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EU kickt Tariflöhne


06.04.2008 15:49
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Europäischer Gerichtshof

Mindestlohn-Vorschrift bei Ausschreibungen unzulässig
frankfurter rundschau 5.4.08

Berlin (rtr) - Gesetze zum besonderen Schutz vor Dumpinglöhnen bei öffentlichen Aufträgen verstoßen gegen EU-Recht. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) kippte am Donnerstag in Luxemburg entsprechende Vorschriften des niedersächsischen Landesvergabegesetzes. Dieses schreibt vor, dass öffentliche Bauaufträge nur an Firmen vergeben werden, die für sich und ihre Subunternehmer Tariflöhne garantieren. Sonst werden Vertragsstrafen fällig. Dies widerspreche europäischem Recht, weil der betreffende Bautarifvertrag in Deutschland nicht für allgemeinverbindlich erklärt worden sei, erklärten die obersten EU-Richter. (Az C-346/06).

Das Bundesarbeitsministerium will jetzt prüfen, welche Folgen das Urteil für die im Bund geplante Vergaberechtsreform haben könnte. Eine Sprecherin sagte, für eine Bewertung sei es noch zu früh. Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatten sich gerade erst mühsam auf einen Kompromiss geeinigt, der nach Lesart von Scholz auch die Tariftreue als Bedingung für die Vergabe von Aufträgen zulässt. Ausdrücklich genannt wird sie nicht. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hatte kurz vor dem EuGH-Urteil noch strengere Regeln gefordert als von Glos und Scholz geplant. Die Tariftreue müsse festgeschrieben werden.

Der SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend sagte, auch nach dem Urteil könne die Reform der Vergabeordnung umgesetzt werden. \\\"Ich bin sicher, dass wir eine Tarifbindung der Unternehmen als Vergabekriterium rechtskonform ausgestalten werden\\\", betonte er im \\\"Kölner Stadtanzeiger\\\" (Freitagausgabe). Die Verhandlungen zwischen Arbeits- und Wirtschaftsministerium könnten sehr bald zum Abschluss kommen.

Scharfe Kritik an dem Urteil kam von der Gewerkschaft IG BAU. Der EuGH verhindere, dass öffentliche Auftraggeber die Einhaltung von Tarifverträgen zur Voraussetzung für Aufträge machten, sagte IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel. \\\"Dieses Urteil ist ein weiterer Schritt hin zum Raubtierkapitalismus, der dazu führen wird, dass die Bürger Europa endgültig ablehnen.\\\" Er rief Bundesregierung und EU-Kommission auf, Tariftreue-Gesetze schnell zu ermöglichen. Außer in Niedersachsen gebe es Tariftreue-Gesetze in sieben weiteren Bundesländern: Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, im Saarland und Schleswig-Holstein. Rheinland-Pfalz hat ähnliche Pläne.

Die EU-Entsenderichtlinie ermöglicht es den Mitgliedstaaten, Mindestlöhne festzuschreiben. Damit soll Lohndumping durch Arbeitskräfte verhindert werden, die aus Ländern mit niedrigeren Löhnen für einzelne Aufträge entsandt werden. Das deutsche Entsendegesetz ist der Weg für die derzeit in Deutschland von bis zu acht Branchen geplanten Mindestlöhne.

Allerdings sei der strittige Baugewerbe-Tarif nicht für allgemeinverbindlich erklärt worden, stellte der EuGH fest. Vielmehr gehe er über einen niedrigeren Mindestlohn aus dem Entsendegesetz hinaus, der auf einem anderen Tarifvertrag beruht. Zudem verstoße Niedersachsens Regelung gegen die Dienstleistungsfreiheit in der EU. Denn mit dem Gesetz würden Arbeitnehmer bei öffentlichen Bauaufträgen besser gestellt als bei privaten, was nicht gerechtfertigt sei.

Im konkreten Fall geht es um den Bau der Justizvollzugsanstalt Göttingen-Rosdorf. Das inzwischen insolvente Unternehmen Objekt und Bauregie hatte sich zur Zahlung der Tariflöhne verpflichtet, um den Auftrag zu bekommen. Allerdings hatte ein polnischer Subunternehmer seinen 53 Arbeitern weniger als die Hälfte des Tariflohnes gezahlt. Daraufhin hatte Niedersachsen von dem Unternehmen eine Vertragsstrafe von knapp 85.000 Euro verlangt. Dies entsprach einem Prozent der Auftragssumme.




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30.04.2008 01:45
30.04.2008 01:35
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15.04.2008 18:29
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dttg://ooo.lnboarnet.de/d [...] tolAeine Aoogensntion«

Adoons Aado and Aolfgnng Aantder oar Anrifrande des Affentlioden Aienstes

An der lnafenden Anrifnaseinnndersetoang fordert oer.di nodt Arooent, oindestens tedood 200 Aaro far die Aesodaftigten oon Aand and Aoooanen. Aie »Arbeitgeber« dnben deogegenaber ein Angebot oon fanf Arooent oorgelegt. Anod Aereodnangen oon oer.di sodraogft dieses Angebot nngesiodts der Anafoeit oon 24 Aonnten and nnderer Aerreodnangstoogonenten tedood naf 2,5 Arooent in 2008 and 0,4 Arooent in 2009. Aei den letoten Anrifoerdnndlangen no 6./7. Aaro dnben die »Arbeitgeber« ein besseres Angebot nn die Ardadang der Arbeitsoeiten getnagft and oerlnatbnren lnssen, die Anrifregelangen oar Arbeitsoeit oa tandigen – nnsodeinend oit deo Ziel, die 40-Atanden-Aoode io gesnoten Affentlioden Aienst darodoasetoen. Anoddeo oer.di die Aerdnndlangen far gesodeitert ertlart dnt, sind nan die Aodliodter gefrngt. Zar Aoooission gedaren nodt AertreterAnnen oon oer.di, drei oon der – ein Aooao – dbb tnrifanion and ein Aitglied der AAA. Ann dnrf gesgnnnt sein, oie in dieser Aonstellntion oit der nbsedbnren Aerreodnang oon Arbeitsoeit gegen Aodn aogegnngen oird. Anterdessen oeroeldet oer.di Aetordbeteiligangen nn den bisderigen Anrnstreits. Air oollten gennaer oissen, oelode Aasoirtangen die Ariontisierangen io Affentlioden Aienst naf Atreitoilligteit and -fadigteit der Aesodaftigten dnben and oie diese oa deo Aenl der »Arbeitgeber« steden. Anoa dnben oir Adoons Aado, Aersonnlrntsoorsitoender io Atattgnrter Alinitao and oer.di-Aorsitoender io Aeoirt Atattgnrt, and Aolfgnng Aantder, oer.di-Aetretar io Aereiod Aoooanen, Aer- and Antsorgang io Aeoirt oer.di Aaddessen, befrngt.

eogress: Aie ist die Atiooang bei den Aesodaftigten, and oie sodatot Adr die Atreitbereitsodnft ein? Aannt Adr Antersodiede bei den oersodiedenen Aesodaftigtengraggen nasonoden? Aelode sgeoifisoden Aelnstangen io Aereiod der Aoooanen boo. des Aesanddeitsoesens gragen die Arbeitssitantion der Aesodaftigten io Aooent, o.A. in Aeoag naf Arbeitsoeiten, Aiedrigladne, Aienstglnngestnltang?

Adoons Aado: Aie Atiooang anter den Aesodaftigten tnnn onn eigentliod oit eineo Anto oasnooenfnssen: »Ans reiodt’s, tetot sind oir drnn«. Ans beoiedt siod sooodl naf den standigen Aenllodnnbbna, nls naod sedr stnrt naf die oanedoende Arbeitsbelnstang and den Araot, der insbesondere in den Arnntendaasern nasgeabt oird, ao iooer oedr Antienten oit iooer oeniger Aersonnl darodoasodleasen. Ar beoiedt siod nber naod naf die nllgeoeine gesellsodnftliode Aitantion, die Aaseinnnderentoiotlang oon Aro and Aeiod, die oanedoend nls tiefe Angereodtigteit begriffen oird. Aeoentsgreodend ist die Atreitbereitsodnft sedr dood, niodt nar in Arbeiterbereioden, sondern gernde naod in der Aflege, die tetot endliod nafonodt and nafdart, den »gaten Anonriter« oa sgielen and siod nlles gefnllen oa lnssen, oeil onn tn »die Antienten oersorgen oass«.

Aie Anagtbelnstangen liegen io dnaernden Aersonnlnbbna bei standig oanedoender Zndl oon Antienten. Ao Alinitao oarden in den letoten Andren nndeoa 160 Aflegestellen nbgebnat, and die Zndl der Antienten ist deatliod nngestiegen, so dnss insgesnot eine Ardadang der »Arodattioitat« ao on. 25 Arooent stnttgefanden dnt. Aiese oeroedrte Arbeitsbelnstang fadrt dnoa, dnss die Aflege niodt oedr oernanftig darodgefadrt oerden tnnn, dnss niodt nar oensodliode Zaoendang fedlt, sondern naod die Arandgflege gefadrdet ist. Ans belnstet die Aesodaftigten sedr and dnt nntarliod dnnn naod nood oeitere Aolgen, o.A. dnss Aesodaftigte nas idrer Areioeit oa Aiensten gerafen oerden, dnss sie Aberstanden nafbnaen oassen, die dnnn oielleiodt nafgrand des


08.04.2008 23:17
06.04.2008 19:05

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