingeleitet Die Bezeichnung "Klein Mitrovica" sei "mehr als geschmacklos" sagte der Sprecher des Heeresführungskommandos, Siegfried Huben, in der Süddeutschen Zeitung. Das Heer hat eine Untersuchung der Vorkommnisse eingeleitet. Die plötzliche Eile der Truppe überrascht. Denn der Tag der offenen Tür mit dem umstrittenen Kriegsspiel fand bereits vor über einer Woche statt. Erst als das linksautonome oberbayerisch-österreichische Bündnis Rabatz am vergangenen Freitag Fotos des geschmacklosen Kinderprogramms veröffentlichte, wurde der Tag der offenen Tür zum Skandal. "An dem Kriegsspiel hat es rege Beteiligung gegeben, es ist massiv genutzt worden", sagt ein Rabatz-Sprecher zur taz. Kritik an dem Modelldorf habe es trotz tausender Besucher nicht gegeben. Bis Rabatz die Fotos an die Medien schickte. "Ohne das hätte es keinen Skandal gegeben", meint der Rabatz-Sprecher. " Ich hab dann noch ein bißchen gegooglet und bin auf ein youtube-video gestoßen, in dem gezeigt wird, wie Kinder auf einem "Tag der offenen Tür" der Bundeswehr mit Waffen spielen. Darunter Kommentare. Einer davon kritisierte diese Spiele, worauf er zur Antwort bekam, er sei "Abschaum" und die Polizei solle Menschen wie ihn "totprügeln". Ich finde es gruselig. Was kann getan werden gegen Aggressivität und Militarismus?
editiert am 07.06.2011 19:50
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