|
|
Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadKlassenkampf statt Rassenkampf
04.09.2011 17:22
HiddenNickname
0 Das klingt nach einer Parole aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Genau betrachtet ist aber genau das die Lösung. Nicht nur hinsichtlich des Rassismus, sondern auch hinsichtlich Frauenfeindlichkeit. Rassismus und 'Frauenfeindlichkeit haben die gleiche Wurzel, wird doch in beiden Fällen eine vermeintliche Minderwertigkeit an biologischen Merkmalen fest gemacht. Und in der Folge Menschen mit diesen Merkmalen unterdrückt und ausgebeutet. In dem einen Fall am Geschlecht, in dem anderen Fall an der Hautfarbe, Augenfarbe und Form, etc... Nährboden für beides bietet eine Atmosphäre von Unterdrückung, Konkurrenzkampf, Existenznot und Abhängigkeit von einem stärkeren (oder als stärker erlebten) hierarchisch höher stehenden Menschen (im Normalfall der Arbeitgeber und Vermieter) und ein System was auf solchen Strukturen beruht. In meinen Augen werden dann solche Abwertungen eines Teiles (oder sogar der Hälfte) der unterdrückten und ausgebeuteten Menschen von den Ausbeutern selbst initiiert, um zu verhindern dass sich die Menschen gemeinsam für die Abschaffung der Ausbeutung einsetzen und statt dessen diese Gruppe als Schuldigen für ihr Leid bekämpfen. (Eva war schuld an der Vertreibung der Menschen aus dem Paradies und den Mühen des Feldes gell...) Menschen mit Hauptschulabschluss oder sogar ohne Abschluss, haben es sehr sehr schwer. Nun müssen sie mit Menschen die aus anderen Ländern kommen und hoch qualifiziert sind (u.U.) konkurrieren. Hatte in einem Kinderheim beispielsweise eine Kollegin die dort als Hilfskraft arbeitete, aber eigentlich Grundschullehrerin (in Russland) war. Klar hat beim Bewerbungsgespräch kein Mensch ohne Schulabschluss irgend eine Chance gegen sie gehabt..... Aber anstatt die Verhältnisse, die einige Menschen (zB. mit niedrigem Bildungsstand) zu Opfern der Gesellschaft machen (dreckige, schwere Arbeit, wenig Lohn, oder Harz 4...) gemeinsam abzuschaffen, machen einigen dann für ihr Leid die Existenz von Menschen die aus anderen Ländern kommen, verantwortlich. Ohne zu begreifen wie schwer es auch diese haben, wesentlich schwerer als sie selbst. Ebenso die Frauen. Anstatt gemeinsam mit allen Frauen der Welt gegen die Frauenfeindlichkeit überall aufzulehnen, oder zusammen zu schließen und sich stark zu machen, zeigen deutsche Frauen auf Frauen aus anderen Ländern mit dem Finger und umgekehrt. "Seht die armen Frauen dort! wie böse ist der braune Mann und die braune Frau!" Dabei sind viele Dinge auch hier erst seit ganz kurzer Zeit abgeschafft und dafür neue frauenfeindliche Verhältnisse, wie das Schönheitsideal, die Doppelbelastung etc.. eingeführt.
0
![]()
08.09.2011 22:03
08.09.2011 21:04
08.09.2011 13:31
07.09.2011 23:13
07.09.2011 12:20
07.09.2011 12:18
07.09.2011 11:42
07.09.2011 00:05
06.09.2011 23:55
06.09.2011 13:01
0
![]() |
|