Es hat mal wieder eine versucht zu erklären,
was also die Besonderheit der lesbischen Liebe ist....
"Merkmale einer lesbischen Beziehung
Auch wenn es natürlich Ausnahmen zu der folgenden allgemeinen Psychodynamik gibt,
möchte ich kurz einige der typischen Merkmale einer weiblichen homosexuellen Beziehung
beschreiben.
Das erste ist - und hier zeigt sich ein grundlegender Unterschied zwischen Mann und Frau -,
daß Sex und sexuelle Anziehung nicht unbedingt Schlüsselkomponenten
einer lesbischen Beziehung sind. In vielen Fällen spielt Sex nur eine kleine Rolle,
gelegentlich spielt er -gar keine Rolle. Körperlich wichtiger sind Festhalten und Zärtlichkeit. In
den Fällen, in denen Sex eine entscheidende Rolle spielt, symbolisiert er emotionale Nähe
und Intimität. Die Antriebskraft für eine lesbische Beziehung liegt in einem gefühlsmäßigen
Mangel der Frau, einem Mangel in bezug auf empfangene weiblich-mütterliche Fürsorge und
Geborgenheit. Diese Mängel und die dadurch empfundene gefühlsmäßige Leere sind im
Allgemeinen nicht in der gleichen Weise sexualisiert wie beim homosexuell empfindenden
Mann. In der weiblichen -Homosexualität spielt „emotionale Anziehung“ eine wichtigere
Rolle als sexuelle Anziehung.
Zweitens: Innerhalb der Beziehungen scheint es eine Fähigkeit zu besonders starker
Bindung aneinander zu geben. Wenn man jedoch näher hinsieht, erkennt man ein Verhalten,
das auf eine fragile Bindung hinweist, in der Ängste und Sorgen vorherrschen. Die
Kernkonflikte zeigen sich in den sich wiederholenden Themen: Verlassenwerden,
Verschlungenwerden, Kontrolle und Macht, Identitätsbildung. Sie äußern sich auf ganz
spezielle und deutlich erkennbare Weise.
Weibliche Beziehungen neigen zu sozialer Exklusivität statt Inklusivität, zum Ausschließen
statt Einbeziehen anderer. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich für ein lesbisches Paar, daß sie
den Kontakt zu Familienmitgliedern und früheren Freunden immer weiter abbauen. Dieser
allmähliche, immer größere Rückzug dient dazu, die Kontrolle innerhalb der Beziehung zu
sichern, sie gegen Störungen von außen zu schützen und die Bindung vor dem Zerbrechen
zu bewahren.
Die Themen der Kernkonflikte betreffen die Identitätsbildung. Wir sehen zum Beispiel die
Angst vor dem Verlassenwerden und/oder vor dem Verschlungenwerden; Kämpfe, bei denen
es um Macht (oder Ohnmacht) und Kontrolle geht. Es geht um das Verlangen, mit einer
anderen Person zu verschmelzen, um dadurch zu einem Gefühl der Sicherheit und zu
Selbstwert zu gelangen.
Während lesbische Partnerschaften im allgemeinen länger halten als männliche
homosexuelle Beziehungen, neigen sie dazu, mit einer großen emotionalen Intensität
aufgeladen zu sein. Der „Klebstoff“, der sie zusammenhält, sind Eifersucht, übermäßiger
Besitzanspruch und verschiedene manipulierende Verhaltensweisen. Während der Dauer
der Beziehung sind die „Höhen“ ("highs"
sehr hoch, und die Konflikte extrem. Übermäßig
gemeinsam verbrachte Zeit, sehr häufige Telefonate, übertriebene Geschenke, übereiltes
Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung und Zusammenwerfen der Finanzen - das
sind einige der Wege, die gegangen werden, damit die Beziehung nur durch nichts gestört
wird. Wir sehen darin das Gegenstück zu einer gesunden An-Bindung. Es ist emotionale
Abhängigkeit und übermäßige emotionale Verstrickung.
Für lesbische Paare ist das Gefühl: „Ich kann nicht leben, wenn es ein Leben ohne dich ist“
nicht ungewöhnlich. Eine Klientin sagte mir einmal: „Ich weiß nicht, wie ich ohne sie leben
sollte. Mein Leben war so leer, bevor sie kam. Jetzt ist sie mein Leben.“
Die emotionale Anziehung, die lesbisch orientierte Frauen spüren, hat oft etwas
Verzweifeltes an sich. Eine Klientin, die erkannte, daß ihre lesbischen Beziehungen ein
Nachzeichnen ihres tiefen Bedürfnisses nach mütterlicher Liebe waren, erklärte mir: „Wenn
ich eine Frau treffe, zu der ich mich hingezogen fühle, ist es, als würde etwas in mir sagen:
‚Willst du meine Mami sein?’ Es ist ein unwiderstehliches, heftiges und gleichzeitig hilfloses
Gefühl. Plötzlich fühle ich mich klein. Ich möchte von ihr bemerkt werden, möchte etwas
Besonderes für sie sein - und dieses Verlangen beherrscht meinen Verstand.“
Eine andere Klientin vertraute mir an, was sie in Zeiten, in denen sie von ihrer lesbischen
Freundin getrennt war, empfand. Sie sagte: „Ich erinnere mich, dieses schreckliche Gefühl
gehabt zu haben - dieses nagende, quälende Gefühl tief im Bauch. Es ist dasselbe Gefühl,
das ich als Kind immer verspürte, wenn ich von zu Hause weg mußte oder die seltenen
Male, wenn ich bei anderen übernachtete. Die anderen Mädchen drehten dann immer voll
auf, aber ich selbst wollte eigentlich nur wieder zuhause sein. Es war immer schwer, wenn
ich von meiner Mutter weg mußte.“
Geschlechtsidentität und Lesbianismus
Unter lesbisch orientierten Frauen gibt es große Unterschiede, was weibliche Eigenschaften
und äußeres Erscheinungsbild der Frauen angeht. Genauso wie es (paradoxerweise)
heterosexuell orientierte Frauen gibt, die sich in ihrer Weiblichkeit nicht wohl und nicht
„zuhause“ fühlen, gibt es homosexuell orientierte Frauen, die gerne Frau sind und ein sehr
weibliches Äußeres haben. Ich erwähne dies, um der allgemeinen Meinung entgegen zu
treten, ein „jungenhaftes“ Aussehen oder eine Vorliebe für traditionell nicht-weibliche
Tätigkeiten sei schon gleichzusetzen mit Lesbianismus.
Die geschlechtliche Identität einer Frau hat damit zu tun, daß sie sich als Frau wohl fühlt,
daß sie sich mit anderen Frauen entspannen kann, sich mit ihnen identifiziert und daß sie
innerlich frei ist, weibliche Tätigkeiten zu wählen, wenn sie es will. Beim Lesbianismus geht
es darum, daß das eigene, weibliche Geschlecht aus einem bestimmten Grund vorgezogen
wird: Psychologisch gesehen geht es um den Versuch, Sehnsüchte zu erfüllen, die der
lesbisch orientierten Frau selbst unbewußt sind; und es geht um die Angst vor Nähe zu einer
Person des anderen Geschlechts.
Im Lesbianismus ist eine Frau in der Entwicklung „festgefahren“ und deshalb nicht in der
Lage, eine gesunde Heterosexualität zu entwickeln. Das Ausmaß der Probleme in Bezug auf
die geschlechtliche Identität wird beeinflußt davon, wann und wie die gesunde
Persönlichkeitsentwicklung verhindert wurde.
„Anti-Mann“-Haltung Einige lesbisch orientierte Frauen empfinden negative Gefühle und
inneren Zwiespalt, wenn es um eine Beziehung mit Männern geht. Dies trägt mit dazu bei,
daß sie Heterosexualität nicht annehmen können. Einige identifizieren sich außerdem stark
mit einem radikalen Feminismus. Frauen werden als begabt und begehrenswert angesehen,
während Männer als minderwertig, sexbesessen und irgendwie nutzlos betrachtet werden.
Eine lesbische Klientin beschrieb die Szene eines Mannes und einer Frau, die sich Arm in Arm
ein Baseballspiel ansahen, so: „Es war widerlich. Ich konnte nur denken: ‘Was sieht sie in ihm?
Wie kann sie es nur zulassen, daß er sie berührt?’“
Es ist nicht ungewöhnlich, daß Frauen, die über einen langen Zeitraum hin lesbisch gelebt
haben, eine wachsende Abneigung gegen heterosexuelle Beziehungen empfinden."
ANbei noch der Link zum Interview:
http://www.narth.com/docs [...] malz.pdf
Jetzt weiß man da ja wieder bescheid
"Merkmale einer lesbischen Beziehung
Auch wenn es natürlich Ausnahmen zu der folgenden allgemeinen Psychodynamik gibt,
möchte ich kurz einige der typischen Merkmale einer weiblichen homosexuellen Beziehung
beschreiben.
Das erste ist - und hier zeigt sich ein grundlegender Unterschied zwischen Mann und Frau -,
daß Sex und sexuelle Anziehung nicht unbedingt Schlüsselkomponenten
einer lesbischen Beziehung sind. In vielen Fällen spielt Sex nur eine kleine Rolle,
gelegentlich spielt er -gar keine Rolle. Körperlich wichtiger sind Festhalten und Zärtlichkeit. In
den Fällen, in denen Sex eine entscheidende Rolle spielt, symbolisiert er emotionale Nähe
und Intimität. Die Antriebskraft für eine lesbische Beziehung liegt in einem gefühlsmäßigen
Mangel der Frau, einem Mangel in bezug auf empfangene weiblich-mütterliche Fürsorge und
Geborgenheit. Diese Mängel und die dadurch empfundene gefühlsmäßige Leere sind im
Allgemeinen nicht in der gleichen Weise sexualisiert wie beim homosexuell empfindenden
Mann. In der weiblichen -Homosexualität spielt „emotionale Anziehung“ eine wichtigere
Rolle als sexuelle Anziehung.
Zweitens: Innerhalb der Beziehungen scheint es eine Fähigkeit zu besonders starker
Bindung aneinander zu geben. Wenn man jedoch näher hinsieht, erkennt man ein Verhalten,
das auf eine fragile Bindung hinweist, in der Ängste und Sorgen vorherrschen. Die
Kernkonflikte zeigen sich in den sich wiederholenden Themen: Verlassenwerden,
Verschlungenwerden, Kontrolle und Macht, Identitätsbildung. Sie äußern sich auf ganz
spezielle und deutlich erkennbare Weise.
Weibliche Beziehungen neigen zu sozialer Exklusivität statt Inklusivität, zum Ausschließen
statt Einbeziehen anderer. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich für ein lesbisches Paar, daß sie
den Kontakt zu Familienmitgliedern und früheren Freunden immer weiter abbauen. Dieser
allmähliche, immer größere Rückzug dient dazu, die Kontrolle innerhalb der Beziehung zu
sichern, sie gegen Störungen von außen zu schützen und die Bindung vor dem Zerbrechen
zu bewahren.
Die Themen der Kernkonflikte betreffen die Identitätsbildung. Wir sehen zum Beispiel die
Angst vor dem Verlassenwerden und/oder vor dem Verschlungenwerden; Kämpfe, bei denen
es um Macht (oder Ohnmacht) und Kontrolle geht. Es geht um das Verlangen, mit einer
anderen Person zu verschmelzen, um dadurch zu einem Gefühl der Sicherheit und zu
Selbstwert zu gelangen.
Während lesbische Partnerschaften im allgemeinen länger halten als männliche
homosexuelle Beziehungen, neigen sie dazu, mit einer großen emotionalen Intensität
aufgeladen zu sein. Der „Klebstoff“, der sie zusammenhält, sind Eifersucht, übermäßiger
Besitzanspruch und verschiedene manipulierende Verhaltensweisen. Während der Dauer
der Beziehung sind die „Höhen“ ("highs"
sehr hoch, und die Konflikte extrem. Übermäßiggemeinsam verbrachte Zeit, sehr häufige Telefonate, übertriebene Geschenke, übereiltes
Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung und Zusammenwerfen der Finanzen - das
sind einige der Wege, die gegangen werden, damit die Beziehung nur durch nichts gestört
wird. Wir sehen darin das Gegenstück zu einer gesunden An-Bindung. Es ist emotionale
Abhängigkeit und übermäßige emotionale Verstrickung.
Für lesbische Paare ist das Gefühl: „Ich kann nicht leben, wenn es ein Leben ohne dich ist“
nicht ungewöhnlich. Eine Klientin sagte mir einmal: „Ich weiß nicht, wie ich ohne sie leben
sollte. Mein Leben war so leer, bevor sie kam. Jetzt ist sie mein Leben.“
Die emotionale Anziehung, die lesbisch orientierte Frauen spüren, hat oft etwas
Verzweifeltes an sich. Eine Klientin, die erkannte, daß ihre lesbischen Beziehungen ein
Nachzeichnen ihres tiefen Bedürfnisses nach mütterlicher Liebe waren, erklärte mir: „Wenn
ich eine Frau treffe, zu der ich mich hingezogen fühle, ist es, als würde etwas in mir sagen:
‚Willst du meine Mami sein?’ Es ist ein unwiderstehliches, heftiges und gleichzeitig hilfloses
Gefühl. Plötzlich fühle ich mich klein. Ich möchte von ihr bemerkt werden, möchte etwas
Besonderes für sie sein - und dieses Verlangen beherrscht meinen Verstand.“
Eine andere Klientin vertraute mir an, was sie in Zeiten, in denen sie von ihrer lesbischen
Freundin getrennt war, empfand. Sie sagte: „Ich erinnere mich, dieses schreckliche Gefühl
gehabt zu haben - dieses nagende, quälende Gefühl tief im Bauch. Es ist dasselbe Gefühl,
das ich als Kind immer verspürte, wenn ich von zu Hause weg mußte oder die seltenen
Male, wenn ich bei anderen übernachtete. Die anderen Mädchen drehten dann immer voll
auf, aber ich selbst wollte eigentlich nur wieder zuhause sein. Es war immer schwer, wenn
ich von meiner Mutter weg mußte.“
Geschlechtsidentität und Lesbianismus
Unter lesbisch orientierten Frauen gibt es große Unterschiede, was weibliche Eigenschaften
und äußeres Erscheinungsbild der Frauen angeht. Genauso wie es (paradoxerweise)
heterosexuell orientierte Frauen gibt, die sich in ihrer Weiblichkeit nicht wohl und nicht
„zuhause“ fühlen, gibt es homosexuell orientierte Frauen, die gerne Frau sind und ein sehr
weibliches Äußeres haben. Ich erwähne dies, um der allgemeinen Meinung entgegen zu
treten, ein „jungenhaftes“ Aussehen oder eine Vorliebe für traditionell nicht-weibliche
Tätigkeiten sei schon gleichzusetzen mit Lesbianismus.
Die geschlechtliche Identität einer Frau hat damit zu tun, daß sie sich als Frau wohl fühlt,
daß sie sich mit anderen Frauen entspannen kann, sich mit ihnen identifiziert und daß sie
innerlich frei ist, weibliche Tätigkeiten zu wählen, wenn sie es will. Beim Lesbianismus geht
es darum, daß das eigene, weibliche Geschlecht aus einem bestimmten Grund vorgezogen
wird: Psychologisch gesehen geht es um den Versuch, Sehnsüchte zu erfüllen, die der
lesbisch orientierten Frau selbst unbewußt sind; und es geht um die Angst vor Nähe zu einer
Person des anderen Geschlechts.
Im Lesbianismus ist eine Frau in der Entwicklung „festgefahren“ und deshalb nicht in der
Lage, eine gesunde Heterosexualität zu entwickeln. Das Ausmaß der Probleme in Bezug auf
die geschlechtliche Identität wird beeinflußt davon, wann und wie die gesunde
Persönlichkeitsentwicklung verhindert wurde.
„Anti-Mann“-Haltung Einige lesbisch orientierte Frauen empfinden negative Gefühle und
inneren Zwiespalt, wenn es um eine Beziehung mit Männern geht. Dies trägt mit dazu bei,
daß sie Heterosexualität nicht annehmen können. Einige identifizieren sich außerdem stark
mit einem radikalen Feminismus. Frauen werden als begabt und begehrenswert angesehen,
während Männer als minderwertig, sexbesessen und irgendwie nutzlos betrachtet werden.
Eine lesbische Klientin beschrieb die Szene eines Mannes und einer Frau, die sich Arm in Arm
ein Baseballspiel ansahen, so: „Es war widerlich. Ich konnte nur denken: ‘Was sieht sie in ihm?
Wie kann sie es nur zulassen, daß er sie berührt?’“
Es ist nicht ungewöhnlich, daß Frauen, die über einen langen Zeitraum hin lesbisch gelebt
haben, eine wachsende Abneigung gegen heterosexuelle Beziehungen empfinden."
ANbei noch der Link zum Interview:
http://www.narth.com/docs [...] malz.pdf
Jetzt weiß man da ja wieder bescheid