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Ich werde gehen ...

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01.08.2020 18:49
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.08.2020 um 18:25:

Ich bin voll bei dir, quasi 100%


... dito ... quasi auch 100 % ... soweit isses schon

01.08.2020 18:54
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.08.2020 um 18:49:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.08.2020 um 18:25:

Ich bin voll bei dir, quasi 100%


... dito ... quasi auch 100 % ... soweit isses schon


Das wird ja immer schlimmer

01.08.2020 20:26
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ich weiß nicht, ob ich mein Niveau geschraubt krieg...

@youbau:
Ja...
Es gab in der ganzen Diskussion für mein Empfinden viel zu viele "Opfer". Die, die sich gezwungen sahen etwas zu lesen, das ihnen nicht gut tut (meint: das von fischperle, aber auch von den Kritikerinnen), irgendwelche abstrakten "Jugendlichen", die als potentielle Opfer herangezogen wurden, und ja - auch fischperle wurde als Opfer dargestellt - von sich selber vielleicht, von anderen auch - und auch ich bin, arrghh, mal wieder auf dieses Muster reingefallen und habe es bedient.

Ich halte das für keine konstruktive Basis, weil es zwangsläufig zu "du oder ich" führt. Weil wer sich angegriffen fühlt, sich verteidigen 'muss'. Der andere zum Täter wird. Statt zu sehen, dass da vielleicht einfach wer anders mit ihrer Not ist, die gar nix mit einer selber zu tun hat.
Aber dann... wenn man schon auf voller Länge "gewonnen" hat, dann kann auch mal gut sein, oder? Inhaltliches Weiterdiskutieren ist ja eins; aber in dem Fred, wo es drum geht, dass eine - aus eigenen Stücken aber als Reaktion - sich verabschiedet... da find ich das irgendwie unpassend.

Aber, @fischperle: das kannste Dir auf die Fahnen schreiben: Du hast was erreicht.

01.08.2020 20:35
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.08.2020 um 20:26:

(...) Die, die sich gezwungen sahen etwas zu lesen, das ihnen nicht gut tut

(...) Inhaltliches Weiterdiskutieren ist ja eins; aber in dem Fred, wo es drum geht, dass eine - aus eigenen Stücken aber als Reaktion - sich verabschiedet... da find ich das irgendwie unpassend.

(...)


Woher soll jemand vor dem Lesen wissen, ob es nicht gut tut? Kann man nicht.

Wäre es so, dann wäre das richtig, aber dieser Thread wurde nicht als Abschiedsthread eröffnet, sondern um noch ein letztes Streichholz zu werfen. Der Eingangsbeitrag ist kein einfaches Tschüss, sondern eine erneute Anklage ... mit dem Wort Lesbentransenrassismus (wtf?) werden erneut User*innen beschuldigt etwas gegen Trans* zu haben, was zeigt, dass die TE offenbar bis jetzt nicht verstehen möchte worum es den Kritiker*innen ging (nämlich nicht um das Thema an sich) ... und sowas finde ich für meinen Teil unpassend und die erneute Diskussion logisch.

01.08.2020 21:51
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Edit sagt: Gute Nacht.

editiert am 01.08.2020 22:17 Beitrag melden Zitatantwort
02.08.2020 02:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.07.2020 um 00:10:

Danke QueerPower ...

für Deine wohligen Worte.

Nein, ich möchte meinen Text nicht in Namen des "Jugendschutzes" verändern. Das ist Zensur. Der Text würde sein Kraft verlieren.

Es zeigt mir wie prüde & konservativ die Queere Szene geworden ist.

Wie heißt es.
"Wenn du den Arbeiter finanziell mit dem Bürgertum auf eine Stufe stellst, hat der Arbeiter keinen Grund mehr zu kämpfen."
Die Queere Szene hat keinen Grund mehr zu kämpfen. Es ist vorbei.
Es ist eine "Lesbenkrankheit" überall den Feind zu wittern & Allen es Recht zu machen wollen. Das ist ein Traum der zum Trauma. wurde.
Mensch muß auch lernen los zu lassen & zu verzeihen. Es zu wollen.

Wir können nicht nur tun was wir wollen, wir können auch wollen was wir wollen.
Friedhelm Moser
Ich möchte freiheitlich ohne Zensur leben. Und das kann ich in diesem konservativen Forum nicht. Nicht mehr ...

Vertrauen wagen!

TransenPower - Nadja


Keinen Grund mehr?
Du beliebst zu scherzen

Nur wenn jede/-r gegen jede/-n ist aus welchem Grund auch immer, kullert Alles und alle den Berg wieder runter. Der Kamm ist nicht nur im Moment matschig, sondern es giesst!

02.08.2020 06:30
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Ich finde auch, dass über Gewalt geredet werden sollte. Egal von wem und auf welche Art sie begangen wird. Es tut mir leid, dass fischperle so viel davon erlebt hat. Leider, was oft bei Opfern von Gewalt vorkommt, ist sie selbst gewalttätig in Form verbaler Ausbrüche, ungerechtfertigten Pauschalisierungen und ungerechtem Anklagen.
Sie kann oder will nicht sehen, dass sie, was die Sache angeht, dass sie als Translesbe Gewalt ausgesetzt war, durchaus verstanden wurde. Ihr Thema ist interessant und darüber muss und darf gesprochen werden. (Nur auf Lesarion nicht, da es, haltet euch fest, ein politisches Thema ist).
Was die TE auch nicht verstanden hat, ist, dass sie nicht alleine ist mit dem Thema. Grundsätzlich sind Frauen und Lesben eben häufiger Opfer von Gewalt, als Männer, häufig auch Opfer sexualisierter Gewalt. Jetzt klagt sie also prinzipiell alle Frauen und Lesben an und nutzt eine Sprache, die widerum die Frauen triggert, die, wie sie, Gewalt, in welcher Form auch immer, erlebt haben. Vielleicht sollte sie sich für einen kurzen Moment darüber Gedanken machen, dass sie nicht die Einzige ist, die Schlimmes erlebt hat. Vielleicht könnte sie dann aus ihrer Blase raus und müsste nicht selbst Täterin werden, indem sie ungerechtfertigt um sich schlägt. Ich verstehe aber auch, dass sie das vielleicht nicht kann. Dann aber ist es das Recht jeder anderen Frau/Lesbe sich gegen ihre Gewalt zu wehren und sich weder ihre Pauschalvorwürfe noch ihre vulgäre Sprache gefallen zu lassen.

02.08.2020 07:42
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.08.2020 um 20:26:

ich weiß nicht, ob ich mein Niveau geschraubt krieg...

@youbau:
Ja...
Es gab in der ganzen Diskussion für mein Empfinden viel zu viele "Opfer". Die, die sich gezwungen sahen etwas zu lesen, das ihnen nicht gut tut (meint: das von fischperle, aber auch von den Kritikerinnen), irgendwelche abstrakten "Jugendlichen", die als potentielle Opfer herangezogen wurden, und ja - auch fischperle wurde als Opfer dargestellt - von sich selber vielleicht, von anderen auch - und auch ich bin, arrghh, mal wieder auf dieses Muster reingefallen und habe es bedient.

Ich halte das für keine konstruktive Basis, weil es zwangsläufig zu "du oder ich" führt. Weil wer sich angegriffen fühlt, sich verteidigen 'muss'. Der andere zum Täter wird. Statt zu sehen, dass da vielleicht einfach wer anders mit ihrer Not ist, die gar nix mit einer selber zu tun hat.
Aber dann... wenn man schon auf voller Länge "gewonnen" hat, dann kann auch mal gut sein, oder? Inhaltliches Weiterdiskutieren ist ja eins; aber in dem Fred, wo es drum geht, dass eine - aus eigenen Stücken aber als Reaktion - sich verabschiedet... da find ich das irgendwie unpassend.

Aber, @fischperle: das kannste Dir auf die Fahnen schreiben: Du hast was erreicht.


Vielen Dank für diesen Kommentar...

02.08.2020 08:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 06:30:

(...) Jetzt klagt sie also prinzipiell alle Frauen und Lesben an und nutzt eine Sprache, die widerum die Frauen triggert, die, wie sie, Gewalt, in welcher Form auch immer, erlebt haben. (...)


Wobei das nur ein Punkt ist. Mich persönlich triggert die Sprache nicht (wofür ich dankbar bin), ich finde sie einfach höchst respektlos, vulgär, viel zu hart für so ein feingliedriges Thema, zu "um sich schlagend" und unter halbwegs kultivierten Menschen, die einander fremd sind, unangebracht.

Zudem (das wurde ja schon gesagt) hat ein Mensch, der selbst Gewalt erlebt hat, dadurch nicht den Freibrief diese Gewalt (egal ob sprachlich, psychisch, emotional oder körperlich) weiterzugeben und kann dahingehend auch keine Nachsicht erwarten, denn das würde in einer endlosen Schleife enden (die auf der Welt schon oft genug entsteht) die es zu durchbrechen gilt ... und sei es nur in einem kleinen Onlineforum, in welchem Menschen -angemessen- darum bitten sowas zu unterlassen und damit eine Grenze setzen.
Einem Gewaltopfer hilft es nicht, wenn ihm das Köpfchen gestreichelt wird und gesagt wird: Los tob dich aus, beschimpfe andere Unbeteiligte, tu das was dir selbst widerfahren ist ...
Für irgendwelche therapeutischen Aufarbeitungen ist hier in einem Freizeitforum auch keiner zuständig. Somit bleibt nur die Bitte und er Hinweis. Was anderes ist hier nicht geschehen.

02.08.2020 09:08
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 08:56:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 06:30:

(...) Jetzt klagt sie also prinzipiell alle Frauen und Lesben an und nutzt eine Sprache, die widerum die Frauen triggert, die, wie sie, Gewalt, in welcher Form auch immer, erlebt haben. (...)


Wobei das nur ein Punkt ist. Mich persönlich triggert die Sprache nicht (wofür ich dankbar bin), ich finde sie einfach höchst respektlos, vulgär, viel zu hart für so ein feingliedriges Thema, zu "um sich schlagend" und unter halbwegs kultivierten Menschen, die einander fremd sind, unangebracht.

Zudem (das wurde ja schon gesagt) hat ein Mensch, der selbst Gewalt erlebt hat, dadurch nicht den Freibrief diese Gewalt (egal ob sprachlich, psychisch, emotional oder körperlich) weiterzugeben und kann dahingehend auch keine Nachsicht erwarten, denn das würde in einer endlosen Schleife enden (die auf der Welt schon oft genug entsteht) die es zu durchbrechen gilt ... und sei es nur in einem kleinen Onlineforum, in welchem Menschen -angemessen- darum bitten sowas zu unterlassen und damit eine Grenze setzen.
Einem Gewaltopfer hilft es nicht, wenn ihm das Köpfchen gestreichelt wird und gesagt wird: Los tob dich aus, beschimpfe andere Unbeteiligte, tu das was dir selbst widerfahren ist ...
Für irgendwelche therapeutischen Aufarbeitungen ist hier in einem Freizeitforum auch keiner zuständig. Somit bleibt nur die Bitte und er Hinweis. Was anderes ist hier nicht geschehen.


Danke. Dafür und auch für den vorigen Beitrag hab ich Dir ein gegeben

02.08.2020 09:08
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.08.2020 um 16:03:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.08.2020 um 14:57:

rosedawson06 schrieb am 01.08.2020 um 14:32:
Sag mal, liest du meine Beiträge überhaupt, bevor du mir antwortest? Wenn ja, sollte dir aufgefallen sein, dass ich ähnliches wie du geschrieben habe.

beCAREfuI schrieb am 01.08.2020 um 14:38:
Na ist doch nicht schlimm, wenn wir mal einer Meinung sind?

"ROOOFFFLLLLL" Tolle Antwort beCareful


wer sagt / schreibt denn heute noch ROFL?


In einem Forum mit ID-Prüfung wärest du auch nicht dabei, CordulaGruen



02.08.2020 10:12
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Ich lese hier immer wieder "angemessen".
Wer bestimmt denn das??

Ich persönlich finde es massiv erstickend, wenn immer alles derart mit Wattebäuschchen ausgepolstert wird, dass auch ja niemand mehr sich dran stoßen kann.

Wahrscheinlich deshalb emfand ich fischperles Beitrag so wohltuend, auch wenn ich auch an einigen Stellen schlucken musste. (Ich schätze sie aber so ein, dass sie auf einen Hinweis, der vorletzte(?) Ansatz sei doch zu pauschalierend z.B. durchaus reagiert hätte... de facto kam aber als erstes (nach Zustimmung, soweit ich mich erinnere) die Ankündigung, den ganzen Beitrag gemeldet zu haben).
Über die Angemessenheit der Verwendung des Petzbuttons - auch oder gerade vor dem Hintergrund des lesarischen Umgangs damit - kann man durchaus auch unterschiedlicher Ansicht sein...

Ich wiederhole gerne, dass der Beitrag sehr wohl irgendwann mit Warnung versehen war. Die wahrzunehmen liegt m.E. sehr wohl in der Selbstverantwortung der lesenden Person. Dann ist auch Koexistenz möglich. Ich habe allerdings manchmal den Eindruck, dass die vielleicht gar nicht unbedingt gewollt ist.......

Der strittige Beitrag war m.E. inerster Linie eins: sehr, sehr persönlich. Wer, wenn nicht die Person selber, hat da über die Angemessenheit der Wortwahl zu entscheiden?

editiert am 02.08.2020 10:18 Beitrag melden Zitatantwort
02.08.2020 10:31
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 10:12:

Ich lese hier immer wieder "angemessen".
Wer bestimmt denn das??


Das lernt man in der Regel spätestens in der Grundschule ... manchmal auch schon vorher.

Angemessen bedeutet (für mich) nicht, dass man nicht über bestimmte Themen sprechen darf, nicht mal an bestehenden Konstrukten rütteln darf oder den Finger in die Wunde legen darf ... nein, angemessen bedeutet all dies zu tun, aber mit einem Mindestmaß Respekt, mit passenden Formulierungen und nicht mit dem Schlaghammer, ohne Rücksicht auf Verluste.

Bei Menschen, die konstruktive Kritik nicht annehmen können, sich selbst nur im Recht fühlen und als Reaktion andere beschimpfen gehen bei mir alle Alarmglocken an. Das ist ungesund in jede Richtung (egal ob es verständliche Gründe hat oder nicht) und braucht nicht toleriert werden.

Ich habe den Thread mehrfach angeklickt, bevor er verschoben wurde, und kein einziges mal davon habe ich eine "Warnung" zu Beginn gesehen, die diesen Namen verdient und selbst wenn es sie gäbe -wie ich schon schrieb- legitimiert das den teilweise verleumnderischen Inhalt nicht z. B. Lesben betreffend (die Lesben, also quasi alle Lesben dieser Erde, die ja nur mal mit einem Mann ***** wollen) denn so in der Art stand es da.
Wie kann man sowas als queerer Mensch verteidigen ...
Dazu Worte wie Transe ...
Dazu die Uneinsichtigkeit und der Vorwurf Lesbentransenrassismus (hier auch noch den Begriff Rassismus ins Spiel zu bringen, völlig aus jedem Zusammenhang gerissen war auch ein bisschen der Gipfel und der steht auch in diesem Thread noch) ...

Ehrlich, da fallen mir die Augen aus dem Kopf ...
Aber ich wiederhole mich ja nur noch.

02.08.2020 10:40
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 10:12:

Ich lese hier immer wieder "angemessen".
Wer bestimmt denn das??

Ich persönlich finde es massiv erstickend, wenn immer alles derart mit Wattebäuschchen ausgepolstert wird, dass auch ja niemand mehr sich dran stoßen kann.

Wahrscheinlich deshalb emfand ich fischperles Beitrag so wohltuend, auch wenn ich auch an einigen Stellen schlucken musste. (Ich schätze sie aber so ein, dass sie auf einen Hinweis, der vorletzte(?) Ansatz sei doch zu pauschalierend z.B. durchaus reagiert hätte... de facto kam aber als erstes (nach Zustimmung, soweit ich mich erinnere) die Ankündigung, den ganzen Beitrag gemeldet zu haben).
Über die Angemessenheit der Verwendung des Petzbuttons - auch oder gerade vor dem Hintergrund des lesarischen Umgangs damit - kann man durchaus auch unterschiedlicher Ansicht sein...

Ich wiederhole gerne, dass der Beitrag sehr wohl irgendwann mit Warnung versehen war. Die wahrzunehmen liegt m.E. sehr wohl in der Selbstverantwortung der lesenden Person. Dann ist auch Koexistenz möglich. Ich habe allerdings manchmal den Eindruck, dass die vielleicht gar nicht unbedingt gewollt ist.......

Der strittige Beitrag war m.E. inerster Linie eins: sehr, sehr persönlich. Wer, wenn nicht die Person selber, hat da über die Angemessenheit der Wortwahl zu entscheiden?


Alle, denen der Text ungefragt zum Fraß vorgeworfen wurde. In ihrem Tagebuch kann sie ihre persönliche Wortwahl ausleben. Wenn andere sich dadurch belästigt fühlen, ist darauf Rücksicht zu nehmen Punkt. Nicht umsonst werden Menschen, die z.B. in Firmen so sprechen, entlassen, wenn sie es nach Aufforderung nicht unterlassen. Zu Recht. Sie kann so meinetwegen in ihrem Umfeld reden, wenn es dort usus ist. Hier dürfen sich Frauen und Lesben dagegen wehren, wenn es ihnen nicht gefällt. Diese Sprache ist tatsächlich von vielen hier nicht erwünscht.

02.08.2020 10:51
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Richtig es ist eine setting frage, hier wirkt das aber nach ner Kritik an der Person. Ja Ausdruck und setting haben für einige nicht zusammen gepasst.
Auf der Arbeit rede ich in der Regel nicht über persönliches heißt es ist leichter in ner neutralen Sprache zu reden, als wenn mir zum Beispiel gerade der Bus vor der nase weg fährt. Da ist erst Mal "scheisz Busfahrer*in" und später vielleicht "ja okay der Fahrplan ist knapp getacktet"

Der Weggang von der Person und in eine lapalie wie ein verpasster Bus, ist sehr bewusst. Bekannte Situation für viele und wahrscheinlich mit weniger Emotion verbunden.

editiert am 02.08.2020 10:56 Beitrag melden Zitatantwort
02.08.2020 11:02
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Puhhhhh....

Bei allem Verstaendnis für gefühlte Grenzüberschreitungen, Sprachempfinden etc., aber wurde das nicht in mehreren Threads zig mal aufgeführt?

Die TE zeigte mit ihren letzten Beitraegen(ich bin ich Thread) , dass sie einen o. mehrere Schritte entgegen gekommen ist.

Es ist sehr schade, dass sie sich dennoch abgemeldet hat.

Es werden Dinge wie Feinfühligkeit, Respekt, angemessene Wortwahl etc. angeführt.

Vielleicht habe ich Beitraege überlesen, aber ich sah nicht gerade viele Beitraege, die ein Bedauern oder wenigstens ein Sorry über die erlebte Gewalt seit der Kindheit aussprachen. Das soll nicht auf die viel erwaehnte "Opferkarte" einzahlen, sondern das gehört doch, zumindest für mich, zu Feinfühligkeit und Menschlichkeit dazu.

Niemand weiss, was der andere erlebt hat. Und es ist manchmal schwer, die Subjektive der eigenen Verletzungen zu verlassen. Dies sehe oder sah ich aber nicht nur bei der TE.

Dies soll kein bös gemeinter Vorwurf sein, sondern eine Anregung, falls wieder eine aehnliche Situation eintritt.

Und ich kann wirklich den Film "three billboards outside ebbing" empfehlen (Triggerwarnung).



02.08.2020 11:05
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Vor einer Weile schrieb ich in einem anderen Thread nur in einem kurzen, objektiven Satz, was mir vor ein paar Jahren in meinem Umbruch passiert war - dies einfach nur zur Veranschaulichung von etwas, das ich erzählte.

Ich bekam daraufhin eine PN, ob ich eine Triggerwarnung setzen könne, weil sicher Menschen mit läsen, für die das bloße Wort ein Problem darstellen könnte.

Ich änderte es.

Wir sind hier in einem öffentlichen Forum, das öffentlich einlesbar ist (auch wenn Namen und Bilder dann ausgeblendet sind). Natürlich ist jede*r für sich verantwortlich, trotzdem denke ich, dass es wichtig ist, zumindest den Blick für das Umfeld zu weiten.

Zur TE sage ich nichts großartig Kritisches, sie ist nicht mehr hier und kann sich nicht zur Wehr setzen oder mir Dinge entgegnen. Aber sie sagte hier öffentlich, es fehle ihr an der Empathie, sich hineinzuversetzen. Sowas ist nicht schlimm, jeder Mensch ist anders. Dann aber, gerade dann, ist es sinnvoll, sich von anderen Menschen, die da vielleicht mehr Einblick in die Seelen anderer haben, sagen zu lassen, was in solch einem Fall besser ist.

Nadja ist durch die Hölle gegangen - und sie hat es trotzdem geschafft, so zu werden, wie sie es wollte und gefühlt hat - wie sie es schon immer WAR...sie bekam als kleine Palme einen Wackerstein aufgelegt...und hat sich trotzdem zu einer großen Pflanze entwickelt...das zollt mir jeglichen Respekt ab, den ich habe.

Es hilft aber niemandem, wenn Gewalt mit Gewalt vergolten wird... und auch verbale Gewalt in Texten kann einiges anrichten.

Daher ist die Plattform wichtig, auf der mensch sich äußert.

Sicher wäre es vom Support eher für alle verständlicher gewesen, hätte dieser den Text kurzfristig ausgepolt, Nadja eine PN geschrieben, wie SIE SELBST gerne weiter mit dem Text verfahren wollen würde - und erst, als eine Verweigerung gekommen wäre, auch nur ein Fitzelchen zu ändern, ihr die Wahl gelassen, den Text für sich selbst zu behalten, oder ihn eben in einen geschützten Bereich zu verschieben.

Nur weil mensch Schlimmes erlebt hat, muss mensch nicht voraussetzen, ja erwarten, dass das Umfeld diesem Schlimmen ausgesetzt werden müsste.

Dass das Thema unglaublich emotional geladen ist, ist klar. Es ist ultrapersönlich, geht ultranah und ich kann es verstehen, dass Nadja sich in ihrer selbst dadurch angegriffen fühlt, weil es einfach das ist, was ihr geschehen ist. Aber eben auch die andere Seite ist verständlich, die, die sich sorgen für die, die es triggern könnte, oder die selbst getriggert worden sind.

Ich würde mich freuen, wenn du, Nadja, dich wieder anmeldest und im Austausch bleibst. Ich denke, du liest hier noch mit, da dir das Thema sehr nah ist - und aufklären kann man besser, wenn man vor Ort ist...und das mit Worten, die stehen bleiben dürfen, denn das hilft auf lange Sicht mehr als Worte, die zwar schocken, aber schnell weg vom Fenster sind, weil hier eben auf komplette Leserschaften Rücksicht genommen werden sollte.

Nur Mut!

02.08.2020 11:23
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 10:40:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 10:12:

(...)
Der strittige Beitrag war m.E. inerster Linie eins: sehr, sehr persönlich. Wer, wenn nicht die Person selber, hat da über die Angemessenheit der Wortwahl zu entscheiden?


Alle, denen der Text ungefragt zum Fraß vorgeworfen wurde. In ihrem Tagebuch kann sie ihre persönliche Wortwahl ausleben. Wenn andere sich dadurch belästigt fühlen, ist darauf Rücksicht zu nehmen Punkt. (...) Sie kann so meinetwegen in ihrem Umfeld reden, wenn es dort usus ist. Hier dürfen sich Frauen und Lesben... (...)


WOW.
"So wie Du bist, bist Du hier nicht in Ordnung"-gatekeeping vom allerfeinsten.

Find ich besonders ...widerlich? erschreckend? vor dem Hintergrund, dass das
a) im Zusammenhang mit Schutz- und Wohlseinargumenten kam und
b) in einer Szene, die sich gerne alle möglichen Anti-*ismen auf die Fahne schreibt, inkl. gegen Abeleismus und Klassismus zu sein.
(Dass Deiner Ansicht nach explizit "Frauen und Lesben" das Recht haben.... hm. Brauch ich das kommentieren?)

Zitat
Nicht umsonst werden Menschen, die z.B. in Firmen so sprechen, entlassen, wenn sie es nach Aufforderung nicht unterlassen.

In Firmen ist das auch eine Machtfrage. (Mal so zum Drübernachdenken bei dem Vergleich in einer Szene und vor einem Hintergrund, die...). Firmen erlassen z.B. auch gerne mal Kleiderordnungen etc. ...
Nicht umsonst gibt es das AGG.

Zitat Diese Sprache ist tatsächlich von vielen hier nicht erwünscht.

und von anderen schon. Zumindest, dass sie (auch) möglich ist. Und nu?


02.08.2020 11:27
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Zur Grundsatz Frage.
Klar geh ich wenn mit vielen Freund*innen in die Kneipe in der sexistischer Macker HipHop/Schlager läuft und erober das dj*ane Pult und sonst mach ich nen Bogen drum
Wunsch es gibt keine Hooligan Kneipen in der schlechte Musik läuft
Andere Situation
Über meiner Kneipe trifft sich ne Selbsthilfe Gruppe und die Schallisolierung ist extrem schlecht. Und die Wortwahl dieser Gruppe stört mich extrem und ich fühle mich unwohl. Aber jetzt ne Selbsthilfe Gruppe Stören gefällt mir auch nicht.

02.08.2020 11:41
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.08.2020 um 11:05:

(...)
Es hilft aber niemandem, wenn Gewalt mit Gewalt vergolten wird... und auch verbale Gewalt in Texten kann einiges anrichten.

(...)

Nur weil mensch Schlimmes erlebt hat, muss mensch nicht voraussetzen, ja erwarten, dass das Umfeld diesem Schlimmen ausgesetzt werden müsste.

(...)
Nur Mut!


Hallo Isa, was auch immer dir widerfahren ist, es tut mir leid, wenn du Schlimmes erlebt haben solltest.

Danke dir für deinen Beitrag, da er viele Ebenen/Sichtweisen miteinander verknüpft.

Zum ersten Zitat: Völlig richtig, aber manchmal entstehen "Teufelskreise" oder Spiralen oder ein Opferranking, wer hat wen mit was am meisten verletzt.

Zum zweiten Zitat: auch völlig richtig, aber, man kann nicht immer ein geschütztes (für sich individuelles) Umfeld erwarten. Für die TE war das wohl kein persönliches Schutzfeld und für andere User*innen auch nicht. Hieraus entstand ein Konflikt bzw. es standen sich verschiedene Bedürfnisse gegenüber.

..................

Nicht persönlich an dich, sondern allgemein:
Vielleicht ergibt sich mal eine andere Gelegenheit, dass an Cis Lesben/Bisexuelle/Femmes/Butches etc. das Thema herangetragen wird, dass Trans*Personen in der Community es auch weiterhin schwer haben, wegen Vorurteilen etc.

Und mich verwundert es ehrlich gesagt nicht, dass manche "laut schreien", weil sie nicht gehört werden. Das erlebte ich mind. schon einmal auf dieser Plattform. Es tat weh, einiges fand ich nicht o.k, aber bei einigen Sachen dachte ich...Mist, stimmt...dies und das habe ich nicht wahrgenommen, gewusst, bedacht und dafür bin ich denjenigen bis heute dankbar. Ich glaube, sie sind auch nicht mehr hier...

Und mit dem "laut schreien" geht es auch vielen Betroffenen von Gewalt/sex. Gewalt. Die Gesellschaft schaut immer noch weg, Betroffene sollen sich doch bitte so oder so verhalten, Betroffene sollen doch bitte Rücksicht nehmen.

Schwierig alles und es gibt wohl nicht den einen perfekten Weg für alle.




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